Hinter den Kulissen der Volksmusikbühne

Es ist Mitte August und außerordentlich heiß. Der blonde Münchner Exkommissar Max Raintaler wird von einem alten Freund, dem erfolgreichen Texter, Komponisten und Schlagerproduzenten Heinz Brummer, nach einem spannenden Tennismatch um Hilfe gebeten. Ihm wurden die Rechte an fünf Liedern gestohlen. Max soll sie wieder herbeischaffen. Es geht dabei um Millionen. Max beginnt seine Nachforschungen bei zwei undurchsichtigen auf jugendlich getrimmten Volksmusikproduzenten. Dabei verguckt er sich in deren attraktive Sekretärin und macht sich in der Münchner Musik- und Medienszene auf die Suche nach Beweisen. Dann geschieht ein Mord ... und noch einer. Oder waren es gar keine Morde? Und was haben die Münchner Biergärten mit der Sache zu tun? Michael Gerwien hat selbst jahrelang CDs und Schallplatten als Singer/Songwriter veröffentlicht, hat beim Fernsehen gearbeitet und ist somit ein ausgewiesener Kenner der Münchner Musik- und Medienszene. Nach >Alpengrollen< und >Isarbrodeln< ist >Isarblues< sein dritter Kriminalroman, der beim Gmeiner-Verlag erscheint. Wie bei seinen Büchern zuvor liegt der Fokus hier auf spannender, vor allem aber auch witzig-menschelnder, teils satirischer Unterhaltung, bei der stellenweise kein Auge trocken bleibt. ................................................................................................................................................................................ Michael Gerwien, geboren 1957 in Biberach an der Riß, aufgewachsen in Mittenwald, lebt seit 1972 in München. Er arbeitete als Texter für diverse Fernsehformate, verfasste Artikel für Fachzeitschriften und schrieb Kurzgeschichten und Gedichte. Zudem hat er CDs und Schallplatten veröffentlicht und stand und steht als Musiker und Kabarettist auf der Bühne. http://www.mgerwien.de ................................................................................................................................................................................

Drei Fragen an Michael Gerwien

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn? Meine kriminelle Laufbahn begann 1957 mit meiner Geburt. Ich stahl meinen Geschwistern von Anfang an immer den Schnuller. Alle beide waren deswegen jahrelang in einer Traumatherapie. Wie viele Verbrechen gehen auf Ihr Konto? Auf mein Konto gehen eine Entführung und an die 7 Morde. Dazu kommen Betrug, Schmähreden und mehrfache arglistige Täuschung. Weiterhin gebe ich zu, dass ich bis jetzt 3 Kriminalromane und zwei Krimi-Kurzgeschichten veröffentlicht habe. Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen? Zu meiner Verteidigung kann ich nur anführen, dass ich sehr jung war (und mich immer noch fühle) und das Geld wirklich schon immer dringend brauchte. ................................................................................................................................................................................

Pressestimmen

Spannendes Insiderwissen, authentisch verpackt in bayrischen Dialogwitz mit gekonnt ironischen Untertönen. ................................................................................................................................................................................

Leseprobe

„Man hat mir ein Lied geklaut. Und deshalb brauche ich dich. Du sollst es wieder finden.“ „Wie kann man dir ein Lied klauen?“, fragte Max weiter, während er sich vornahm, seine Augen vorsichtig wieder zu öffnen. Seine Lider klappten nach oben. Gott sei Dank, alles funktionierte noch. „Ganz einfach“, entgegnete ihm Heinz, der über und über mit weißem Schaum bedeckt war. „Wenn du ein Lied komponierst und textest, hast du die Urheberrechte daran. Und wenn das Lied auf CD gepresst oder in der Öffentlichkeit gespielt wird, bekommst du Geld für diese Urheberrechte. Vorausgesetzt, du hast dein Werk bei der GEMA oder einer anderen Verwertungsgesellschaft angemeldet.“ „Logisch. Das weiß ich auch. Aber wie konnte man dir dein Lied klauen? Du als alter Profi meldest doch bestimmt jedes deiner Werke rechtzeitig an?“ Max schaute seinem Freund neugierig ins Gesicht. „In diesem Fall tat ich das leider nicht. Als ich es damals vor fünf Jahren geschrieben hatte, dachte ich, dass es sowieso keine Chancen auf dem Markt hätte, und hab die Noten und die Demobänder davon einfach in meinen Schrank im Studio gelegt.“ „Und wann hast du bemerkt, dass man sie gestohlen hat?“ Genug Wasser, Raintaler. Sonst trocknet bloß deine Haut aus. Max drehte seine Dusche zu. „Gestern Abend. Da hat eine junge Sängerin das Lied im Fernsehen gesungen. Burgl Schäfer heißt das kleine Miststück.“ Heinz blickte grimmig unter seinen nassen, roten Locken hervor. „Dein Lied?“ „Mein Lied. Bis auf die letzte Note und den letzten Buchstaben. Es ist mir ein völliges Rätsel, wie sie dazu kommt.“ Heinz drehte ebenfalls das Wasser ab. „Du kannst dich noch so gut daran erinnern, obwohl es jahrelang in deinem Schrank unbeachtet vor sich hingegammelt hat?“ Max machte ein ungläubiges Gesicht. „Glaube mir, Max. Ich kenne alles, was ich jemals komponiert und getextet habe. Jede Note und jede Silbe. Das vergisst man nicht. Und ich schon gar nicht.“ * * * Frühere „Empfehlungen der Woche“ finden Sie hier >>