Wissenswertes und Interessantes, Recherchemethoden und -ergebnisse – Einblicke in die Krimiwelt und die Welt ihrer Autoren.

SYNDIKATs-Mitglied Günther Zäuner berichtet einmal monatlich in seinem Krimisalon über die deutschsprachige Krimiszene.

Der ganz normale Wahnsinn einer Verlagssuche
Sanela Egli

Gutmensch – das Unwort des Jahres 2015. Für mich ist es das Wort "seriös". Dass man es immer wieder vor das Wort "Verlag" setzen muss, macht mich wütend und nachdenklich zugleich.
Obwohl ein Verlag genau genommen ein Geschäftspartner ist, sehe ich ihn als Auftraggeber, der mich für meinen Fleiß bezahlt und nicht umgekehrt. Eine Literaturgesellschaft in Frankfurt, deren Name mir soeben entfallen ist, sieht das aber anders.
Es ist ein paar Jahre her, ich stehe noch am Anfang meiner schriftstellerischen Tätigkeit, als ich für meine Gedichte von besagter Gesellschaft mit Lobeshymnen überschüttet werde. Dass ich die mehreren tausend Euro Druckkostenzuschuss niemals wieder reinholen werde, die ich investiere, ist mir in dem Moment egal, ich habe einen Verlag, nur das zählt.

Alexander Pfeiffer

Krimipreise gibt es mittlerweile so einige in Deutschland. Wiesbaden dürfte allerdings die einzige Stadt sein, die alljährlich ein Krimistipendium vergibt. Dabei ist auch dieses Stipendium so etwas wie ein Preis, eine Auszeichnung auf jeden Fall. Denn nicht nur darf der jeweilige Stipendiat vier Wochen in der Hessischen Landeshauptstadt verbringen und eines der Autorenapartments unter dem Dach des prunkvollen Literaturhauses Villa Clementine als Wohnstätte und Arbeitsplatz nutzen, das Ganze ist auch noch mit 4.000 Euro dotiert.

SYNDIKATs-Mitglied Günther Zäuner berichtet einmal monatlich in seinem Krimisalon über die deutschsprachige Krimiszene.

SYNDIKATs-Mitglied Günther Zäuner berichtet einmal monatlich in seinem Krimisalon über die deutschsprachige Krimiszene.

SYNDIKATs-Mitglied Günther Zäuner berichtet einmal monatlich in seinem Krimisalon über die deutschsprachige Krimiszene.