Nominiert für den Friedrich-Glauser-Preis 2019 in der Sparte "Roman"Der Preis in der Sparte "Debütroman" ist mit 1.500 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Der oder die PreisträgerIn 2019 wird am Samstag, den 13. April 2019, während der 33. CRIMINALE, des Jahrestreffens des SYNDIKATs, in Aachen verkündet und geehrt.

Nominiert für den Friedrich-Glauser-Preis 2019 in der Sparte "Debüt":

Skorpione coverCid Jonas Gutenrath Foto Hans Scherhaufer Quelle UllsteinCid Jonas Gutenrath, Foto (c) Hans Scherhaufer
Skorpione, Ullstein

„Wenn das Meer in der Nähe ist, bekommt der Winter eine ganz andere Bedeutung. Und so manche Entscheidung ebenfalls.“

Der desillusionierte Ex-Polizist Sascha Simoneit arbeitet als Privatdetektiv in Berlin-Moabit und wird in einen Fall von internationalen Dimensionen hineingezogen. Dadurch wird er überraschend auch mit seiner Vergangenheit als Söldner konfrontiert. Der Autor schreibt in klarer, kompromissloser und nicht immer politisch korrekter Sprache. Entlang des roten Fadens schildert er einen packenden und rasanten Fall, der volle Aufmerksamkeit verlangt und in mehr als einer Hinsicht nachdenklich macht.

 


Falsches LichtDavid krems Foto Paul Feuersänger Quelle Picus
David Krems,
Foto (c) Paul Feuersänger
Falsches Licht, Picus Verlag Wien

„Es ist das Licht“, sagte Schotter endlich.

Ein kleiner Job als Privatdetektiv hat Leben des Fotografen Schotter aus den Bahnen geworfen. Nach Jahrzehnten holt ihn das Geschehen wieder ein. Krimi, Liebesgeschichte, Reiseerzählung: David Krems wandert zwischen den Genres und vermittelt dabei in einer geschmeidigen, poetischen Sprache seine eigene Leidenschaft für die altmodische, verzaubernde, analoge Fotografie.





Frauen die Bärbel heißenReiners Marie Foto GAby Gerster Quelle Fischer Verlag
Marie Reiners,
Foto (c) Gaby Gerster
Frauen, die Bärbel heißen, Scherz
„Viele Leute lehnten mich ab – manche fanden, dass ich sonderbar roch, aber das blieb bei meinem Beruf nun mal nicht aus.“
Die überzeugte Eigenbrötlerin Bärbel Böttcher findet beim Spaziergang einen Toten, dem ein Stock im Auge steckt. Was nun? Soll sie ihn herausziehen oder einfach weitergehen? Oder doch die Polizei rufen? Hätte Bärbel mal vorher gewusst, was für groteske Folgen ihre Entscheidung mit sich zieht …
Mit einer skurrilen Tierpräparatorin hat die Autorin eine außergewöhnliche Protagonistin erschaffen. Die Erwartungen an sie werden dabei beim Lesen stets gebrochen. Ein spannender Krimi mit abstrusen Verwicklungen und bissigem, rabenschwarzem Humor.






Der Mann der nicht mitspieltChristof Weigold Foto Foris Quelle KiWi
Christof Weigold,
Foto (c) Foris
Der Mann, der nicht mitspielt, KiWi

„Ihre Stimme klang, als würde sie jeden Morgen mit Gin gurgeln, während in einem Aschenbecher daneben eine Zigarette verqualmte.“

Der deutsche Veteran des Ersten Weltkriegs, Hardy Engel, arbeitet als Filmkomparse und Privatdetektiv im Hollywood der wilden zwanziger Jahre und stolpert in einen Fall von unvorhersehbaren Ausmaßen.
Der Autor hat mit Herzblut und Leidenschaft sowie durch gute Recherche aus einem „True Crime“ eine gelungene „True Fiction“ gestaltet. Dabei gibt er durch seine originelle Hauptfigur ernüchternde Einblicke in die Abgründe hinter der glitzernden Fassade der Filmfabrik. Ein Highlight nicht nur für Cineasten.







GosterGerd Zahner Foto Bjørn Jansen Quelle TransitGerd Zahner, Foto (c) Bjoern Jansen
Goster, Transit Buchverlag

„Sie waren doch alle nur Skizzen von Ereignissen auf einem bleichenden Blatt.“

Goster, ein stoischer, zergrübelter Kommissar voller Marotten findet eine nackte Männerleiche mit einer Geranie im Haar. Von da an wird es schräg. Er gerät in seinen Ermittlungen in immer absurder werdende Situationen, bei denen seine ohnehin heiß laufende Libido von einer mysteriösen, verdächtigen Blondine zusätzlich angefacht wird.

Ein aberwitziger, stellenweise mystischer Krimi, in gekonnt lakonischem Stil und sprachlich genial kondensiert. Souverän sprengt Gerd Zahner sämtliche Erwartungshaltungen an das Genre.



 


Für den Friedrich-Glauser-Preis, den Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur 2019, konnten bis zum 30. November 2018 deutschsprachige Kriminalromane von Verlagen eingereicht werden, deren Erscheinungszeitraum zwischen Dezember 2017 und November 2018 lag (Originalausgaben).

Die Liste aller 62 eingereichten Werke können Sie hier herunterladen (PDF) 94.0K.

Die Juroren waren:

Dieter Aurass, Sanela Egli, Veronika A. Grager, Frank Schlößer (Preisträger 2017), Tatjana Kruse.

Juryorganisation: Michael Kibler