Wissenswertes und Interessantes, Recherchemethoden und -ergebnisse – Einblicke in die Krimiwelt und die Welt ihrer Autoren.

Gift ist nicht immer tödlich

Es war im Fernsehen, und es schwirrt mir immer noch im Kopf: Da starb das Mordopfer an einer Überdosis Midazolam. Die Quelle des Wirkstoffs: der schrullige Inselarzt. Er hatte noch einen Restbestand in seinem Depot. Die Tabletten wurden dem Opfer heimlich in ein Glas Whisky gegeben, umgerührt, und das Opfer hat nichts gemerkt, ist einfach tot umgefallen.

Ich hätte platzen können! So viel Unsinn auf einmal. Aber der Reihe nach:

Ich hatte gelernt, mit Benzodiazepinen* kann man sich nicht umbringen!

Frank Goldammer liest im Stadion von Dynamo Dresden

Unser SYNDIKATler Joachim Anlauf war live dabei und erzählt uns hautnah davon.

(Vielleicht finden sich ja Nachahmer!)


Open-Air-Lesung von Frank Goldammer am 12. August 2020

Corona hat in den letzten Monaten unser alle Leben auf den Kopf gestellt. Reihenweise hat das Virus Pläne durchkreuzt, Projekte vereitelt und Veranstaltungen verhindert. Davon können wir AutorInnen ein Lied singen. Es gibt aber auch eine Geschichte, in der Corona die Erfüllung eines Wunsches wohl beförderte. Und das kam so…

01 Leo Martin und Patrick Rottler

Leo Martin, Ex-Geheimdienst-Agent (links),

und Patrick Rottler, Experte für Datenanalyse und Sprachprofling (rechts)

(c)AVISIO: Uta Kellermann

 

Erpresserbriefe an große Firmen, Drohbriefe eines Stalkers, gefälschte Testamente - dass diese kriminalistisch nach Fingerspuren oder Genmaterial untersucht werden, ist uns längst bekannt. Dass die relativ neue Wissenschaft des Sprachprofilings immer konkretere und komplexe Analysen und Spuren zur Täterermittlung findet, ist für Krimi-Autoren ein Thema, das lohnt, sich damit zu beschäftigen!

Der Sprachprofiler Patrick Rottler und der Kriminalwissenschaftler und Ex-Geheimdienst-Mann Leo Martin berichten in ihrem neuen Buch "Die geheimen Muster der Sprache" von ihrer gemeinsamen Arbeiten an anonymen Schreiben, von ihren oft mehrere hundert Seiten umfassenden Gutachten, die zu den Tätern führen.

Hier für unsere "Krimipedia" bietet Patrick Rottler einen exklusiven Blick in seine Arbeit:

Ingrid Werner stellt einen Weg für das Entwickeln komplexer und beeindruckender Romanfiguren vor.

Jeden Monat berichtet Schriftsteller Günther Zäuner über die neuesten Entwicklungen der deutschen Krimilandschaft. Dieses Mal mit einer Sonderausgabe.

Mal unterstellt, Ästhetik sei immer auch eine Frage der Moral, wie viel Moral verträgt die Ästhetik? Anders gefragt: Korrumpiert falsche Moral nicht zwangsläufig die Ästhetik und zwingt uns genau das zu produzieren, was wir Kitsch nennen?
Unlängst lauschte ich einer Podiumsdiskussion unter Schriftstellern. Es ging um Gewalt in der Kriminalliteratur: Wie stellt man derlei dar? Wer stellt es wie dar? In welcher Art von Verpackung? Schreiben Frauen darüber anders als Männer, und wenn ja, warum?
Mehr als ein weites Feld. Denn klar, da kann mensch höchst unterschiedlich vorgehen. Schönheit wohnt nicht nur im Auge des Betrachters, sie hängt auch entscheidend davon ab, woher er kommt, welche Art Gepäck er mitschleppt und nicht zuletzt, wie er was präsentiert.
Wer liegt weniger falsch – Horatio Greenough oder Marshall McLuhan? Folgt Form der Funktion, oder bestimmt die Form den Inhalt, weil das Medium an sich schon die Botschaft ist?