Hier finden Sie alle bisherigen Preisträger der Krimipreise der Autoren seit 1987 sowie die jeweils weiteren Nominierten.

 

2019Zechen Zoff Umschlag website:   Almuth HeunerAlmuth Heuner – Schwarzes Erbe, in: Zechen, Zoff und Zuckerwerk, Prolibris.

„Schwarzes Erbe“ heißt der Kurzkrimi, für den Almuth Heuner den Friedrich-Glauser-Preis verliehen bekommt – ein dreidimensionaler Titel, wie sich im Laufe der Lektüre herausstellt.
Kurzkrimis wie diese sind es, die eine der industrie- und sozialgeschichtlich prägendsten Phasen der bundesrepublikanischen Geschichte wachhalten. Der Strukturwandel im Ruhrgebiet ist seit Jahrzehnen im Gange und er ist mit dem Jahr 2018 noch längst nicht abgeschlossen. So ist es nur konsequent, dass die dritte Generation in der Familie des Protagonisten am Ende die Verbindung von der Vergangenheit in die Zukunft herstellt.
Das ist Literatur auf höchstem Niveau. „Schwarzes Erbe“ ist so aktuell wie relevant, so spannend wie sprachlich ausgefeilt.
Die Jury und damit das gesamte Syndikat bedankt sich für diese Geschichte und gratuliert Almuth Heuner herzlich zum Friedrich-Glauser-Preis des Jahres 2019 in der Sparte Kurzkrimi! 

Außerdem nominiert waren:

Peter Godazgar - Zu schlau für diese Welt, in: Die Stadt, das Salz und der Tod, Grafit
Judith Merchant - Goldrausch ohne Rauschgold, in: Makronen, Mistel, Meuchelmord, Knaur
Ursula Sternberg Sieben, in: Zechen, Zoff und Zuckerwerk, Prolibris
Reinhard Jahn/Walter Wehner
An Tagen wie diesen, in: Zechen, Zoff und Zuckerwerk, Prolibris

Die Jury: Thomas BreuerGitta EdelmannThomas Kastura (Preisträger 2017)Veit Müller und Claudia Schmid.
Juryorganisation: Claudia Puhlfürst

 2019: Thomas Koch

Die Jury des SYNDIKATs hat den Ehrenglauser 2019 dem auf Juist lebenden Buchhändler, Stipendiums-Organisator und Festival-Veranstalter Thomas Koch in Würdigung seines Engagements für die Kriminalliteratur zuerkannt. Der Ehrenglauser 2019 wurde am Samstag, dem 13. April 2019, während der 33. Criminale, dem Jahrestreffen des SYNDIKATs, in Aachen an Thomas Koch überreicht.

Foto: Marcel Feige

Begründung der Jury Thomas Koch (Foto: Marcel Feige) lebt den Krimi – und das auf einer kleinen Insel in der Nordsee. Seit 1994 führt Thomas Koch den einzigen Buchladen auf „Töwerland“, wie die Insel Juist von den Einheimischen genannt wird.
Zusammen mit der Juister Autorin Sandra Lüpkes gründete er das Stipendium „Tatort Töwerland“: zwei Wochen Vollpension auf der Insel, verbunden mit ein oder zwei Lesungen. Einzige Bedingung: eine Danksagung im nächsten Buch, das nicht mal zwingend auf Juist spielen muss. Dass dann doch viele Stipendiaten auf die Idee kamen, ihren nächsten Krimiplot an der Nordsee anzusiedeln, ist eine andere Geschichte.
Mittlerweile 50 Stipendiaten, bekannte und weniger bekannte Krimiautor*innen, haben die Einladung nach Juist angenommen, die relativ kurze Dauer ermöglicht es auch beruflich und familiär Gebundenen, sich ihren Traum vom Schreiben am Meer zu erfüllen.

Die Ehrenglauser-Jury des SYNDIKATs 2019: Jürgen KehrerTatjana KruseSabina Naber

Bronski Max Oskar Cover Quelle Droemer  Bronski Max (c) Peter Frese Quelle Droemer

2019: Max Bronski, Foto (c) Peter Frese
Oskar, Droemer 

Der Roman Oskar bringt alles mit, was ein guter Kriminalroman in diesen Zeiten mitbringen sollte: der Plot ist stimmig, die Dramaturgie ebenfalls, die Sprache ist so einfach wie eindrücklich. Die Bilder passen, nichts lenkt von der Handlung ab. Oskar ist ein durch und durch sympathischer Held. Man möchte ihn bei der Hand nehmen und ihm bei seiner Suche helfen. Vor allem aber vor den ganzen Problemen schützen, die auf ihn einstürzen. 

Max Bronski ist das Pseudonym von Franz Maria Sonner, geboren 1953 in Tutzing am Starnberger See. Sonner/Bronski ist Autor verschiedener Kriminalromane. Bekannt ist vor allem seine Reihe um den Münchner Antiquitätenhändler Gossec.
Max Bronski ist nicht nur Autor, sondern auch Musiker. Als Bassist spielt Max Bronski den Blues. Und dieser Blues ist gleichsam auch der Grundton für seine literarische Arbeit.

 

Außerdem nominiert aus 456 eingereichten Titeln waren:
Alex Beer - Die rote Frau, Limes
Simone Buchholz - Mexikoring, Suhrkamp
Till Raether,  Unter Wasser, Polaris
Edgar Rai - Halbschwergewicht, Piper

Die Jury: Wolfgang BortlikLisa Graf-RiemannLena JohannsonArnold Küsters und Andreas Schäfer.

Juryorganisation: Michaela Pelz

 

bittenicht feurig

2019: Charlotte Habersack
Bitte nicht öffnen, Feurig, Carlsen Verlag

Im vierten Fall mit Nemo, Oda und Fred erwachen erneut Kuscheltiere zum Leben. Drago, das Plüschtier der kleinen Marie, wird gestohlen.  Der Dieb verzaubert und verschickt den Drachen in einem Päckchen – An Niemanden – wo der Pfeffer wächst – am Arsch der Welt. Doch Nemo hat einen Plan, einen sehr guten Plan. Er will dem Päckchen-Verschicker eine Falle stellen. Doch alles läuft schief und der Drache wird lebendig und kann tatsächlich Feuer speien. Wird es Nemo gelingen, Drago wieder in ein harmloses Spielzeug zu verwandeln? 

Die Autorin überzeugt mit einer gekonnten Mischung aus Humor und Spannung. Ein turbulentes, aufregendes und besonders feuriges Lesevergnügen, mit dem die Kinder großen Spaß hatten.

Zudem nominiert waren:

  • Jonathan Cole: Dracula Junior, Vorsicht Vampirjäger, Edel Verlag
  • Charlotte Habersack: Bitte nicht öffnen, Feurig, Carlsen Verlag
  • Andrea Martin: Die Geheimnisse von Oaksend - Die Monsterprüfung, CBJ Verlag
  • Jana Scheerer: Gefahr ist unser Geschäft, Verlag Woow Books
  • Annelies Schwarz: Aprilregen, Obelisk Verlag 

Für den Kinder-GLAUSER 2020 konnten bis zum 31. Oktober 2019 deutschsprachige Kinderkrimis von Verlagen eingereicht werden, die im Jahr 2019 erstmals erschienen sind (Originalausgaben). 


Die Liste aller 30 eingereichten Werke können Sie  hier herunterladen (PDF) 136.7K.

Die Juroren waren:

Christina BacherBeate Maxian und Ortwin Ramadan (Preisträger 2018)

Juryorganisation: Erich Weidinger

Skorpione cover

Cid Jonas Gutenrath Foto Hans Scherhaufer Quelle Ullstein


2019: Cid Jonas Gutenrath, 
Foto (c) Hans Scherhaufer      Skorpione, Ullstein

„Wenn das Meer in der Nähe ist, bekommt der Winter eine ganz andere Bedeutung. Und so manche Entscheidung ebenfalls.“
Der desillusionierte Ex-Polizist Sascha Simoneit arbeitet als Privatdetektiv in Berlin-Moabit und wird in einen Fall von internationalen Ausmaßen hineingezogen. Dadurch wird er überraschend auch mit seiner Vergangenheit als Söldner konfrontiert.
Cid Jonas Gutenrath schreibt in einer klaren, rotzigen und nicht immer politisch korrekten Sprache. Die Geschichte spielt in einem schwierigen sozialen Milieu, das aus mehr als einem Grund nachdenklich macht. Die Themen sind breit gefächert: Gescheiterte Existenzen, Männerfreundschaften, skurrile Charaktere und Reibungspunkte, die in der unterschiedlichen ethnischen Herkunft der handelnden Personen begründet sind. Das alles auf engstem Raum und in einer beängstigend genau beschriebenen Umgebung. Dazwischen ein Mann, der so realistisch zwiespältig zwischen gutherzig und brutal, mitfühlend und kompromisslos, liebevoll und rücksichtslos schwankt, dass man Angst bekommt und sich fragt, wie es wohl mit ihm enden wird. Auch der rote Faden hat es in sich: eine internationale Verschwörung, in der es um Organhandel, Seilschaften, ehemalige Kampfschwimmer der Bundeswehr und Söldner in diversen Kriegen geht. Cid Jonas Gutenrath ist ein Roman gelungen, der spannend, fordernd, humorvoll und mit einer Botschaft versehen ist, die jeder hören sollte.

Außerdem nominiert waren: 

David Krems, Falsches Licht, Picus Verlag Wien
Marie Reiners, Frauen, die Bärbel heißen, Scherz
Christof WeigoldDer Mann, der nicht mitspielt, KiWi
Gerd Zahner, Goster, Transit Buchverlag

Die Jury: 
Dieter Aurass, Sanela Egli, Veronika A. Grager, Frank Schlößer (Preisträger 2017), Tatjana Kruse.

Juryorganisation: Michael Kibler