Handschellen für Krimiautor Stefan Keller

Der Düsseldorfer Schriftsteller Stefan Keller erhält dieses Jahr den Krimipreis
„Herzogenrather Handschelle“ für seinen bei Rowohlt erschienenen Roman „Das Ende
aller Geheimnisse“.
Keller gelinge es, in seinem Roman, den Alltag bei der Polizei glaubhaft darzustellen. Er
sei packend und besitze politischen Tiefgang, so die Jury.

Aber nicht nur der spannenden
Geschichte, sondern auch seiner intelligenten Hauptfigur verdanke er die Auszeichnung.
„Deshalb ist es uns eine große Freude, einen so spannenden Roman auszuzeichnen“, sagt
Ralph Klemp, Vorsitzender des Fördervereins Pro Stadtbücherei, der den Preis vergibt.
In Kellers Buch ermittelt zum ersten Mal im deutschen Krimi mit Heidi Kamemba eine
schwarze Kommissarin. Ginge es nach ihr, wäre ihre Hautfarbe kein Thema, doch leider
sehen die meisten das anders.
Als an ihrem ersten Arbeitstag in einem Waldstück eine verkohlte Leiche gefunden wird,
nimmt sie die Ermittlungen auf, aber nicht alle im Team unterstützen sie.
Während der Mörder noch gesucht wird, geben Kamembas Kollegen ihr zunehmend
Rätsel auf. Es heißt, ihr Vorgänger habe sich mit seiner Dienstwaffe erschossen. Doch
war es wirklich Selbstmord?
Vor „Das Ende aller Geheimnisse“ veröffentlichte Keller sechs weitere Kriminalromane,
sowie zwei Sachbücher und schrieb Bühnenstücke, Hörspiele und Drehbücher. Sein
achter Roman „Schabowskis Zettel“ erscheint im April 2019.
Die mit 1000,- Euro dotierte Herzogenrather Handschelle erhielten zuvor u.a. Horst
Eckert, Elisabeth Herrmann, Mechthild Borrmann, Gisa Klönne und Wolfgang Schorlau.
Die Preisverleihung findet am 30. November um 19:30 Uhr in der Herzogenrather
Stadtbücherei, Erkensstraße 2, Herzogenrath statt. Keller wird aus seinem
preisgekrönten Roman lesen.