Der Preis in der Kategorie "Kinderkrimi" sowie "Jugendkrimi" ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert. Der oder die PreisträgerIn 2024 wird am Samstag, den 18. Mai 2024, in einer großen Gala im Rahmen der Criminale in Hannover verkündet und geehrt.

Übersicht Nominierte Kinder

 

 

 

 

 

 

  

  

NominiertE für den GLAUSER-Preis 2024 in der Kategorie "Kinderkrimi"

(in alphabetischer Reihenfolge)

Lena Hach: Was Wanda will (Mixtvision)

Stepha Quitterer: Pepe und der Oktopus auf der Flucht vor der Müllmafia (Gerstenberg) 

Christina Wolff: Bildspringer (Woow Books)

 

 

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Was Wanda will (Mixtvision) 

(Foto © Anja Schaffner)

Was will Wanda? Das ahnt an ihrer neuen Schule erstmal niemand. Und Wanda, „die Neue“, hält sich nicht mit unnötigen Höflichkeiten auf. Sie macht sich kurz ein Bild der Lage und handelt dann entschieden, strategisch und klug. Aus den unterschiedlichsten Schulcharakteren bildet sie ein schlagkräftiges Team. Nicht alle haben gleich Lust auf Wandas Projekt, doch Wanda weiß zu überzeugen. Das Ziel: Vordergründig die Umsetzung eines eindeutig kriminellen Plans. Doch ganz nebenbei bringt Wanda dabei Schülerinnen und Schüler zusammen, die sich vorher keines Blickes gewürdigt haben - und macht die individuellen Stärken jeder und jedes einzelnen sichtbar.

„Was Wanda will“ von Lena Hach ist ein Schulroman ohne Lehrer, ein Krimi ohne Detektive und eine zeigefingerlose Geschichte über Ausgrenzung, Hackordnungen und schwierige Eltern. Lustig, ungewöhnlich, hochspannend, mit gekonnter Erzählökonomie und originellen, lebendigen Figuren. Und dem Mut, am Ende eine moralische Frage offenzulassen, die zum Nachdenken anregt.

 

 

 

Pepe und der Oktopus43894 Autorenfoto Stepha Quitterer

 Stepha  Quitterer

Pepe und der Oktopus auf der Flucht vor der Müllmafia (Gerstenberg) 

 (Foto © Marie Lovis) 

Mitten in der Nacht wird Pepe aus dem Tiefschlaf gerissen, weil unten auf der Straße ein Sondereinsatzkommando auf Verbrecherjagd ist. Da hält ihm plötzlich ein zitterndes, glibberiges Etwas den Mund zu: ein Oktopus, der zu ihm ins Kinderzimmer geflüchtet ist. Der Oktopus kann zwar nicht sprechen, aber über wechselnde Farben und Formen kommunizieren. Als Botschafter der Meeresbewohner muss er unbedingt pünktlich zu einer Versammlung im Südchinesischen Meer, um ein Plastikverbot zu erwirken. Doch die Müllmafia ist ihm dicht auf den Tentakeln und will genau das verhindern, schließlich verdient sie Milliarden mit illegalen Plastikmüllexporten in asiatische Länder. Der Oktopus braucht Hilfe – Pepes Hilfe!

Stepha Quitterer gelingt es meisterhaft, das Thema Plastikmüll in einen fantasievollen, wendungsreichen Umweltkrimi zu verpacken, der auf über 500 Seiten nie langweilig wird. Auch dank der vielen frischen sprachlichen Bilder ein großes Lesevergnügen!

 

 

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Christina Wolff

Bildspringer (Woow Books) 

(Foto © Franz Fender) 

Allein die Idee lässt aufhorchen: Da ist der 13-jährige Vincent, der dank einer besonderen Gabe in berühmte Gemälde hineinspringen und darin herum wandeln kann. In der National Gallery London findet er ein reiches Betätigungsfeld. Unterwegs in wertvoller alter Ölmalerei erlebt er die irrwitzigsten Abenteuer und mitunter wird es richtig gefährlich. Auf der Suche nach Jan van Goyens gestohlenem Werk „Das Gewitter“ muss er feststellen, dass er nicht der Einzige ist, der in Bilder eintauchen kann. Da ist auch ein Mädchen unterwegs, Holly. Mit ihr schließt er eine Wette ab: Wer findet „Das Gewitter“ zuerst? Doch so einfach, wie beide glauben, ist die Sache nicht.


Mit „Bildspringer“ ist Christina Wolff ein hochorigineller Kinderkrimi gelungen. Nicht nur spannend ist er, wie ein guter Krimi zu sein hat, sondern auch gekonnt amüsant erzählt. Herausragend ist die liebevolle Herausarbeitung der Figuren und das Hintergrundthema Kunstgeschichte, das hier äußerst kurzweilig verpackt ist.         

 


 

 Jury:

 Anke Küpper, Jana Scheerer, Ella Theiss, Mariella Terzo und Anke Kemper (Juryrganisation)

 (Die Aussschreibungen für das Jahr 2025 finden Sie hier.)