Professor Kilian, den Lesern des "Mäusemörders" als weltfremder Einzelgänger und renommierter Wissenschaftler der Freiburger Universität bekannt, steckt in Schwierigkeiten. Seine Frau wurde tot neben dem Turm der Zähringer Burg vor den Toren Freiburgs aufgefunden. Gründe hätte der Professor genug, sich seiner scheidungsunwilligen Noch-Ehefrau zu entledigen: Da sind auf der eine Seite seine junge Lebensgefährtin und das gemeinsame Kind, auf der anderen Seite die Unterhaltsansprüche der durch ihre Spielleidenschaft verarmten Ehefrau und die tiefe Abneigung des Professors, sich Auseinandersetzungen zu stellen. Es steht schlecht um Professor Kilian, als die Kriminalpolizei auf immer neue Indizien stößt, die ihn belasten. Als dann die Zeitung über Mordverdacht und Haftbefehl berichtet und jeder, der ihn kennt, wissen muss, wer gemeint ist, wirft Kilian das Handtuch. Er lässt sich an der Universität beurlauben und geht seiner Geliebten aus dem Weg. Noch befindet sich der Professor auf freiem Fuß, aber anstatt sich an die Vorgaben des Haftrichters zu halten, fährt er ins Baden-Badener Spielcasino. Hier forscht er nach dunklen Punkten in der Vergangenheit seiner Frau, um den auf ihm lastenden Verdacht zu entkräften. Er scheint zu finden, was er sucht. Sein Freund, der Kriminalhauptkommissar Geßler schaltet sich in die Ermittlungen ein und stößt hinter einer bürgerlichen Fassade auf einen Abgrund von Spielleidenschaft und kriminellen Machenschaften. Dennoch ist der Professor nicht unbeteiligt am Tod seiner Ehefrau.                             Pressestimmen: Die Autorin schafft es, das Genre schriftstellerisch hervorragend zu nutzen, um die Bedrohungen der modernen Zeit auf der Höhe der Wissenschaft zu transportieren. Badische Zeitung Wie schon mit den anderen Kilian-Krimis "Der Mäusemörder" und "Die Tote vom Turm" ist es der in Südbaden lebenden Pädiaterin wieder gelungen, die minutiöse Schilderung wissenschaftlich fundierter Fakten und gesellschaftspolitischer Strömungen auf der einen und das liebevoll gezeichnete Porträt einer deutschen Universitätsstadt-Idylle zu einer spannenden Geschichte zu verarbeiten, die man am besten am Stück "weglesen" sollte. Ärztezeitung