Der Preis in der Kategorie "Kinderkrimi" sowie "Jugendkrimi" ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Der oder die PreisträgerIn 2026 wird am Samstag, den 9. Mai 2026, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Salzburg verkündet und geehrt.

NominiertE für den GLAUSER 2026 in der Kategorie "Jugendkrimi"
(in alphabetischer Reihenfolge)
Alexandra Fischer-Hunold: Fräulein Florentines Gespür für Mord (Ueberreuter)
Antonia Michaelis und Peer Martin: Tomorrow Land (Oetinger)
Nina Scheweling: Academy of lies - Anatomie einer Verschwörung (Loewe)


Alexandra Fischer-Hunold
Fräulein Florentines Gespür für Mord (Ueberreuter)
(Foto © picture people )
Florentine Falkenberg kommt aus gutem Hause und rebelliert gegen die Konventionen ihrer Zeit, die für junge Frauen eine Heirat als Lebensziel vorsehen. Florentine studiert heimlich an der Charité und schreibt Artikel für eine Zeitung. Als Amandus Graf von Lauenburg auf seiner eigenen Hochzeit ermordet und ihr Bruder Leopold der Tat verdächtigt wird, nimmt Florentine auf eigene Faust die Ermittlungen auf und verfolgt die Spur des wahren Täters … Was bedeuten die letzten Worte, die das Mordopfer ihr zugeflüstert hat? Und wer sind die geheimnisvollen drei Schwestern, die offenbar mit dem Tod des Mannes in Verbindung stehen?
Alexandra Fischer-Hunold hat mit Fräulein Florentines Gespür für Mord einen spannenden, in der wilhelminischen Ära spielenden Kriminalroman mit einer klugen Protagonistin geschaffen, der sowohl sprachlich wie auch durch fein gezeichnete Charaktere und einen durchdachten Plot überzeugt.


Antonia Michaelis (Foto © Joerg Schwalfenberg) und Peer Martin (Foto © Catherine Martin)
Tomorrow Land (Oetinger)
Es beginnt mit einem Sturm, einem Unwetter. Das Klima ist außer Kontrolle. Wie so vieles in diesem dystopischen Politroman; im Einparteienstaat Deutschland. Unsere Protagonisten fliehen. Hannes, weil er im Gefängnis saß, und Moa, weil er als Nigerianer gar nicht hier sein dürfte. Gemeinsam mit Greta-Anna, der Tochter aus der Machtelite, werden sie Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes aufdecken.
Antonia Michaelis und Peer Martin drehen in ihrem düsteren Thriller die Temperatur so hoch, dass es bisweilen schwer auszuhalten ist. Das ist Absicht. Denn ihre Zukunft ohne Rechtsstaat, ohne Regen und ohne Hoffnung ist nicht weit entfernt. Die beiden schicken uns auf eine atemlose Lektüre, ziehen uns mit schillernden Figuren und temporeichen Gefahren in einen Sog, und verweben dabei die menschenverachtendsten Ideen vergangener Diktaturen mit den albtraumhaftesten Zukunftstechnologien. Geschaffen haben sie einen wichtigen, einen aufrüttelnden Jugendroman in der besten Tradition mahnender Klassiker.


Nina Scheweling
Academy of lies - Anatomie einer Verschwörung (Loewe)
(Foto © Peter Fraensemeier)
Quinn Schreiber will den Tod verstehen. Denn Quinn wird sterben. Ihr Spenderherz wird bald den Dienst versagen, die Chancen auf ein neues stehen schlecht. Deswegen studiert Quinn Medizin an einer Eliteuniversität, setzt sich mit den verschiedenen Todesarten auseinander und schottet sich von ihren Mitmenschen ab. Statt mit ihrer WG-Partnerin und den anderen Erstsemestern ihren 18. Geburtstag zu feiern, lässt sie sich in der Bibliothek einschließen und beobachtet den Mord am Rektor der Akademie. Wenig später stirbt eine Studentin. Ausgerechnet Quinns Bruder gerät ins Visier der Ermittlungen, dabei ist er „einer von den Guten“. Quinn muss herausfinden, was wirklich geschehen ist. Dafür muss sie den Lügen der Akademie auf die Spur kommen und sich dem Leben stellen.
Jury:
Heike Gerdes, Oliver Schlick, Elisabeth Herrmann, David Frogier de Ponlevoy und Anke Kemper (Juryrganisation)
(Die Aussschreibungen für das Jahr 2027 finden Sie hier.)