Herr Petermann und das Triptychon des Todes
Michael Böhm

Herr Petermann und das Triptychon des Todes

Bookspot Verlag

EDITION 211
Juli 2015
sofort lieferbar
ISBN 9783956690181
14,80 € [D], 15,30 € [A] , SFr. 21,90 [CH]
Sonderpreis 0,– €
     
Viel Zeit für die Geliebte, Schach mit dem Nachbarn – Leo Petermann genießt die Ruhe in seinem Landhaus, als die Nachricht eines dubiosen 'Todesfonds' sein friedliches Leben stört. Der perfide Erfinder dieses Fonds ist ein alter Bekannter: Quintus Heinrich, Chef der Cautio-Versicherung, den Petermann von der Uni her kennt. Ein eisiges Duell beginnt, aus dem Peter-mann um jeden Preis als Sieger hervorgehen will und dafür alle seine Möglichkeiten nutzt …

Der Nachfolger des für den Friedrich-Glauser-Preis nominierten Krimis um den ungewöhnlichen Herrn Petermann, der für seine wohlverdiente Ruhe alles tut …
(Band 1: "Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe")
Michael Böhm
© Foto: Gerhard Born

Michael Böhm

Michael Böhm wurde 1947 im Taunus geboren und verbrachte dort seine Kindheit und Jugend. Als Schriftsetzer-Meister war er als Ausbilder tätig, bevor er in die Datenverarbeitung wechselte. Er lebt in der Nähe von München. Michael Böhm schreibt seit seiner Jugendzeit. Nach ersten Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien erschienen Erzählungen und zwei Kiminalromane rund um den eigenwilligen Detektiv Homer. Der erste Teil seiner Petermann-Trilogie Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe wurde 2014 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. In 2016 erhielt er die begehrte Auszeichnung für den zweiten Band Herr Petermann und das Triptychon des Todes. Mit Quo vadis, Herr Petermann? schließt die Reihe ab.

Im Herbst 2018 erschien DINNER MIT ELCH. 

Preisträger des Friedrich-Glauser-Preises 2016

Herr Petermann und das Triptychon des Todes erhielt den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Roman". Alle Nominierten dieser Kategorie finden Sie hier. 

Der Preis ist mit 5.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Der Preisträger wurde am Samstag, dem 23. April 2016 während der 30. CRIMINALE, des Jahrestreffens des SYNDIKATs, in Marburg verkündet und geehrt.

Begründung der Jury

Souverän und pointiert bricht Michael Böhm mit den Klischees des aktionsreichen Kriminalromans. Gewohnte Krimi-Elemente werden auf sehr ungewöhnliche Weise bis zum Äußersten ausgereizt. Gemächlichkeit lautet die Devise, die leisen Töne zwischen den Zeilen machen die Musik in diesem literarischen Text. Was an Ungeheurem passiert, geschieht wie beiläufig. Die Geschichte scheint harmlos, ist es aber nicht: Ein Mann verteidigt unbarmherzig seine privilegierte Welt und macht das mit einer Nonchalance, mit der noch kein Mörder ans Werk ging. Seine subtile Spannung bezieht das Werk nicht aus einer atemlosen Jagd nach dem Täter oder forensischer Akribie, sondern aus der ruhigen, langsamen Entwicklung der Handlung. Mit geradezu aufreizender Gelassenheit schlendert sie ihrem Höhepunkt entgegen. Beinahe übersieht man beim Lesen, auf welche Weise sich der Protagonist Leo Petermann tatsächlich jeglicher Störung seines Ruhestandes erwehrt: nämlich durch kaltblütigen Mord. Doch bei aller Gewissenlosigkeit besitzt er durchaus eine Art Ehrenkodex, und so motiviert ihn eben die Kaltblütigkeit und Raffgier seines Gegners, seine – Petermanns – Welt zu schützen, indem er den Gegner auf doch sehr gewohnte Weise ausschaltet. Ob und wie ihm das gelingt, hält die Neugier des Lesers auf hohem Niveau. Geschickt ruft der Autor mit den unaufgeregt dahinfließenden Zeilen und der scheinbar schlichten Sprache beim Leser ein stetig wachsendes Unbehagen hervor. Subtil, dezent, ironisch, amüsant.
Leo Petermann, ein kunstsinniger Mann, genießt auf seinem Landsitz seinen wohlverdienten Ruhestand. Er hört Opern, lässt sich ein Boot bauen, trinkt guten Whisky, kauft teure Antiquitäten, schätzt die Einsamkeit und liebt seine Geliebte, für die er sogar mordet, wenn sie bedrängt wird. Denn: Wird seine Ruhe gestört, weiß Petermann sich auf seine ganz eigene Art zu wehren. Doch jäh bricht Ungemach in die Idylle ein. Eine betrügerische Versicherung treibt ihr Unwesen und tötet alte wohlhabende Menschen. Petermanns ehemaliger Kompagnon recherchiert zu viel und stirbt unter mysteriösen Umständen. Auch Petermanns Vater ist bedroht. Petermann begibt sich daran, den Drahtzieher ausfindig zu machen und zur Strecke zu bringen. Feine Ironie begleitet seine Taten. Den Feinden tritt er charmant lächelnd gegenüber, er selbst bezeichnet dies als seine stärkste Waffe. Man glaubt es ihm. Unbeirrt verfolgt er sein Ziel und begießt zum Schluss die wiederhergestellte Ordnung mit einem Schluck Whisky. Und prostet dem Leser augenzwinkernd zu. Dieses Augenzwinkern begleitet den Leser durch den gesamten Roman. Die Geschichte kommt völlig anders daher als ein herkömmlicher Krimi oder Thriller, sozusagen auf leisen Pfoten, und sie ist souverän erzählt.

Über den Autor

Michael Böhm wurde im Jahr 1947 im Taunus geboren und verbrachte dort auch seine Kindheit und Jugend. Der gelernte Schriftsetzer-Meister war unter anderem jahrelang in der Datenverarbeitung von Großunternehmen tätig, seit einiger Zeit ist er im Ruhestand.

Der Autor schreibt seit seiner Jugendzeit, in der Schule war er Redaktionsmitglied der Schülerzeitung, danach erste Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien. Zwei Erzählungen erschienen unter dem Titel "Hirtmoor-Chronik". Später folgten die beiden Kriminalromane "Homer und die Tote vom Schlossberg" und "Homer und ein Freund aus alten Tagen". Michael Böhm ist verheiratet und lebt in Dachau bei München.