Wissenswertes und Interessantes, Recherchemethoden und -ergebnisse – Einblicke in die Krimiwelt und die Welt ihrer Autoren.

Ein Denkanstoß von Thomas Scheffler

Auf der CRIMINALE 2015 wurde viel diskutiert über die Realitätsnähe des deutschsprachigen Krimis. Wir hörten Kritik von einem Kriminalisten, einem Profiler, einem Rechtsmediziner sowie von einer Journalistin, die für Polizei und Staatsanwaltschaft sprach. Völlig unbeachtet blieb allerdings der Rechtsanwalt an der Seite des Beschuldigten. Auch im Kriminalroman findet er kaum Beherzigung, sieht man einmal ab von einigen speziellen Justizkrimis, zumeist geschrieben von Juristen. Dabei täte auch die breite Masse der Autorinnen und Autoren gut daran, sich näher mit dieser Figur zu befassen.

I never had much use for imagination, I prefer facts. Sagt der berühmteste Detektiv der Welt, Sherlock Holmes, im Jahr 1947, im Alter von 93 Jahren und kurz vor Alzheimer. Dieser Holmes lebt auf dem Land bei Sussex, züchtet Bienen und raucht lieber Zigarre als Pfeife. Den Deerstalker würde er nie aufsetzen, und nicht einmal die legendäre Adresse Baker Street 221b stimmt – das war nur Ablenkung, in Wirklichkeit wohnte er gegenüber. Aber der berühmte Detektiv vergisst inzwischen Namen und Begebenheiten, sein Arzt gibt ihm einen Notizkalender, in den er immer einen Punkt machen soll, wenn er wieder etwas vergisst. Watson made me into fiction.

SYNDIKATs-Mitglied Günther Zäuner berichtet einmal monatlich in seinem Krimisalon über die deutschsprachige Krimiszene. 

SYNDIKATs-Mitglied Günther Zäuner berichtet einmal monatlich in seinem Krimisalon über die deutschsprachige Krimiszene. 

SYNDIKATs-Mitglied Günther Zäuner berichtet einmal monatlich in seinem Krimisalon über die deutschsprachige Krimiszene.

Ist Tschiller Blofelds Vater oder: Einmal Currywurst mit Pommse

Treffen mit Til Schweiger zu seinem Tatort-Zweiteiler*, Tatort-Kinofilm und garantiert nicht seiner neuen Freundin, die gerade flächendeckend in der Boulevardpresse präsentiert wird. Verblüffendste Erkenntnis: Schweiger kuckt gerne mal „Die Tageschau vor 20 Jahren“ in der ARD, da könnte man sich so schon daran erinnern, wo man damals war. Und wer.