Richter Rosenmair, der Dr. House vom Niederrhein. Gerade erst ist der pensionierte Richter Rosenmair ins beschauliche Waldniel am Niederrhein gezogen, da verdonnert ihn sein Arzt zu einem Nordic-Walking-Kurs. Rosenmair lässt sich nur sehr widerwillig auf das seiner Ansicht nach alberne Stöckegeklapper ein, und es berührt ihn auch nur am Rande, dass nach und nach einige seiner Mit-Walker unter rätselhaften Umständen zu Tode kommen, hält er doch ohnehin die meisten seiner Mitmenschen für entbehrlich. Rosenmair wird erst hellhörig, als im Zusammenhang mit den Morden plötzlich Wilhelm-Busch-Zitate auftauchen, mit denen er in seiner Zeit als Richter gerne seine Urteilssprüche garniert hat. Als sich herausstellt, dass die Morde wirklich mit seiner richterlichen Vergangenheit zu tun haben, ist Rosenmair persönlich beleidigt. Jetzt will er wissen, wer dahinter steckt. Püttjer und Bleecks Richter Rosenmair vereint in sich die gastfreundliche Art eines Basil Fawlty, das herzlich-gewinnende Wesen eines Dr. House und die Menschenliebe eines Thomas Bernhard. Er lebt am Niederrhein, mag gutes Essen, alte Filme und nur wenige Menschen, aber da die richtigen.