Die Maske des Zorns
Jennifer B. Wind

Gmeiner-Verlag

Taschenbuch

ISBN 978-3-8392-0863-2
1. Auflage 2025, August 2025

15,50 € [D], SFr. 22,50 [CH], 16,– € [A]
Wird man als Mörder geboren oder zum Mörder gemacht?
Im Wiener Wald wird die grausam zugerichtete Leiche eines angesehenen Wiener Rechtsanwalts gefunden. Statt des Kopfes wurde dem Toten ein Schrumpfkopf an den Halsstumpf genäht. Die Ermittler tappen im Dunkeln, bis eine zweite Leiche auftaucht - mit dem Kopf des ersten Opfers auf dem Hals. Für die Gerichtspsychiaterin Theres Lend und den LKA-Ermittler Richard Schwarz wird der Fall zu einem Wettlauf mit der Zeit.
Jennifer B. Wind

© Jennifer B. Wind

Jennifer B. Wind

Jennifer B. Wind, in Leoben geboren, im Murtal und in Wien aufgewachsen,
lebt mit ihrer Familie südlich von Wien. Die ehemalige Flugbegleiterin mit
Klavier-, Gesangs- und Schauspielausbildung schreibt für alle Altersklassen,
Romane, Drehbücher, Songtexte, Gedichte, Theaterstücke, Kolumnen und
Kurzgeschichten, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Gleich
ihr Debüt, der Thriller „Als Gott schlief“, wurde zum Bestseller, der
Nachfolger „Als der Teufel erwachte“ ein Achtungserfolg, der von Kritikern
unter anderem als „Fanal für die Menschlichkeit“ gefeiert wurde. „Die Maske
der Gewalt“, der Auftakt einer neuen Thriller-Serie war wochenlang auf der
Bild Bestseller Liste, Band 2 “Die Maske der Schuld” wurde für den Fine
Crime Award 2020 nominiert. sie ist auch als Ghostwriter, Rezensentin und
Sprecherin tätig und unterstützt seit vielen Jahren die Jury des zeilen.lauf
und schreib.art Wettbewerbs. Als Mentorin fördert sie Autor:innen und als
Coachin im Bookerflyclub kümmert sie sich um Nachwuchsautor:innen. Seit
Jahren ist sie aktiv in Sachen Tier- und Umweltschutz unterwegs und setzt
sich gegen Gewalt an Kindern und Frauen ein. In ihrer Freizeit malt,
zeichnet und singt sie und arbeitet ehrenamtlich für diverse Autorenvereine.
Sie ist u.a. Mitglied im Syndikat, bei den mörderischen Schwestern, bei
den österreichischen Krimiautor/innen und bei Writers for Future.

Mehr über die Autorin finden Sie
hier: www.jennifer-b-wind.com

Fragen der SYNDIKATS-Redaktion an Jennifer B. Wind

Wo schreibst du am liebsten?

Am Esstisch oder irgendwo am Wasser (See oder Meer).

Welcher ist dein Lieblingskrimi?

Es gibt so viele gute Krimis, da kann ich keinen explizit herauspicken. Generell liebe ich Kriminalromane mit realistischer Ermittlerhandlung oder Thriller mit realen Hintergründen und realen aktuellen Themen und jene, die in Abgründe führen.    

Dein Lieblingskollege/Lieblingskollegin?

Auch hier kann ich keine einzelne Person nennen, da ich einige KollegInnen sehr lieb gewonnen habe.       

Warum bist du im SYNDIKAT?

Weil das Schreiben an sich ein einsamer Job ist, und auch wenn ich sehr gern alleine bin, ist es auch wichtig, sich mit Gleichgesinnten zu Vernetzen und auszutauschen und die Kriminalliteratur zu fördern und KollegInnen zu unterstützen. Das erweitert den Horizont und oft entstehen dabei auch tolle Projekte mit KollegInnen. Miteinander ist eben immer schöner als gegeneinander.    

Dein Lieblingswort?

Wasser, weil Wasser Leben ist.

Dein Sehnsuchtsort?

Am liebsten bin ich in Asien und Australien, Karibik, Nordsee,...alle Länder mit Meer... auf meiner Bucket List stehen noch: Hawaii und Island.

Dein Lieblingsgetränk?

Tonic (mit und ohne Gin), Tee, und alles mit Kokosnuss.

Dein Lieblingsmord?

Der nicht gelungene...bzw. rechtzeitig vereitelte.

Wo findest du Ruhe?

Am und im Wasser, und am liebsten Unterwasser.

Wo Aufregung?

In spannenden Büchern.  

Rezensionen

»Ein rasanter, authentischer und spannender Psychothriller, der tief in menschliche Abgründe blicken lässt und gute Nerven erfordert.«
Dorfzeitung Salzburg September 2025 zu „Die Maske des Zorns“

»Jennifer B. Wind weiß wie man den Lesern den Atem raubt und einen guten Thriller schreibt den man nicht mehr aus den Händen legen kann. «
enthusiastic.about.books August 2025 zu „Die Maske des Zorns“

»Wer beim Lesen gerne miträtselt und sich von plötzlichen Wendungen überraschen lässt, ist mit "Die Maske des Zorns" wirklich gut bedient.«
Lesenswertes aus dem Bücherhaus, September 2025 zu „Die Maske des Zorns“


Leseprobe

Im Haus des Bösen

Der Mensch liegt auf dem Tisch aus Stahl, den du auf dem Flohmarkt erstanden hast. Ein ehemaliges Relikt aus der Berliner Charité. Du liebst Dinge mit Geschichte. Kalt und bleich ist die Haut, durch die du schneidest. Das Skalpell liegt gut in deiner Hand. Es fühlt sich so leicht an. Mühelos gleitet die Klinge durch die Haut am Hals des Menschen. Fein säuberlich trennst du danach die Muskelstränge, Sehnen, Bänder und Blutgefäße durch, wie du es gelernt hast. Blut fließt nicht mehr. Der Mensch ist bereits still und starr wie der See in dem Weihnachtslied.

Ein Schnitt durchtrennt die Luftröhre, ein weiterer die Speiseröhre. Bald liegt der Kopf abgetrennt vom Rumpf. An den Verbindungsstellen sieht es aus wie in einem Stromverteilerkasten. Lauter lose, kabelähnliche Gebilde ragen hervor. Der Anblick bringt dein Herz zum Hüpfen.

Du lässt den Rumpf liegen. Darum wirst du dich später kümmern. Der Kopf ist entscheidend. Du musst ihn sofort verarbeiten, damit das Endergebnis gut wird. Es ist eine Kunst, bei der jeder Schritt zählt und die Basis wichtig ist.

Du löst Fleisch und Fett von der Halshaut, akribisch schabst du die Reste ab. Hier ist Feinarbeit gefragt, damit die Haut nicht einreißt. Die brauchst du noch und, wenn es geht, unversehrt. Doch du bist ein Meister deines Fachs. Alles klappt.

Mit dem Skalpell schneidest du noch mehr Sehnen und Bänder durch, schälst quasi das Innere heraus, bis nur noch Halshaut am Schädel baumelt.

Zufrieden betrachtest du das Ergebnis.

Jetzt wird es schwieriger. Für deine Kunst musst du die gesamte Haut vom Schädel ziehen. Das ist schwieriger, als man es sich vorstellt. Vorsichtig musst du die Haut von den Schädelknochen trennen, auch hier muss die Haut intakt bleiben.

Als du ein Viertel freigelegt hast, zückst du die Knochensäge und schneidest in die Schädelbasis.

Sofort spritzt dir Nervenwasser entgegen. Du nimmst ein Tuch und presst es an den offenen Schädel. Wartest, bis der Stoff vollgesaugt ist. Dann sägst du weiter, bis die Öffnung groß genug ist. Mit einem langen Haken fährst du hinein und ziehst am Gehirn. Lockerst es mit Rüttelbewegungen.

In einem flutscht es auf den Tisch.

Schön sieht es aus. Einfach perfekt. Rasch holst du eine Nierenschale aus dem Schrank. Vorsichtig legst du das Gehirn hinein, deckst es mit Frischhaltefolie zu und trägst es zum Kühlschrank. Dort stellst du die Schale mit dem Gehirn in das Eiswürfelfach. Du freust dich jetzt schon darauf, es dir zuzubereiten.

Nachdem das Gehirn entfernt ist, sägst du Schritt für Schritt Teile vom Schädel ab, bis sich die Haut ganz einfach abziehen lässt und die Knochen sich entfernen lassen.

Zuletzt nimmst du die Augen und die Zunge, wickelst sie ebenfalls in Frischhaltefolie und legst sie neben der Schale mit dem Gehirn ins Eisfach.

Dann spülst du die Haut gut ab und nähst die Augenlöcher zu. Danach den Mund.

Du steckst die externe Kochplatte an das Stromnetz. Dann stellst du den Nudeltopf auf die Platte und füllst den Topf zwei Drittel voll mit Wasser.

Die Vorfreude auf das, was kommt, berauscht dich. Es ist so lange her, dass du deinem Hobby nachgegangen bist. Viel zu lange. Wie sehr hast du das Gefühl von Haut und Knochen unter deinen Fingerkuppen vermisst und den Geruch von Fleisch und Blut.

Das Wasser darf nicht kochen. Das würde alles ruinieren. Wiederholt hebst den Deckel und kontrollierst die Temperatur. Als die Gradzahl passt, legst du die Kopfhülle gewissenhaft in das Wasser.

Dann klatschst du in die Hände.

Bald wird dein neues Spielzeug fertig sein.

Das SYNDIKATS-Gewinnspiel

Wie heißt der bisher einzige Cosy-Kriminalroman der Autorin?

1. Preis Thriller Paket Richard Schwarz inkl. Brandneuer Thriller „Die Maske des Zorns“ mit Goodies

2. Preis: Thriller Paket Jutta Stern Thriller mit Goodies

3. Preis: Cosy Crime Paket – Roman plus Überraschungsbuch mit Goodies

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