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News

Brot und Spiele Kurzgeschichtenpreis 2026 Jetzt mitmachen!

13. Feb. 2026
Kategorie: News

„Erzählen nach Stefan Zweig“ lautet das Motto des diesjährigen Brot und Spiele Kurzgeschichtenpreises. Gesucht werden herausragende, unveröffentlichte Kurzgeschichten und Essays, die in eigenständigen literarischen Zugängen die Themen Zweigs – vor allem seine Auseinandersetzung mit geschichtlichen Ereignissen und historischen Persönlichkeiten – aufgreifen und aktualisieren. An dem Wettbewerb teilnehmen können deutschsprachige AutorInnen im Alter von 20 bis 40 Jahren. Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Alle Details zu der Ausschreibung erfahrt ihr hier

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Kinderkrimi": Matthias Kröner

11. Feb. 2026
Kategorie: News

 

Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.


 Detektiv Ameisis

Matthias Kröner

Detektiv Ameisis (Beltz&Geldberg)

(Foto © Gabriele Kröner)

Matthias Kröner Gabriele Kröner

Der Aufzug ist kaputt, der Ventilator sowieso – in seinem Detektivbüro im 47. Stock hat sich Ameisenbär Ameisis längst damit abgefunden, ein Privatschnüffler ohne Aufträge zu sein. Dann tritt die Nashornfrau Nita in sein Leben. Plötzlich soll Ameisis nicht nur eine Entführung aufklären, sondern befindet sich inmitten eines Polit-Thrillers. Lebensgefährlich für ihn, seine Familie – und alle Bewohner der Außenbezirke. Denn der Schauplatz dieses Romans ist eine mit Tieren bevölkerte Stadt, in der Ungleichheit und Ausgrenzung längst zur Normalität geworden sind.

Mit schwebend-augenzwinkerndem Humor und scharfer politischer Feder hat Matthias Kröner eine Tierfabel entworfen, die rasant und zielsicher durch mehrere Themenfelder gleichzeitig tanzt. Was als lockere Persiflage auf den Film Noir beginnt, weitet sich zu einer Geschichte über Korruption, Klassenkampf und Verrat. Das alles in kindgerechter Sprache sowie einem Gespür für feine Komik. Ein wortmächtiges und gesellschaftskritisch hellwaches Buch.

 

 



  

 


 

Vorstellung der GLAUSER-Nominierten 2026: Kategorie "Kurzkrimi": Elsa Dix

09. Feb. 2026
Kategorie: News
Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.

    Ella Dix neu

Elsa Dix 

Schneekristall.

In: Mörderische Weihnacht überall. (HarperCollins)

„Ich schließe die Haustür auf, es riecht nach Schimmel, nicht nach Plätzchen und Zimt. Der Ofen ist kalt, neben der Spüle sehe ich die leere Flasche Glühwein.“ Mit diesem Schrecken beginnt das Unheil: Mama ist fort, spurlos verschwunden, an Heiligabend. Das ältere Kind übernimmt die Initiative. Es macht sich auf die Suche und erlebt, wie sich sein Vater und sein jüngerer Bruder immer mehr verschließen, den Halt unter den Füßen verlieren. Fünf Jahre und fünf Weihnachten lang. Die Bürde lastet immer schwerer, die Verantwortung für Bruder und Vater überfordert das Kind. Ein Horror, der kein Ende nimmt. Wird das Kind daran zerbrechen?

Aus der Perspektive dieses älteren Kindes schildert Elsa Dix in eindringlichen Worten eine Familie in Auflösung. Treffende Bilder und Details, metaphorisch grundiert, sprachlich brillant und fesselnd bis zum Ende. Menschen sind so unergründlich wie Schneekristalle, diese Geschichte ist auch so ein Kristall. Einzigartig. Kein Wort zu viel, keins zu wenig. Gänsehaut pur.

 


Nominierte für den GLAUSER-Preis 2026 in der Kategorie "Roman"!

04. Feb. 2026
Kategorie: News

Übersicht 2026 Nominierte RomanDer Preis in der Kategorie "Roman" ist mit 5.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert.

Der oder die PreisträgerIn 2026 wird am Samstag, den 9. Mai 2026, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Salzburg verkündet und geehrt.

 

 

 

 

 

 

Nominierte für den Glauser-Preis 2026 in der Kategorie "Roman":

(in alphabetischer Reihenfolge)

Wolfgang Maria Bauer: Kaltblut (C. Bertelsmann)

Vera Buck: Der dunkle Sommer (Rowohlt Polaris)

Zoran Drvenkar: ASA (Suhrkamp) 

Anne Freytag: Blaues Wunder (Kampa)

Cay Rademacher: Nacht der Ruinen (Dumont)



Wolfgang Maria Bauer

Kaltblut (C. Bertelsmann)

Foto © Elias Hassos

Der Roman Kaltblut spielt in einem Bergdorf vor der Kulisse der Alpen. Eine Hütte oberhalb des Dorfes explodiert während einer Feier, scheinbar ausgelöst durch eine vergessene Sprengladung. Elf Männer sterben in dem Inferno. Der Ort sucht einen Schuldigen und vermutet ihn in dem Sprengmeister Stubber. Er fällt auf, weil er anders ist, ein Einzelgänger und Außenseiter, deshalb gut geeignet als Zielscheibe.

„Uns biegt kein Wind“, ist sein Lieblingssatz. Behutsam und in Zeitsprüngen erzählt der Autor Wolfgang Maria Bauer die Geschichte der einzelnen Dorfbewohner, fördert zutage, was lieber verborgen bliebe. Er gibt dem Leser die Möglichkeit, sich den Personen zu nähern, dem Pfarrer, seiner Haushälterin, den Frauen und nicht zuletzt Stubber und seinem Verbleiben in dem Dorf.  Ein mitreißendes Leseerlebnis voller Wucht und Schönheit.


 

   Der dunkle SommerVera Buck Copyright Asja CaspariVera Buck

Der dunkle Sommer (Rowohlt Polaris)

Foto © Asja Caspari

Ein Angebot, dem niemand widerstehen kann. Ein Haus in Italien für nur einen Euro. Was klingt wie ein Hauptgewinn, entwickelt sich für Architektin Tilda und Journalist Enzo zu einem Alptraum, in dem es mehr Geister und Geheimnisse als Antworten zu geben scheint. Ist der alte Silvio wirklich der Einzige, der die Wahrheit kennt? Was hat sich in den alten Mauern des Hauses abgespielt?

Vera Buck entwickelt in Der dunkle Sommer eine atmosphärisch dichte Krimihandlung und hält gekonnt die Spannung. Dass sie in Italien studiert hat, zahlt sich aus. Sie nimmt den Leser mit und beschreibt die Verhältnisse auf Sardinien glaubhaft und bildreich. Düster, dicht und packend erzählt Buck aus wechselnden Perspektiven und erwischt ihre Leser emotional. Keine ihrer Figuren ist „frei von Schuld“, niemand ein Superheld oder durchgehend böse. Es geht um falsche Hoffnungen und falsche Entscheidungen. Das verleiht dem Buch eine sehr menschliche Ebene, die vollkommen begeistert.

 

 

 

 Asa
Zoran Drvenkar copyright Corinna BernburgZoran Drvenkar

ASA (Suhrkamp) 

Foto © Corinna Bernburg

Asa hat eine grausame Prüfung überlebt, wurde von ihrer Familie verraten und kämpft nun als getriebene Rächerin gegen mörderische Familientraditionen.

Dieser Roman ist ein literarisches Experiment, ein moralischer Abgrund. Ein Roman, der uns nicht nur fesselt, sondern zutiefst verstört – und genau das ist seine Größe. Sprachlich fulminant, großartig erzählt, dieses Buch ist ein Erlebnis.

Drvenkar schreibt nicht linear. Er schreibt in Splittern, in Stimmen, in Perspektiven, die sich verschieben und ineinander verkrallen. ASA ist wie ein Prisma: Jeder Blickwinkel zeigt ein anderes Licht – oder vielmehr einen neuen Schatten.

Dieser Roman ist eine Zumutung im besten Sinne. Er tut weh. Drvenkars Sprache ist kompromisslos, direkt, rhythmisch. Seine Sätze sind fast physisch spürbar. Er schreibt, als schneide er mit einem Skalpell. Jedes Kapitel trifft. Jede Figur atmet, blutet, man kann dieses Buch nicht einfach lesen – man muss es aushalten.


 

Blaues Wunder
freytag anne 12493 Foto Studio TascaAnne Freytag

Blaues Wunder (Kampa)

Foto © Studio Tasca

Der Roman Blaues Wunder von Anne Freytag drängt sich nicht auf. Der Sommer auf dem Meer wird leise erzählt.

Drei Paare und ein mysteriöser Sohn auf einer Luxusyacht in philippinischen Gewässern. Was nach traumhaftem Urlaub klingt, entpuppt sich als toxisches Assessment-Center. Durch die Perspektiven der Ehefrauen werden subtile Machtspiele seziert. Aus zunächst nur dekorativen Begleiterinnen entwickeln sich weitblickende Beobachterinnen.

Mit sprachlicher Sensibilität und psychologischer Genauigkeit erzählt dieser Roman von zwischenmenschlichen Dynamiken, die nicht am großen Knall zerbrechen, sondern an feinen Rissen. Er zeigt, dass Spannung auch aus Stille entstehen kann. Und dass Literatur dort am stärksten ist, wo sie uns mit unseren eigenen Gefühlen konfrontiert, ohne sie zu erklären.

Der Roman ist eine schonungslose Analyse ökonomischer Abhängigkeiten und patriarchaler Strukturen und zeigt, wie schwer es ist, sich aus diesen Abhängigkeiten zu befreien.

Ein Leseerlebnis, das lange nachhallt.

 


 

Nacht der Ruinen
RADEMACHER CAY c Johanna Zimmermann F25 C kleinCay Rademacher

Nacht der Ruinen (Dumont)

 Foto © Johanna Zimmermann

Ein spannender und hervorragend recherchierter historischer Kriminalroman aus Köln, kurz vor Kriegsende 1945: Die alliierten Truppen haben die zerstörte Stadt erreicht, der Rhein ist jetzt die neue Front. Mit den amerikanischen Verbänden kommt auch der junge Soldat Joe Salmon in die Domstadt, ein Kölner Jude, der vor dem Krieg nur mit knapper Not aus seiner Heimat fliehen konnte. Er erhält den Auftrag, den Lynchmord an einem amerikanischen Piloten aufzuklären.

Eine dramatische Odyssee durch die fast menschenleere Stadt beginnt. Joe sucht in den noch rauchenden Trümmern aber nicht nur den Mörder oder die Mörderin. Er möchte auch alte Freunde und seine große Liebe wiederfinden. Und ahnt nicht, dass sie ein Schlüssel für die Lösung seines Falls sind.

Mit Nacht der Ruinen ist Cay Rademacher wieder ein brillanter, unglaublich dicht geschriebener Krimi gelungen, der bis zum Ende fesselt und kluge Fragen nach der Bedeutung von Wahrheit und Schuld in Zeiten des Krieges stellt

 

 


Für den Glauser-Preis 2026 konnten bis zum 30. November 2025 deutschsprachige Kriminalromane von Verlagen eingereicht werden, deren Erscheinungstermin zwischen Dezember 2024 und November 2025 lag (Originalausgaben). 

Jury: Ursula Hahnenberg, Hendrik Berg, Peter Märkert, Bernhard Aichner, Klaudia Blasl, Andreas Russenberger, Thea Krüger und Lena Johannson  (Jury-Organisation)


(Die Aussschreibungen für das Jahr 2027 finden Sie hier.)

 

Nominierte für den GLAUSER-Preis 2026 in der Kategorie "Debütroman"!

04. Feb. 2026
Kategorie: News

Übersicht 2026 Nominierte Debüt
Der Preis in der Kategorie "Debütroman" ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert.

Der oder die PreisträgerIn 2026 wird am Samstag, den 9. Mai 2026, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Salzburg verkündet und geehrt.

 

 

 

 

 

Nominierte für den GLAUSER-Preis 2026 in der Kategorie "Debütroman":

(in alphabetischer Reihenfolge)

Peter Friedrich: Kafkarabesken oder Die Ermittlungen (duotincta)

Susanne Kaiser: Riot Girl (Wunderlich)

Robert Lackner: Seidenstrasse (Kremayr &Scheriau)

Tim Sünderhauf: Die Wölfe unter uns (dtv)  

Chris Warnat: 15 Sekunden (Penguin)



Kafkarabesken
Friedrich Peter

Peter Friedrich

Kafkarabesken oder Die Ermittlungen (duotincta)

Foto © Ulrich Simon

Ein gewisser Franz K. ist spurlos verschwunden. Die Akte wird einem namenlosen Ermittler zugewiesen, von dem die Behörde schnelle Ergebnisse erwartet. Schon bald sieht sich der Ermittler mit dem mysteriösesten Fall seines Lebens konfrontiert.

Immer mehr bizarre Geschichten kommen ans Tageslicht – jede für sich ohne rechten Sinn und doch scheinen sie auf seltsame Weise miteinander verwoben. Wo ist Franz K.? Was ist mit ihm passiert? Was ist Realität, was bloße Fantasie? Peter Friedrich gelingt ein raffiniertes Verwirrspiel im Geiste Franz Kafkas. Mit den Mitteln eines Spannungsromans erzählt er in einem kaleidoskopartigen Gefüge von menschlichen Abgründen – von Wütenden und Wehrlosen, und von einem Ermittler, der von Scham und Schuld geprägt ist.

Kafkarabesken ist ein irritierender und verstörender Roman, der sich bewusst gängigen Genreerwartungen entzieht – literarisch anspruchsvoll und sprachlich präzise.

 


 

Riot Girl
Susanne Kaiser
Susanne Kaiser

Riot Girl (Wunderlich)  

Foto © Sima Deghani

Eine Protestbewegung junger Frauen rückt mit radikalen Aktionen in den Fokus der Öffentlichkeit. Um die Gruppierung und ihre Ziele zu durchleuchten, wird LKA-Ermittlerin Obalski undercover in ein Münchner Jugendamt eingeschleust. Mit präziser Beobachtungsgabe und analytischer Schärfe nähert sie sich der Gruppe – doch die Zeit arbeitet gegen sie.

Eindrücklich zeigt Susanne Kaiser mit Riot Girl, wie verletzliche junge Menschen in extremistische Dynamiken geraten: nicht aus ideologischer Überzeugung, sondern aus Ohnmacht und dem Wunsch, gehört zu werden und Zuspruch zu finden. Mit wenigen Sätzen zeichnet Kaiser Mitarbeitende des Jugendamts, Polizisten, überforderte Eltern und wütende Jugendliche. Beim Lesen entsteht ein Sog, man fragt sich atemlos, in welcher Katastrophe diese Geschichte enden wird, ein Roman, der wehtut.

Der Blick der Autorin bleibt Empathisch, ohne Gewalt zu relativieren. Riot Girl stellt nicht den Anspruch, Lösungen aufzuzeigen. Doch dieses Debüt wirft wichtige Fragen auf, denen wir uns als Gesellschaft stellen müssen.

 

 

Seidenstraße
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Robert Lackner

Seidenstrasse (Kremayr &Scheriau)

Foto © privat

Ein Handelsabkommen mit China steht kurz vor dem Abschluss, doch wütende Proteste im Hamburger Hafen und eine brutal ermordete chinesische Unternehmensberaterin gefährden die Verhandlungen. Der Sicherheitschef des Hamburger Hafens, Max Oster, der kurz zuvor mit der Toten in der Oper war, steht schnell als Hauptverdächtiger fest. Gemeinsam mit der Investigativ-Journalistin Laura Schneider macht er sich auf die Suche nach den wahren Tätern und stößt dabei auf ein Dickicht aus Machtspielen, Intrigen und persönlichen Animositäten, in dem Werte wie Moral und Demokratie zu hohlen Phrasen verkommen. Politiker, Unternehmer, Geheimdienste, Presse und Polizei verfolgen ihre eigenen Interessen und sind nicht zimperlich in der Wahl ihrer Mittel.

Robert Lackner erzählt vor dem Hintergrund der weltweiten chinesischen Wirtschaftsexpansion, die als „Neue Seidenstraße“ firmiert, und dem eskalierenden Konflikt im südchinesischen Meer diese komplexe Gemengelage gekonnt als rasanten, spannenden und aktuellen Politthriller.



 

Die Wölfe unter uns
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Tim Sünderhauf

Die Wölfe unter uns (dtv)  

Foto © SIMOarts

Der 30-jährige Krieg tobt in Europa. Johann und seine Familie fliehen mit dem Schutz des Markgrafen in einen abgelegenen protestantischen Ort im Fichtelgebirge. Sie werden als Reformierte kalt empfangen, außerdem wundert sich Johann, dass es in dem Ort keine Kinder gibt. Dies will der Markgraf erkunden und schickt den hünenhaften, wortkargen Wildhüter Hildner mit Musketieren ins Dorf. Die Erwachsenen machen schicksalsergeben den „Wilden Jäger“ für das Verschwinden verantwortlich. Anstatt die Kinder zu suchen, widmen sie sich dem blutig werdenden Krieg gegen die Häretiker, Johanns Familie. Der Bub forscht alleine, befreundet sich mit Hildner. Sie entdecken Unglaubliches. Tim Sünderhauf schafft es, die Zeit der Religionskriege geradezu zu malen. Man taucht tief in die Ängste, Hoffnungen, Glaubensvorstellungen, Sehnsüchte, kurzum in die Lebensumstände der Figuren ein. Der Spannungsbogen gleicht einer Spirale, die sich immer enger windet und mit jedem Kapitel atemloser die Seiten umblättern lässt.


 

 

15 Sekunden
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Chris Warnat

15 Sekunden (Penguin)

Foto © Dominik Roessler

„15 Sekunden“ schafft etwas, das an die Werke von Jussi Adler-Olsen denken lässt, nämlich, beides gleichzeitig zu sein: ein Thriller, der von der ersten Seite an packt, und ein Ermittlungsroman mit glaubwürdiger Darstellung der Polizeiarbeit.

Geschickt baut die Autorin ihr Rätsel rund um einen Unfall im nächtlichen Wald und eine verborgene Waldhütte voller geronnenen Blutes. Wir verfolgen die Protagonistin tiefer und tiefer hinein in Schuldgefühle und eine persönliche Betroffenheit die weit zurückreicht in Kindheitserinnerungen. Hierbei beweist die Autorin ein für ein Debüt erstaunliches Gespür für die Konstruktion eines Thrillers, in dem – wie es sich für einen modernen Roman dieses Genres gehört – am Ende die Vergangenheit ihre Klauen nach der Protagonistin ausstreckt.

Nicht zuletzt erschafft die Autorin mit der Rechtsmedizinerin Farah Rosendahl und dem Kriminalhauptkommissar Wase Rahimi ein Figurenduo, deren Beziehung mit den üblichen Klischees bricht und allein dadurch überrascht.

 

Für den GLAUSER-Preis 2026 konnten bis zum 30. November 2025 deutschsprachige Kriminalromane von Verlagen eingereicht werden, deren Erscheinungstermin zwischen Dezember 2024 und November 2025 lag (Originalausgaben). 

 

Jury:

Sabina Naber, Jürgen Heimbach, Kathrin Lange, Caroline Seibt, Daniele Palu und Elke Pistor (Jury-Organisation)

(Die Aussschreibungen für das Jahr 2027 finden Sie hier)  


 

Nominierte für den GLAUSER-Preis 2026 in der Kategorie "Kurzkrimi"!

04. Feb. 2026
Kategorie: News
Übersicht 2026 Nominierte KurzkrimiDer Preis in der Kategorie "Kurzkrimi" ist mit 1.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert.

Der oder die PreisträgerIn 2026 wird am Samstag, den 9. Mai 2026, im Rahmen der CRIMINALE in Salzburg verkündet und geehrt.

 

 

 

 

 

 

Nominierte für den GLAUSER-Preis 2026 in der Kategorie "Kurzkrimi":

(in alphabetischer Reihenfolge)

Elsa Dix: Schneekristall. In: Mörderische Weihnacht überall. (HarperCollins)

Sunil Mann: In blinder Wut. In: Blutige Lippe 5. (Ventura)

Elke Pistor: Zu kurz. So lang. Ein Jahr. In: Festlich morden (Emons)

Regula Venske: Schnick Schnack Schnucki – schrecklicher als der Tod. In: Schaurige Orte an der Nordsee. (Gmeiner)

Fenna Williams: Frosty the Snowman. In: Festlich morden. (Emons)

 

 

dix elsa copyright Meike Reiners

Elsa Dix (Foto © Meike Reiners ) 

Schneekristall.

In: Mörderische Weihnacht überall. (HarperCollins)

„Ich schließe die Haustür auf, es riecht nach Schimmel, nicht nach Plätzchen und Zimt. Der Ofen ist kalt, neben der Spüle sehe ich die leere Flasche Glühwein.“ Mit diesem Schrecken beginnt das Unheil: Mama ist fort, spurlos verschwunden, an Heiligabend. Das ältere Kind übernimmt die Initiative. Es macht sich auf die Suche und erlebt, wie sich sein Vater und sein jüngerer Bruder immer mehr verschließen, den Halt unter den Füßen verlieren. Fünf Jahre und fünf Weihnachten lang. Die Bürde lastet immer schwerer, die Verantwortung für Bruder und Vater überfordert das Kind. Ein Horror, der kein Ende nimmt. Wird das Kind daran zerbrechen?

Aus der Perspektive dieses älteren Kindes schildert Elsa Dix in eindringlichen Worten eine Familie in Auflösung. Treffende Bilder und Details, metaphorisch grundiert, sprachlich brillant und fesselnd bis zum Ende. Menschen sind so unergründlich wie Schneekristalle, diese Geschichte ist auch so ein Kristall. Einzigartig. Kein Wort zu viel, keins zu wenig. Gänsehaut pur.

 

 

 

sunil mann 490Sunil Mann 

In blinder Wut.

In: Blutige Lippe 5. (Ventura)

Ein Mann lebt nach der Flucht aus seiner Heimat in Deutschland. Er und seine Frau sind knapp keine Zaungäste mehr – wirklich angekommen sind sie nicht. Sie haben Arbeit, eine Wohnung und bekommen eine Tochter. Ihr Glück ist „spröde und überschaubar“. Doch eben dieses Glück wird wenige Jahre später durch ein unbegreifliches Verbrechen zerschlagen: Das Mädchen verschwindet spurlos. Was dem Mann bleiben, sind unermesslicher Schmerz und seine obsessive, fast rituelle Suche nach der Wahrheit. Tag für Tag kehrt er seitdem an den Ort des Verbrechens zurück, bis er eine Beobachtung macht, die ihn schließlich zum Handeln zwingt.

In blinder Wut handelt vom Fremdsein, stiller Hoffnung und einem Verlust, der alles verschlingt. Sunil Mann macht den kaum zu ertragenden Schmerz des Protagonisten beim Leser ebenso spürbar, wie die daraus resultierende Wut und Hilflosigkeit. Mit gleichermaßen feinfühliger wie präziser Sprache gelingt dem Autor eine starke Geschichte mit großer emotionaler Wucht.

 

 

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Elke Pistor  (Foto © Maigut Fotografie) 

Zu kurz. So lang. Ein Jahr.

In: Festlich morden. (Emons)

„Innen da ist Schmerz. Da ist Zerreißen. Da ist Leere.“ Und diese Leere, dieses Zerreißen stellt Elke Pistor in ihrer Geschichte so eindrücklich und mitreißend dar, dass man die Gefühle als LeserIn nachempfinden kann. So kurz. So lang. Ein Jahr. ist eine Kurzgeschichte, bei der das Ende der Anfang und der Anfang das Ende ist. Kunstvoll zeichnet Elke Pistor ein Jahr im Leben einer Mutter nach, Schicht für Schicht, bis zu jenem Tag, an dem ihr Leben aus den Fugen gerät. Wir erleben ihren Schockzustand, ihre Sprachlosigkeit, ihre Taubheit und den Versuch, zurück ins Leben zu finden, nachdem ihr Kind ermordet wurde, und sehen ihr dabei zu, wie sie all ihre Kraft sammelt, um dieses Verbrechen zu rächen.

Elke Pistor schreibt tiefsinnig, sensibel, aufrüttelnd, oft leise, düster, eindrücklich und einprägend. Die Autorin malt Bilder mit Worten, die schockieren, wütend, traurig, nachdenklich machen und lange nach dem Lesen nachhallen. „Zu kurz. So lang. Ein Jahr“ ist ein Kurzkrimi, den man nicht so schnell vergisst.

 

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Regula Venske (Foto © Isabel Mahns-Techau) 

Schnick Schnack Schnucki – schrecklicher als der Tod.

In: Schaurige Orte an der Nordsee. (Gmeiner) 

Regula Venske erzählt eine intelligente Krimikurzgeschichte, die genauso gut geplant ist wie das Verbrechen, das begangen wird und die Leserschaft mit einer Botschaft zurücklässt: Vergessenwerden ist schrecklicher als der Tod. Es ist eine Geschichte, die trotz oder gerade wegen ihrer Kürze eine Aussagekraft erhält, die ein Echo erzeugt, dabei aber charmant und mit einem Augenzwinkern zu überzeugen versteht. So wird der Langeooger Dünenfriedhof Ort einer einfühlsamen Erzählung, die auf einfache Schauermomente verzichtet und stattdessen bewegte Historie mit der Gegenwart verbindet und dabei eine Hauptfigur zeichnet, deren Emotionen nachfühlbar beschrieben werden, selbst wenn sie zur Mörderin wird.

Das Verbrechen selbst wird hierbei fast zum Nebendarsteller, ist jedoch in seiner Einfachheit ebenso simpel wie genial. Schnick Schnack Schnucki – schrecklicher als der Tod verspricht Unterhaltung, Cosy Crime und am Ende eine tiefe Nachdenklichkeit, wie es sonst nur bei ganzen Romanen möglich ist.

 

 

Fenna Williams fenna williams 2738 Foto Saskia Marloh(Foto © Saskia Marloh) 

Frosty the Snowman. 

In: Festlich morden. (Emons)

„Ich würde alles dafür tun, Lokführer zu werden.“ Und der Protagonist Marty wird Reichsbahner. Mit Haut und Haar. Doch diesen Traumjob gibt es in der ehemaligen DDR nicht umsonst. Aus Marty wird Frosty, the Snowman, ein Stasi-Spitzel, der auch nicht davor zurückschreckt, seine Nachbarn und besten Freunde zu denunzieren. Genau die Freunde, die sich um ihn kümmerten, nachdem sein Vater in den Westen geflohen war, wodurch aus Marty der Sohn eines Verräters wurde. Seine Freunde verhelfen ihm auch, seinen Traum zu erreichen. Nach langer Zeit erfährt Marty, dass er selbst von den Menschen manipuliert und missbraucht wurde, denen er am meisten vertraut hat. Spannend, eindrucksvoll und ergreifend, in schnörkelloser Sprache, zeichnet Fenna Williams das Bild eines Mannes zwischen Scham und Schuld nach. Kunstvoll verwebt die Autorin dafür zwei Erzählstränge miteinander, die nach und nach das ganze Ausmaß der Tragödie enthüllen. Eine Geschichte über Verrat und Freundschaft in einer dunklen Zeit. Ein Krimi mit Tiefgang!


  

 

Für den GLAUSER, den Autorenpreis deutscher Kriminalliteratur 2026, konnten bis zum 30. November 2025 deutschsprachige Kurzkrimis von AutorInnen eingereicht werden, deren Erscheinungstermin zwischen Dezember 2024 und November 2025 lag (Originalausgaben). 

 

Jury:  Petra Mattfeldt, Jennifer B. Wind, Franziska Henze,  Martin Meyer und Ellen Schmidt (Jury-Organisation).

 

(Die Aussschreibung für das Jahr 2027 finden Sie hier)  

 


 

Nominierte für den GLAUSER 2026 in der Kategorie "Jugendkrimi"

04. Feb. 2026
Kategorie: News

Der Preis in der Kategorie "Kinderkrimi" sowie "Jugendkrimi" ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Der oder die PreisträgerIn 2026 wird am Samstag, den 9. Mai  2026, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Salzburg verkündet und geehrt.

Übersicht2026 Nominierte Jugendkrimi

NominiertE für den GLAUSER 2026 in der Kategorie "Jugendkrimi"

(in alphabetischer Reihenfolge)

Alexandra Fischer-Hunold: Fräulein Florentines Gespür für Mord (Ueberreuter)

Antonia Michaelis und Peer Martin: Tomorrow Land (Oetinger)

Nina Scheweling: Academy of lies - Anatomie einer Verschwörung (Loewe)

 

 

 

Fräulein Florentine
Alexandra Fischer Hunold Foto picture people

Alexandra Fischer-Hunold

Fräulein Florentines Gespür für Mord (Ueberreuter)

(Foto © picture people ) 

Florentine Falkenberg kommt aus gutem Hause und rebelliert gegen die Konventionen ihrer Zeit, die für junge Frauen eine Heirat als Lebensziel vorsehen. Florentine studiert heimlich an der Charité und schreibt Artikel für eine Zeitung. Als Amandus Graf von Lauenburg auf seiner eigenen Hochzeit ermordet und ihr Bruder Leopold der Tat verdächtigt wird, nimmt Florentine auf eigene Faust die Ermittlungen auf und verfolgt die Spur des wahren Täters … Was bedeuten die letzten Worte, die das Mordopfer ihr zugeflüstert hat? Und wer sind die geheimnisvollen drei Schwestern, die offenbar mit dem Tod des Mannes in Verbindung stehen?

Alexandra Fischer-Hunold hat mit Fräulein Florentines Gespür für Mord einen spannenden, in der wilhelminischen Ära spielenden Kriminalroman mit einer klugen Protagonistin geschaffen, der sowohl sprachlich wie auch durch fein gezeichnete Charaktere und einen durchdachten Plot überzeugt.


 

 

Tomorrow land
Michaelis Antonia Foto Joerg Schwalfenberg

Peer Martin, PressephotoAntonia Michaelis (Foto © Joerg Schwalfenberg) und Peer Martin (Foto © Catherine Martin)

Tomorrow Land (Oetinger)

Es beginnt mit einem Sturm, einem Unwetter. Das Klima ist außer Kontrolle. Wie so vieles in diesem dystopischen Politroman; im Einparteienstaat Deutschland. Unsere Protagonisten fliehen. Hannes, weil er im Gefängnis saß, und Moa, weil er als Nigerianer gar nicht hier sein dürfte. Gemeinsam mit Greta-Anna, der Tochter aus der Machtelite, werden sie Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes aufdecken.

Antonia Michaelis und Peer Martin drehen in ihrem düsteren Thriller die Temperatur so hoch, dass es bisweilen schwer auszuhalten ist. Das ist Absicht. Denn ihre Zukunft ohne Rechtsstaat, ohne Regen und ohne Hoffnung ist nicht weit entfernt. Die beiden schicken uns auf eine atemlose Lektüre, ziehen uns mit schillernden Figuren und temporeichen Gefahren in einen Sog, und verweben dabei die menschenverachtendsten Ideen vergangener Diktaturen mit den albtraumhaftesten Zukunftstechnologien. Geschaffen haben sie einen wichtigen, einen aufrüttelnden Jugendroman in der besten Tradition mahnender Klassiker.

 

 

Academy of lies

Scheweling Nina Loewe Verlag Foto Peter Fraensemeier 300dpi

Nina Scheweling

Academy of lies - Anatomie einer Verschwörung (Loewe)

(Foto © Peter Fraensemeier)

Quinn Schreiber will den Tod verstehen. Denn Quinn wird sterben. Ihr Spenderherz wird bald den Dienst versagen, die Chancen auf ein neues stehen schlecht. Deswegen studiert Quinn Medizin an einer Eliteuniversität, setzt sich mit den verschiedenen Todesarten auseinander und schottet sich von ihren Mitmenschen ab. Statt mit ihrer WG-Partnerin und den anderen Erstsemestern ihren 18. Geburtstag zu feiern, lässt sie sich in der Bibliothek einschließen und beobachtet den Mord am Rektor der Akademie. Wenig später stirbt eine Studentin. Ausgerechnet Quinns Bruder gerät ins Visier der Ermittlungen, dabei ist er „einer von den Guten“. Quinn muss herausfinden, was wirklich geschehen ist. Dafür muss sie den Lügen der Akademie auf die Spur kommen und sich dem Leben stellen.

 

 

 Jury:

Heike Gerdes, Oliver Schlick, Elisabeth Herrmann,  David Frogier de Ponlevoy  und Anke Kemper (Juryrganisation)

 (Die Aussschreibungen für das Jahr 2027 finden Sie hier.) 

 


 

Ehren-GLAUSER 2026 für Else Laudan

04. Feb. 2026
Kategorie: News

Ehren GLAUSER 2026 Else Laudan

Ehren-GLAUSER für Else Laudan

Die Jury des SYNDIKATS hat der Verlegerin Else Laudan in Würdigung ihres herausragenden Engagements für die deutschsprachige Krimiszene den Ehren-GLAUSER 2026 zuerkannt. Die Auszeichnung wird am Mittwoch, den 6. Mai 2026, während der 41. CRIMINALE in Salzburg überreicht.

 

 

 

 

Begründung der Jury

Else Laudan ist Verlegerin mit unermüdlicher Leidenschaft. Dazu gehört für sie auch das politische Engagement. „Ich setze auf das Kulturelle, auf Respekt, Vernetzung und Kommunikation mit dem Ziel, Gesellschaft aktiv gemeinsam zu machen“, sagte sie unlängst zur taz, und das fasst ihren Werdegang und ihre Leistungen gut zusammen.

Ihr Mittel der Wahl ist der Krimi. Schon früh entdeckte sie für sich lesend das Krimigenre, und als sich später die Gelegenheit bot, Krimis auch zu „machen", griff sie ohne zu zögern zu.

Ihre Mutter Frigga Haug gründete 1988 im Argument-Verlag die Ariadne-Reihe als „feministisches Kulturprojekt" und erste Krimireihe nur von Frauen. Warum Krimis? „Weil Krimis die radikalste Form der Gegenwartsliteratur sind (...) in einer populären, leicht verständlichen Form", so Else Laudan weiter in der taz. Und Krimis von Frauen erzählen aus der weiblichen Perspektive, ermöglichen neue - feministische - Sichtweisen auf Gesellschaft und Politik. Von Anfang an war Else Laudan bei Ariadne dabei, zuerst als Übersetzerin und Lektorin, aber schon bald programmgestaltend als Herausgeberin.

Unter dem Ariadne-Logo erschienen mit großem Erfolg Romane mit heterosexuellen und lesbischen Heldinnen, und die Reihe bot von Anfang an auch neuen deutschsprachigen Autorinnen eine Chance. Einige von ihnen erwiesen sich als Zugpferde und Vorbilder, etwa Monika Geier, Dagmar Scharsich, Merle Kröger, Christine Lehmann und Anne Goldmann. Sie alle schrieben und schreiben über starke Frauen und betrachten die Welt mit sozialkritischem Blick - Gegenentwürfe zu einer Krimi-Welt, in der weibliche Figuren fast nur als Opfer, Trophäe oder Ornament auftraten.

An diesem Konzept hielt Else Laudan fest, auch als der „Frauenkrimiboom" ab Mitte der Neunziger einsetzte, und als die wirtschaftliche Lage allgemein schwieriger wurde, besann sie sich erst recht auf den Kern des Projekts: handwerklich gut gemachte und politische Spannungsromane, durchdrungen von feministischer Überzeugung. Damit erreichte sie Beachtung für ihre Reihe in der Kritik. 2015 schloss sich Else Laudan mit einigen Autorinnen zusammen und gründete das Netzwerk HERland, um Frauen sichtbarer zu machen, die sich kritisch schreibend mit der Gegenwart auseinandersetzen. Seit 2024 vergibt das Netzwerk ein Arbeitsstipendium, „um feministischen Mut im Genre zu fördern".

Die Jury des SYNDIKATS zeichnet mit dem Ehren-GLAUSER eine Frau aus, die seit Jahrzehnten mutig und konsequent an die Wirkmacht des Krimis glaubt und sich für ihn einsetzt. Else Laudan ist es zu verdanken, dass in der deutschsprachigen Krimilandschaft feministische und politische Themen nicht übersehen werden können.

Else Laudan wurde 1963 in Berlin (West) geboren und lebt und wirkt heute in Hamburg. Sie ist Geschäftsführerin und Programmchefin im Argument Verlag mit seiner Ariadne-Reihe. Nach der Schule arbeitete Else Laudan unter anderem in Druckereien, im Buchhandel und in Zeitschriftenredaktionen und begann eine Lehre als Maschinenschlosserin. Danach schloss sie ihr Studium in Hamburg mit Diplomen in Soziologie und Sozialökonomie ab. Bereits seit 1987 ist sie als freie Lektorin und Übersetzerin tätig und übernahm nach mehreren Auslandsaufenthalten ab 1993 das belletristische Programm des Argument-Verlags und die Herausgabe der Ariadne-Reihe, die sie bereits seit 1989 betreute. 2009 wurde Else Laudan von den Mörderischen Schwestern e. V. mit der „Goldenen Auguste" ausgezeichnet.


Die Ehren-GLAUSER-Jury des SYNDIKATS 2026: Almuth Heuner, Barbara Saladin und Carsten Henn

 


 

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