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Pressesektion des SYNDIKATs

Nachfolgend finden Sie aktuelle Pressemeldungen des SYNDIKATs.

Pressekontakt

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Anschrift: DAS SYNDIKAT e.V., Geschäftsstelle Raimund A. Mader
Ruckstr. 18, 92676 Eschenbach

 

Erste Pressekonferenz in Iserlohn zur CRIMINALE 2021

Einladung zur öffentlichen Pressekonferenz mit 
Quickie-Lesungen

Es ist soweit: Iserlohn erwartet im April 2021 die CRIMINALE, das Festival für Kriminalliteratur des SYNDIKATs. Namhafte nationale und internationale Autorinnen und Autoren entdecken die Stadt Iserlohn und bringen ihre Geschichten ins Sauerland. 

Die erste offizielle Pressekonferenz mit dem Vorstand der SYNDIKATs und den Organisatoren der CRIMINALE findet am 4. Oktober 2020 um 17.30 Uhr in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf statt. 

Nach dem Börsenblatt greift nun auch das Buchjournal den Aufruf des SYNDIKATS zur Situation der Kriminalschriftsteller auf!

Zitat:

Prekäre Situation von Schriftstellern aufgrund der Corona-Krise

"Der Betrieb der Autoren ist ihr Kopf"

100.000 bis 150.000 weniger Neuerscheinungen wird es bis ins Jahr 2021 in Europa geben, so das Ergebnis einer Umfrage von SYNDIKAT, Netzwerk Autorenrechte und European Writers’ Council. Besonders betroffen seien Kriminalschrifsteller*innen, so das SYNDIKAT.
Denn Spannungsliteratur ist das größte Segment der jährlichen belletristischen Neuerscheinungen, so das SYNDIKAT, der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur mit rund 750 Autor*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Viele unserer KollegInnen rutschen unverschuldet in eine prekäre Lage", erklärt Vorsitzender Jens J. Kramer. "Die Hilfsangebote des Bundes oder der Länder setzen Betriebsausgaben voraus, die AutorInnen nicht haben. Der Betrieb der Autoren ist ihr Kopf."

Das SYNDIKAT bringt die prekäre Lage von SchriftstellerInnen auf den Punkt. Das Börsenblatt greift diesen Aufruf auf.

"Der Betrieb der Autoren ist ihr Kopf"

100.000 bis 150.000 weniger Neuerscheinungen wird es bis ins Jahr 2021 in Europa geben, so das Ergebnis einer Umfrage von SYNDIKAT, Netzwerk Autorenrechte und European Writers’ Council. Besonders betroffen seien Kriminalschrifsteller*innen, so das SYNDIKAT. ...

Das Netzwerk Autorenrechte nimmt deutlich Stellung zu dem angekündigten Konjunkturpaket "NEUSTART KULTUR"

„Mit Wumms aus der Krise“, so hatte Vizekanzler Olaf Scholz das Konjunkturpaket mit 130 Milliarden Euro angekündigt. Davon ist allerdings nur rund eine Milliarde Euro der Kultur- und Kreativwirtschaft zugedacht, und davon lediglich 30 Millionen Euro als Betrag, den sich Galerien, sozio-kulturelle Zentren sowie die Buch- und Verlagsszene aufteilen sollen. 

Das Netzwerk Autorenrechte (NAR) als Zusammenschluss von 14 Verbänden, darunter das SYNDIKAT, mit über 15.500 AutorInnen und ÜbersetzerInnen hat im Sinne des Konjunkturpakets der Bundesregierung einen Aktionsplan erarbeitet, denn die Absage von Veranstaltungen hat für einen Großteil der Autoren und Autorinnen dramatische Auswirkungen.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören u.a. ein ABGESAGT-FONDS, ein COMEBACK-Fonds, ein LITERATUR-ONLINE-Fonds sowie ein LESEN!-Fonds. 

Zwei SYNDIKATlerinnen werden zu Ehren-Kommissarinnen: Ingrid Noll und Claudia Schmid!

Regelmäßig ausverkauft ist die Lesung zum Krimitag des SYNDIKATS im Mannheimer Polizeipräsidium, den Claudia Schmid organisiert. Wie beim letzten Krimitag versprochen, zeichnete nun Polizeipräsident Andreas Stenger im Beisein von Vizepolizeipräsident Siegfried Kollmar die beiden Schriftstellerinnen Ingrid Noll und Claudia Schmid aus. Claudia Schmid wurde zur Ehren-Kriminalkommissarin ernannt, Ingrid Noll, die bereits die Ehren-Kommissarin von Bonn ist, gar zur Ehren-Kriminalhauptkommissarin!

Claudia Schmid organisiert seit 2014 Krimitags-Lesung im Mannheimer Polizeipräsidium zugunsten des Weißen Rings e. V. Sie ist Kriminalschriftstellerin und Redakteurin des uns allen bekannten informativen Kriminetz!

Ingrid Noll, die große Kriminalschriftstellerin erhielt nun also damit einen weiteren Ehren-Titel nach dem Ehren-GLAUSER 2005.

Wir gratulieren ganz herzlich!

Ein Nachruf

Von Jens J. Kramer

Vor 34 Jahren hatten ein paar Leute eine ziemlich verrückte Idee: Sie gründeten die „Vereinigung der deutschsprachigen Krimiautoren“ und nannten es DAS SYNDIKAT. Einer dieser Gründer war Horst Bieber.

Der 1942 in Essen geborene, promovierte Germanist und Historiker lebte in Hamburg und wirkte dort als Journalist für DIE ZEIT. Nach einigen historischen Sachbüchern veröffentlichte er 1982 seinen ersten Kriminalroman, dem viele weitere folgen sollten. Für den Roman SEIN LETZTER FEHLER erhielt Horst Bieber 1987 den DEUTSCHEN KRIMI PREIS.

Fred Breinersdorfer, der die Gründung des SYNDIKATS initiierte, schreibt über unseren Kollegen:

„Horst war einer der ersten deutschen Kriminalschriftsteller, einer der großen. Für mich ein Vorbild, weil er immer sorgfältig recherchierte und uns auch beigebracht hat, wie man das macht. Davon habe ich mein ganzes Autorenleben profitiert. Seine Geschichten waren ebenso spannend wie kritisch, ebenso tief wie auf unsere Zeit fokussiert. Mit ihm verliert der deutsche Kriminalroman ein Urgestein. Als Mensch habe ich immer seine freundschaftliche Zuwendung und Solidarität erleben dürften, bewundert und geschätzt, wie seine Hilfsbereitschaft und seinen Humor.

Nun ist er nicht mehr unter uns. Er gehört als eine der unvergesslichen Leitfiguren zur Geschichte des Neuen Deutschen Kriminalromans und wird von seinen Freunden auch wegen seiner menschlichen Größe nicht vergessen werden.“

Horst Bieber verstarb am letzten Freitag an Herzversagen in Hamburg. Das SYNDIKAT gedenkt seinem Mitbegründer in bewegter Trauer und Anteilnahme für seine Familie und Freunde.