Sabine Deitmer, geboren am 21.10.1947 in Jena/Thüringen. Sabine Deitmer wuchs in Düsseldorf auf und studierte in Bonn und Konstanz Anglistik, Romanistik und Literatur-wissenschaften. Ihre Magisterarbeit schrieb sie über die Darstellungstrategie des Detektivromans. Nach "Lehr- und Wanderjahren" in Brighton, Bristol, Berlin und am Bodensee lebt sie seit mehr zwanzig Jahren im Ruhrgebiet. Hauptberuflich arbeitet sie in der Erwachsenenbildung.

Von 1990-2000 war sie beurlaubt und arbeitete als Autorin. S. Deitmer veröffentlichte ihre ersten Texten in sogenannten "Frauenverlagen". Gemeinsam mit der Autorinnen-Gruppe "Frauen schreiben" verlegte sie die Bücher "Mitten ins Gesicht – weiblicher Umgang mit Wut und Haß", 1984 und "Venus wildert, wenn Frauen lieben", 1985 im Selbstverlag. Mit ihren Mordgeschichten, in denen Frauen lästige Machos lässig und ungestraft ins Jenseits befördern, war sie auf Anhieb erfolgreich und schuf ein Sub-Genre, das in der Folge viele Autorinnen variierten. In ihrem ersten Roman "Kalte Küsse" entwickelte sie die Figur der Kommissarin Beate Stein, privat bindungsscheu und verletzlich, im Beruf kompetent und cool. Für ihren Roman "Dominate Damen" erhielt sie 1994 den Deutschen Krimpreis. Nach längerer Pause erschien 2004 der vierte Roman mit Beate Stein "Scharfe Stiche", für den sie im Jahr 2005 mit der AGATHE, dem Frauenkrimipreis der Stadt Wiesbaden ausgezeichnet wurde. Beate Steins 5. Fall "Perfekte Pläne" erschien im Februar/März 2007 unter dem Motto "Wer jung bleibt, hat Probleme …"

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Die Begründung der Jury: Mit ihrer 1988 erstmals erschienenen Storysammlung "Bye-bye, Bruno" hat Sabine Deitmer entscheidend mitgebaut am Fundament für die deutschsprachige Kriminalgeschichte von Frauenhand. In ihren Geschichten befreien sich Frauen aktiv und einfallsreich aus misslichen Lebenssituationen - was bis heute eines der Grundmuster des Genres geblieben ist. Doch nicht nur in der kurzen Form war Sabine Deitmer Pionierin. Ihre Kommissarin Beate Stein ("Emanze im Staatsdienst") ermittelt seit 1993 in Kriminalromanen, die ebenfalls Longseller sind und in mehrere Sprachen übersetzt (unter anderem ins Schwedische, was ja für uns Deutschsprachige eine besondere Form des Adelns darstellt). Damit hat Sabine Deitmer die Kommissarin als literarische Figur erfolgreich auch auf dem Papier für den deutschsprachigen Krimi etabliert. Die Frauenfiguren in Sabine Deitmers Romanen und Kurzgeschichten nehmen ihr Leben selbst in die Hand und gestalten es aktiv. Darauf legt Sabine Deitmer großen Wert. Ihre klare, geradlinige Sprache erreicht ein großes Publikum. Längst sind ihre Werke einer ganzen Generation von deutschsprachigen Krimiautorinnen zum Vorbild geworden. Als Literaturwissenschaftlerin liegen Sabine Deitmer die schreibenden Kolleginnen am Herzen: In verschiedenen Fachaufsätzen ist es ihr nachhaltig gelungen, den weiblichen Teil der deutschsprachigen Krimiszene stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.Auch im Menschlichen ist Sabine Deitmer durch ihre Kollegialität und ihr Engagement vorbildhaft. Sie interessiert sich auf herzliche und persönliche Art für alle Mitglieder unserer Zunft - ob sie berühmt sind oder gerade die ersten Schritte tun, da macht sie keine Unterschiede. Dadurch hat sie viele ermutigt, Kontakte zu anderen Krimischreibenden zu suchen. Bei den deutschsprachigen ‚Sisters in Crime’, jetzt ‚Mörderische Schwestern’, ist sie von Anfang an Mitglied und unterstützt sie bis heute stets großzügig.Ohne Sabine Deitmer wären die meisten der heute erfolgreichen Krimiautorinnen undenkbar. Sabine Deitmer hat dem traditionell eher männlichen Blick im Genre die weibliche Sichtweise hinzugefügt.

Die Jury: Nessa Altura, Kai Engelke, Thomas Kastura, Beate Maxian, Andrea Maria Schenkel

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Die Ehrung findet am Samstag, den 19. April 2008 im Rahmen der Criminale in Wien auf dem „Tango Criminale“ im Wiener Rathaus statt.

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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