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News

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Jugendkrimi": Alexandra Fischer-Hunold

23. Feb. 2026
Kategorie: News

 Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor:

 

Fräulein Florentine
Alexandra Fischer Hunold Foto picture people

Alexandra Fischer-Hunold

Fräulein Florentines Gespür für Mord (Ueberreuter)

(Foto © picture people ) 

Florentine Falkenberg kommt aus gutem Hause und rebelliert gegen die Konventionen ihrer Zeit, die für junge Frauen eine Heirat als Lebensziel vorsehen. Florentine studiert heimlich an der Charité und schreibt Artikel für eine Zeitung. Als Amandus Graf von Lauenburg auf seiner eigenen Hochzeit ermordet und ihr Bruder Leopold der Tat verdächtigt wird, nimmt Florentine auf eigene Faust die Ermittlungen auf und verfolgt die Spur des wahren Täters … Was bedeuten die letzten Worte, die das Mordopfer ihr zugeflüstert hat? Und wer sind die geheimnisvollen drei Schwestern, die offenbar mit dem Tod des Mannes in Verbindung stehen?

Alexandra Fischer-Hunold hat mit Fräulein Florentines Gespür für Mord einen spannenden, in der wilhelminischen Ära spielenden Kriminalroman mit einer klugen Protagonistin geschaffen, der sowohl sprachlich wie auch durch fein gezeichnete Charaktere und einen durchdachten Plot überzeugt.


 

 


 

Nominiert für den Zürcher Krimipreis: SYNDIKATS-Mitglied Esther Rein

19. Feb. 2026
Kategorie: News
SYNDIKATS-Mitglied Esther Rein ist mit ihrem Titel "Hagenholz", dem zweiten Fall für Kommissarin Delphine Morel, nominiert für den Zürcher Krimipreis. 

Die Auszeichnung wird am 25. März 2026 verliehen. Der Zürcher Krimipreis ist mit CHF 2000,– dotiert. Unsere Daumen sind gedrückt!

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Debütroman": Peter Friedrich

18. Feb. 2026
Kategorie: News

Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.


Kafkarabesken
Friedrich Peter

Peter Friedrich

Kafkarabesken oder Die Ermittlungen (duotincta)

Foto © Ulrich Simon

Ein gewisser Franz K. ist spurlos verschwunden. Die Akte wird einem namenlosen Ermittler zugewiesen, von dem die Behörde schnelle Ergebnisse erwartet. Schon bald sieht sich der Ermittler mit dem mysteriösesten Fall seines Lebens konfrontiert.

Immer mehr bizarre Geschichten kommen ans Tageslicht – jede für sich ohne rechten Sinn und doch scheinen sie auf seltsame Weise miteinander verwoben. Wo ist Franz K.? Was ist mit ihm passiert? Was ist Realität, was bloße Fantasie? Peter Friedrich gelingt ein raffiniertes Verwirrspiel im Geiste Franz Kafkas. Mit den Mitteln eines Spannungsromans erzählt er in einem kaleidoskopartigen Gefüge von menschlichen Abgründen – von Wütenden und Wehrlosen, und von einem Ermittler, der von Scham und Schuld geprägt ist.

Kafkarabesken ist ein irritierender und verstörender Roman, der sich bewusst gängigen Genreerwartungen entzieht – literarisch anspruchsvoll und sprachlich präzise.

 

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Kurzkrimi": Sunil Mann

16. Feb. 2026
Kategorie: News

 Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor. 

 


sunil mann 490Sunil Mann 

In blinder Wut.

In: Blutige Lippe 5. (Ventura)

Ein Mann lebt nach der Flucht aus seiner Heimat in Deutschland. Er und seine Frau sind knapp keine Zaungäste mehr – wirklich angekommen sind sie nicht. Sie haben Arbeit, eine Wohnung und bekommen eine Tochter. Ihr Glück ist „spröde und überschaubar“. Doch eben dieses Glück wird wenige Jahre später durch ein unbegreifliches Verbrechen zerschlagen: Das Mädchen verschwindet spurlos. Was dem Mann bleiben, sind unermesslicher Schmerz und seine obsessive, fast rituelle Suche nach der Wahrheit. Tag für Tag kehrt er seitdem an den Ort des Verbrechens zurück, bis er eine Beobachtung macht, die ihn schließlich zum Handeln zwingt.

In blinder Wut handelt vom Fremdsein, stiller Hoffnung und einem Verlust, der alles verschlingt. Sunil Mann macht den kaum zu ertragenden Schmerz des Protagonisten beim Leser ebenso spürbar, wie die daraus resultierende Wut und Hilflosigkeit. Mit gleichermaßen feinfühliger wie präziser Sprache gelingt dem Autor eine starke Geschichte mit großer emotionaler Wucht.

 



 

Brot und Spiele Kurzgeschichtenpreis 2026 Jetzt mitmachen!

13. Feb. 2026
Kategorie: News

„Erzählen nach Stefan Zweig“ lautet das Motto des diesjährigen Brot und Spiele Kurzgeschichtenpreises. Gesucht werden herausragende, unveröffentlichte Kurzgeschichten und Essays, die in eigenständigen literarischen Zugängen die Themen Zweigs – vor allem seine Auseinandersetzung mit geschichtlichen Ereignissen und historischen Persönlichkeiten – aufgreifen und aktualisieren. An dem Wettbewerb teilnehmen können deutschsprachige AutorInnen im Alter von 20 bis 40 Jahren. Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Alle Details zu der Ausschreibung erfahrt ihr hier

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Kinderkrimi": Matthias Kröner

11. Feb. 2026
Kategorie: News

 

Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.


 Detektiv Ameisis

Matthias Kröner

Detektiv Ameisis (Beltz&Geldberg)

(Foto © Gabriele Kröner)

Matthias Kröner Gabriele Kröner

Der Aufzug ist kaputt, der Ventilator sowieso – in seinem Detektivbüro im 47. Stock hat sich Ameisenbär Ameisis längst damit abgefunden, ein Privatschnüffler ohne Aufträge zu sein. Dann tritt die Nashornfrau Nita in sein Leben. Plötzlich soll Ameisis nicht nur eine Entführung aufklären, sondern befindet sich inmitten eines Polit-Thrillers. Lebensgefährlich für ihn, seine Familie – und alle Bewohner der Außenbezirke. Denn der Schauplatz dieses Romans ist eine mit Tieren bevölkerte Stadt, in der Ungleichheit und Ausgrenzung längst zur Normalität geworden sind.

Mit schwebend-augenzwinkerndem Humor und scharfer politischer Feder hat Matthias Kröner eine Tierfabel entworfen, die rasant und zielsicher durch mehrere Themenfelder gleichzeitig tanzt. Was als lockere Persiflage auf den Film Noir beginnt, weitet sich zu einer Geschichte über Korruption, Klassenkampf und Verrat. Das alles in kindgerechter Sprache sowie einem Gespür für feine Komik. Ein wortmächtiges und gesellschaftskritisch hellwaches Buch.

 

 



  

 


 

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Kurzkrimi": Elsa Dix

09. Feb. 2026
Kategorie: News
Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.

    Ella Dix neu

Elsa Dix 

Schneekristall.

In: Mörderische Weihnacht überall. (HarperCollins)

„Ich schließe die Haustür auf, es riecht nach Schimmel, nicht nach Plätzchen und Zimt. Der Ofen ist kalt, neben der Spüle sehe ich die leere Flasche Glühwein.“ Mit diesem Schrecken beginnt das Unheil: Mama ist fort, spurlos verschwunden, an Heiligabend. Das ältere Kind übernimmt die Initiative. Es macht sich auf die Suche und erlebt, wie sich sein Vater und sein jüngerer Bruder immer mehr verschließen, den Halt unter den Füßen verlieren. Fünf Jahre und fünf Weihnachten lang. Die Bürde lastet immer schwerer, die Verantwortung für Bruder und Vater überfordert das Kind. Ein Horror, der kein Ende nimmt. Wird das Kind daran zerbrechen?

Aus der Perspektive dieses älteren Kindes schildert Elsa Dix in eindringlichen Worten eine Familie in Auflösung. Treffende Bilder und Details, metaphorisch grundiert, sprachlich brillant und fesselnd bis zum Ende. Menschen sind so unergründlich wie Schneekristalle, diese Geschichte ist auch so ein Kristall. Einzigartig. Kein Wort zu viel, keins zu wenig. Gänsehaut pur.

 


Nominierte für den GLAUSER-Preis 2026 in der Kategorie "Roman"!

04. Feb. 2026
Kategorie: News

Übersicht 2026 Nominierte RomanDer Preis in der Kategorie "Roman" ist mit 5.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert.

Der oder die PreisträgerIn 2026 wird am Samstag, den 9. Mai 2026, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Salzburg verkündet und geehrt.

 

 

 

 

 

 

Nominierte für den Glauser-Preis 2026 in der Kategorie "Roman":

(in alphabetischer Reihenfolge)

Wolfgang Maria Bauer: Kaltblut (C. Bertelsmann)

Vera Buck: Der dunkle Sommer (Rowohlt Polaris)

Zoran Drvenkar: ASA (Suhrkamp) 

Anne Freytag: Blaues Wunder (Kampa)

Cay Rademacher: Nacht der Ruinen (Dumont)



Wolfgang Maria Bauer

Kaltblut (C. Bertelsmann)

Foto © Elias Hassos

Der Roman Kaltblut spielt in einem Bergdorf vor der Kulisse der Alpen. Eine Hütte oberhalb des Dorfes explodiert während einer Feier, scheinbar ausgelöst durch eine vergessene Sprengladung. Elf Männer sterben in dem Inferno. Der Ort sucht einen Schuldigen und vermutet ihn in dem Sprengmeister Stubber. Er fällt auf, weil er anders ist, ein Einzelgänger und Außenseiter, deshalb gut geeignet als Zielscheibe.

„Uns biegt kein Wind“, ist sein Lieblingssatz. Behutsam und in Zeitsprüngen erzählt der Autor Wolfgang Maria Bauer die Geschichte der einzelnen Dorfbewohner, fördert zutage, was lieber verborgen bliebe. Er gibt dem Leser die Möglichkeit, sich den Personen zu nähern, dem Pfarrer, seiner Haushälterin, den Frauen und nicht zuletzt Stubber und seinem Verbleiben in dem Dorf.  Ein mitreißendes Leseerlebnis voller Wucht und Schönheit.


 

   Der dunkle SommerVera Buck Copyright Asja CaspariVera Buck

Der dunkle Sommer (Rowohlt Polaris)

Foto © Asja Caspari

Ein Angebot, dem niemand widerstehen kann. Ein Haus in Italien für nur einen Euro. Was klingt wie ein Hauptgewinn, entwickelt sich für Architektin Tilda und Journalist Enzo zu einem Alptraum, in dem es mehr Geister und Geheimnisse als Antworten zu geben scheint. Ist der alte Silvio wirklich der Einzige, der die Wahrheit kennt? Was hat sich in den alten Mauern des Hauses abgespielt?

Vera Buck entwickelt in Der dunkle Sommer eine atmosphärisch dichte Krimihandlung und hält gekonnt die Spannung. Dass sie in Italien studiert hat, zahlt sich aus. Sie nimmt den Leser mit und beschreibt die Verhältnisse auf Sardinien glaubhaft und bildreich. Düster, dicht und packend erzählt Buck aus wechselnden Perspektiven und erwischt ihre Leser emotional. Keine ihrer Figuren ist „frei von Schuld“, niemand ein Superheld oder durchgehend böse. Es geht um falsche Hoffnungen und falsche Entscheidungen. Das verleiht dem Buch eine sehr menschliche Ebene, die vollkommen begeistert.

 

 

 

 Asa
Zoran Drvenkar copyright Corinna BernburgZoran Drvenkar

ASA (Suhrkamp) 

Foto © Corinna Bernburg

Asa hat eine grausame Prüfung überlebt, wurde von ihrer Familie verraten und kämpft nun als getriebene Rächerin gegen mörderische Familientraditionen.

Dieser Roman ist ein literarisches Experiment, ein moralischer Abgrund. Ein Roman, der uns nicht nur fesselt, sondern zutiefst verstört – und genau das ist seine Größe. Sprachlich fulminant, großartig erzählt, dieses Buch ist ein Erlebnis.

Drvenkar schreibt nicht linear. Er schreibt in Splittern, in Stimmen, in Perspektiven, die sich verschieben und ineinander verkrallen. ASA ist wie ein Prisma: Jeder Blickwinkel zeigt ein anderes Licht – oder vielmehr einen neuen Schatten.

Dieser Roman ist eine Zumutung im besten Sinne. Er tut weh. Drvenkars Sprache ist kompromisslos, direkt, rhythmisch. Seine Sätze sind fast physisch spürbar. Er schreibt, als schneide er mit einem Skalpell. Jedes Kapitel trifft. Jede Figur atmet, blutet, man kann dieses Buch nicht einfach lesen – man muss es aushalten.


 

Blaues Wunder
freytag anne 12493 Foto Studio TascaAnne Freytag

Blaues Wunder (Kampa)

Foto © Studio Tasca

Der Roman Blaues Wunder von Anne Freytag drängt sich nicht auf. Der Sommer auf dem Meer wird leise erzählt.

Drei Paare und ein mysteriöser Sohn auf einer Luxusyacht in philippinischen Gewässern. Was nach traumhaftem Urlaub klingt, entpuppt sich als toxisches Assessment-Center. Durch die Perspektiven der Ehefrauen werden subtile Machtspiele seziert. Aus zunächst nur dekorativen Begleiterinnen entwickeln sich weitblickende Beobachterinnen.

Mit sprachlicher Sensibilität und psychologischer Genauigkeit erzählt dieser Roman von zwischenmenschlichen Dynamiken, die nicht am großen Knall zerbrechen, sondern an feinen Rissen. Er zeigt, dass Spannung auch aus Stille entstehen kann. Und dass Literatur dort am stärksten ist, wo sie uns mit unseren eigenen Gefühlen konfrontiert, ohne sie zu erklären.

Der Roman ist eine schonungslose Analyse ökonomischer Abhängigkeiten und patriarchaler Strukturen und zeigt, wie schwer es ist, sich aus diesen Abhängigkeiten zu befreien.

Ein Leseerlebnis, das lange nachhallt.

 


 

Nacht der Ruinen
RADEMACHER CAY c Johanna Zimmermann F25 C kleinCay Rademacher

Nacht der Ruinen (Dumont)

 Foto © Johanna Zimmermann

Ein spannender und hervorragend recherchierter historischer Kriminalroman aus Köln, kurz vor Kriegsende 1945: Die alliierten Truppen haben die zerstörte Stadt erreicht, der Rhein ist jetzt die neue Front. Mit den amerikanischen Verbänden kommt auch der junge Soldat Joe Salmon in die Domstadt, ein Kölner Jude, der vor dem Krieg nur mit knapper Not aus seiner Heimat fliehen konnte. Er erhält den Auftrag, den Lynchmord an einem amerikanischen Piloten aufzuklären.

Eine dramatische Odyssee durch die fast menschenleere Stadt beginnt. Joe sucht in den noch rauchenden Trümmern aber nicht nur den Mörder oder die Mörderin. Er möchte auch alte Freunde und seine große Liebe wiederfinden. Und ahnt nicht, dass sie ein Schlüssel für die Lösung seines Falls sind.

Mit Nacht der Ruinen ist Cay Rademacher wieder ein brillanter, unglaublich dicht geschriebener Krimi gelungen, der bis zum Ende fesselt und kluge Fragen nach der Bedeutung von Wahrheit und Schuld in Zeiten des Krieges stellt

 

 


Für den Glauser-Preis 2026 konnten bis zum 30. November 2025 deutschsprachige Kriminalromane von Verlagen eingereicht werden, deren Erscheinungstermin zwischen Dezember 2024 und November 2025 lag (Originalausgaben). 

Jury: Ursula Hahnenberg, Hendrik Berg, Peter Märkert, Bernhard Aichner, Klaudia Blasl, Andreas Russenberger, Thea Krüger und Lena Johannson  (Jury-Organisation)


(Die Aussschreibungen für das Jahr 2027 finden Sie hier.)

 

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