Michael Böhm hat mit einem Krimi über den eigenartigen Herrn Petermann den Friedrich-Glauser-Preis gewonnen. Er genießt es, als Autor moralisch unkorrekt zu sein.

Leo Petermann ist reich, er lebt an einem namenlosen See in Oberbayern, es dürfte der Ammersee sein. Petermann ist eigentlich ein sympathischer älterer Herr, vornehm, liebenswürdig und zurückhaltend - aber er tötet Menschen, die ihm auf die Nerven gehen.

Michael Böhm ist höflich. Er spricht sein Gegenüber im Café Eder in Dachau mit dem Namen an. Er hört zu und lässt seinen Gesprächspartner ausreden. Er hält sich an alle Vereinbarungen, die man getroffen hat. Böhm, 69, zeigt damit Respekt. Oder ist er einfach korrekt, wie so viele ältere Menschen, die in der Adenauer-Zeit groß geworden sind?

Den kompletten Artikel von Gerhard Fischer können Sie hier nachlesen.

Foto: Toni Heigl