Blick hinter die Kulissen

Es gibt Promis, die sie lieben. Und noch mehr Promis, die sie hassen: Clara Bodenstein, Chefredakteurin des Boulevardmagazins UP!. Als Gesellschaftsreporterin hat die Wienerin in Berlin schon so manchen Stern am Society-Himmel aufgehen lassen, aber auch für einige gnadenlose Untergänge gesorgt. Gerade wegen ihrer Skrupellosigkeit wird Clara von der Filmdiva Jackie Benz beauftragt, deren Skandalbiografie zu schreiben, was einige Zeitgenossen lieber heute als morgen verhindern möchten. Nach etlichen Morddrohungen und einem nächtlichen Überfall bei Dreharbeiten auf Mallorca verschwindet die Benz schließlich spurlos. Und sie soll nicht die einzige Prominente bleiben, die plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist … Claudia Rossbacher wagt einen schonungslosen Blick hinter die schillernden Kulissen der Boulevardmedien und die perfekt geschminkten Masken der Stars und Promis, die beinahe zu allem bereit sind, um im Scheinwerferlicht zu glänzen. ................................................................................................................................................................................ Claudia Rossbacher, wurde in Wien geboren, doch schon ihre Kindheit war von fernen Ländern und fremden Kulturen geprägt. Unter anderem lebte sie in Teheran und Jakarta. Nach dem Studium der Tourismuswirtschaft zog es sie als Model in die Mode-Metropolen Europas und Japans. Danach war sie Texterin und Kreativdirektorin in internationalen Werbeagenturen. Seit 2006 arbeitet sie als freie Autorin und Texterin in Wien. Kriminalroman-Veröffentlichungen: „Hillarys Blut“ - Karibik-Thriller, Kontrast Verlag, 2007; "Drehschluss" - Medienthriller, echomedia Verlag, September 2009; Kurzkrimis für "Die Presse am Sonntag" ("Die steirische Leiche", "Alter schützt vor Morden nicht", "Perfekt bis in den Tod", "Kater mit Leiche" u.a.) http://www.claudia-rossbacher.com ................................................................................................................................................................................

Drei Fragen an Claudia Rossbacher

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn? 2007 mit meinem Karibik-Thriller "Hillarys Blut" Wie viele Verbrechen gehen auf ihr Konto? 45 mussten bisher in meinen beiden Romanen ihr Leben lassen. Ein paar weitere in meinen Kurzkrimis. Ich könnte mittlerweile einen ganzen Friedhof füllen. Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen? Es gibt nicht viel, was ich besser kann und lieber tue. ................................................................................................................................................................................

Pressestimmen

Gesellschaftsreporterin sucht Mörder Krimi im Boulevardmetier. Clara Bodenstein ist die ebenso erfolgreiche wie gefürchtete Chefin des Berliner Boulevardmagazins "UP!" Dass sie von der Filmdiva Jackie Benz beauftragt wird, deren Skandalbiografie zu schreiben, gefällt vor allem Bodensteins Feinden nicht. Weshalb sich die Journalistin in weiterer Folge mit Morddrohungen und einem nächtlichen Überfall herumschlagen muss - und plötzlich ist auch die Diva spurlos verschwunden. Die Wiener Texterin Claudia Rossbacher legt mit "Drehschluss" ihren zweiten Kriminalroman vor. Spannende, sehr leichte Unterhaltung. awa "Die Presse am Sonntag", Bücherboard, 1.11.2009 Drehschluss. Ein aufregendes Buch, vielschichtig und genreübergreifend […] habe ich deshalb doch den Besuch einer Gesellschaft für Literatur Veranstaltung versäumt. […] Ein interessantes Buch, brutal und aufdeckerisch auf der einen Seite, auf der anderen erfährt man viel von den Schattenseiten der Reichen und Schönen und ihren Schwächen, was man nicht in den Seitenblickenmagazinen findet. Ein wenig Kitsch ist zweifellos dabei […] Am meisten beeindruckt hat mich aber ohne Zweifel, die Überwindung von Claras Panikattacken und die psychologische Beschreibungen ihrer Innenbilder […] Literaturgeflüster, 29.10.2009 ................................................................................................................................................................................

Leseprobe

2. Donnerstag, 8. März Für Mona Ettinghaus war dieser Donnerstagmorgen alles andere als ein ganz normaler, war er doch der letzte in ihrem Leben, das gerade mal 43 Jahre lang gedauert hatte. Seit elf Tagen galt die Geschäftsführerin des Ettinghaus-Verlages nunmehr als vermisst. Daran hatten weder die beinahe Rundum-die-Uhr-Ermittlungen des LKA Berlin noch die guten Beziehungen der einflussreichen Unternehmerfamilie Ettinghaus etwas ändern können. Anfangs war der schwerreiche Verlegerclan – genau wie Kriminalhauptkommissar Frank Schütte – davon ausgegangen, dass das prominente Familienmitglied Opfer einer Entführung geworden war. Monas schwarzer Geländewagen war auf einem Restaurant-Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Lehnitzsees, etwa zehn Kilometer nördlich von Berlin, aufgefunden worden. Ihre Krokotasche, das Handy und ein paar Akten waren im versperrten Wagen gelegen. Eine Lösegeldforderung war bisher nicht eingelangt. Von der Verlegerin, die ihre Firma an einem Montagabend wie gewöhnlich gegen 19 Uhr verlassen hatte, fehlte jede Spur. Mittlerweile hatten auch die Medien Wind vom Verschwinden der Mona Ettinghaus bekommen und übertrafen sich gegenseitig mit den wildesten Spekulationen über ihr mögliches Schicksal. Doch nichts, was die Presse bisher erfunden hatte, reichte auch nur annähernd an die so viel grausamere Realität heran. Monas nackter, blutleerer Körper und der kahl geschorene Schädel ließen ihren Leichnam wie eine skurrile Schaufensterpuppe aussehen, die mit gespreizten Armen und Beinen an ein Andreaskreuz an der Wand gefesselt worden war. Der blasse, kahle Kopf hing leblos vornüber und verbarg die tiefe Schnittwunde in der Kehle. Von den Körpersäften, die auf dem Fliesenboden des Kellers eine übel riechende Lache gebildet hatten, und den vielen Blutspritzern auf den weißen Wandfliesen war nichts mehr zu sehen, so sauber waren sie mit dem Wasserschlauch abgespritzt worden. Genauso sauber wie Monas penibel enthaarter Leichnam, den nie wieder jemand zu Gesicht bekommen sollte. Außer ihr geisteskranker Mörder, der sein perverses Ritual noch nicht zu Ende geführt hatte.

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