Christina BacherChristina BacherAlle Bücher, die ich aus eigenen Stücken heraus lese, sind Kriminalromane. Und da mache ich keinen Unterschied zwischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenkrimis – Hauptsache, sie sind temporeich und spannend geschrieben. Die Bücher, die ich seit vielen Jahren schreibe, sind ebenfalls Kriminalromane – vor allem für Kinder und Jugendliche. Mit denen bin ich oft in Schulen und Bibliotheken unterwegs und freue mich, wenn selbst Lesemuffel nach der Lesung „infiziert" sind und unbedingt weiterlesen wollen. Ich liebe dieses Genre einfach, weil es Missstände ankreiden, Outlaws in den Vordergrund rücken und die Leserschaft bis zur letzten Seite fesseln kann. Doch wo anfangen mit Lesen und wo aufhören, wenn der Tag nur 24 Stunden hat und das Bücherregal nur fünf Bretter? Walt Disney hat mal gesagt, dass in Büchern mehr Schätze verborgen sind als auf einer Pirateninsel. Wer aber so einen Schatz finden will, der braucht so etwas wie eine Schatzkarte. Als Jurorin möchte ich – gemeinsam mit meinen KomplizInnen – helfen, einen Weg durch den Lesedschungel zu schlagen und dabei sicher selbst eine Menge dazu zu lernen: Denn nur wer viel liest, kann auch gut schreiben. Das hat übrigens außer mir auch noch Stephen King gesagt und der muss es ja wissen. 





maxian beate 13Beate Maxian: Als Autorin schreibe ich Kriminal- und Familienromane für Erwachsene und Kurzgeschichten für jüngere Leser. Ich halte Kinder- und Jugendbücher nach wie vor in Ehren, die mich in jungen Jahren faszinierten, mir die Liebe zum Lesen gaben oder mich durch eine bestimmte Phase begleiteten. Fünf Freunde von Enid Blyton, Bärli Hupf von Mira Lobe oder die Burg Schreckenstein von Oliver Hassencamp sind nur drei Beispiele von vielen. Ich finde Kinder- und Jugendliteratur extrem wichtig, weil sie mehr als nur „Lesestoff“ sind.  Sie sind Wegbegleiter, Abenteuerkumpel, Freunde ...   Deshalb freue ich mich sehr auf die Juryarbeit und darauf, spannende, humorvolle, traurige, nachdenkliche, kritische, verrückte … Geschichten lesen zu können, die auch hoffentlich viele Kinder und Jugendliche in den Bann ziehen.

 



Ortwin Ramadan

Ortwin Ramadan (Preisträger 2018): Kinder lieben Krimis. Ein Blick in die aktuellen Verkaufslisten genügt, um dies zu erkennen. Ob diese ungebrochene Begeisterung nun auf kindlichen Allmachtsfantasien beruht, die sich in den schlauen Detektiven spiegeln, oder auf einem tiefen Bedürfnis nach Ordnung und Gerechtigkeit, sei einmal dahin gestellt. Feststeht: Überall auf der Welt spielen Kinder Räuber und Gendarm. Und das in allen Kulturen. Sie besiegen das Böse und die Erwachsenen gleich mit. So gesehen sind „Krimis“ für Kinder und Jugendliche aus einem Stoff, der seine Leser wirklich berührt. Kein Wunder also, dass auch ich in jungen Jahren die allseits bekannten Detektivgeschichten verschlungen habe. Sie sind zweifellos mit „Schuld“ daran, warum ich Kinderbuchautor geworden bin. Umso mehr freue ich mich jetzt auf spannende Neuentdeckungen und die Zusammenarbeit in der Jury-Bande!

 

 

ErichWeidinger Copyright Karl Ploberger

Erich Weidinger (Juryorganisation): Als Pädagoge, Autor und Buchhändler beschäftige ich mich schon seit dreißig Jahren mit Kinder- und Jugendliteratur. Ich sehe den Kinder- und Jugendkrimi als wichtigen Bestandteil der deutschsprachigen Lliteratur. Meine zahlreichen Lesungen in österreichischen Schulen bestätigen mir immer wieder, dass der Kinder- und Jugendkrimi eine hervorragende zielgerichtete Leseförderung sein kann. Durch seine Spannung, sein soziales Engagement und seinen Humor geht er weit über den normalen Unterhaltungswert hinaus. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit in der Jury und auf die kommenden Bücher. Das ist für mich mindestens so spannend wie ein guter Kriminalroman.




 

Die Kinder und Jugendjury kommt heuer aus dem österreichischen Salzkammergut. Kinder und Jugendlicher der Volksschule und Neuen Mittelschule in Seewalchen am Attersee lesen bereits fleißig und sind begeistert hier mitmachen zu dürfen.