Der Todesplaner
Frank Albers

Autumnus Verlag

Taschenbuch

ISBN 978-3-9644-8991-3

16,95 € [D], 18,– € [A]
Ein ganz besonderer Tag steht an, auf den sich Upmann und sein Team freuen. Ausgerechnet jetzt erschüttert eine Mordserie das Lingener Umland und verschafft ihm eine Menge Arbeit. Plötzlich tauchen Geister der Vergangenheit auf. Was hat eine Tat, die vor über vierzig Jahren im Ural geschah mit den Beauforts und ihrer Familie zu tun? Als dann auch noch eine Entführung stattfindet, eskaliert die Lage völlig! Panik und Entsetzen macht sich breit. Einfach alles ergibt keinen Sinn und Upmann ist verzweifelt. Jede Minute zählt! Der dritte Fall von Hauptkommissar Upmann
„Mit einer Mischung aus Spannung, Emotionen und einem Hauch von Humor… vielschichtiger und sympathischer Ermittler“
Nordseemedia über Band 1: „Der Witwermacher"
Frank Albers

Frank Albers

Frank Albers wurde 1971 in Rheine (NRW) geboren. Er ist Vater von drei Söhnen und lebt mit seiner Familie im ländlichen Münsterland. Die Begeisterung für Bücher und Literatur begleitet ihn seit vielen Jahren.

Seit 2018 hat er mit dem Schreiben angefangen. In seinen eigenen Erzählungen tauchen immer wieder biographische Aspekte auf, die er in phantastischen Abenteuern verwandelt.  

Mittlerweile gibt es drei Kinderbuchreihen von ihm sowie weitere Abenteuer für Kinder- und Jugendliche.

  • Kapitän McKalli
  • Die Scaldi-Bande
  • Abenteuerliche Zeitreisen
  • Fantasy für Kinder ab 12 Jahren
  • Sci-Fi für Kinder ab 10 Jahren

Da die Lieblingslektüre des Autors Kriminalromane sind, wundert es nicht, dass er selbst welche schreibt. Vier hat er bisher veröffentlicht. 

Der WitweRmacher + Die Todesgrube + Der Todesplaner + Tödliche Abfuhr

Fragen der SYNDIKATS-Redaktion an Frank Albers

Wo schreibst du am liebsten?

Früh morgens, wenn alles schläft, in meinem Büro.

Welcher ist dein Lieblingskrimi?

Da fällt die Auswahl sehr schwer, doch ich mag Carsten Sebastian Henn – Ein Schuss Whiskey.

Dein Lieblingskollege/Lieblingskollegin?

Auch bei dieser Frage könnte ich einige Namen aufzählen. Ich lege mich jedoch auf Karlheinz Uhlenbrock fest.

Warum bist du im SYNDIKAT?

Um andere Autoren kennenzulernen. Außerdem hat man sofort ein Bild vor Augen, wenn einem ein Buch gefällt.        

Dein Lieblingswort?

Gibt es so nicht. Liegt an der jeweiligen Situation.

Dein Sehnsuchtsort?

Definitiv Borkum. 

Dein Lieblingsgetränk?

Whisky.    

Dein Lieblingsmord?

Am besten den, mit dem man nicht rechnet.  

Wo findest du Ruhe?

Auf langen Spaziergängen mit meinem Rhigdeback.

Wo Aufregung?

Wenn ich einen Blick in die Zimmer meiner Söhne werfe…

Deine persönlich meist gehasste Frage?

 Lohnt sich das Schreiben überhaupt?       

Leseprobe

Prolog - 1978 Tschussowaja, Ural
Der Mann hetzte durch den Wald und warf immer wieder einen Blick über die Schulter. Sein Verfolger holte auf. Jaroslaw mobilisierte die letzten Reserven und beschleunigte noch einmal seine Schritte. Lange würde er das nicht mehr durchhalten. Diese Flucht war nicht geplant, und nun hatte er die Orientierung verloren. Der Schneefall in der letzten Nacht tauchte das Gelände in ein unübersichtliches Weiß. Mit jedem Schritt sank man tief in den Boden ein und konnte nicht erkennen, worauf man trat. Ein undurchdringliches Gebüsch tauchte vor ihm auf, und er wich zur Seite aus. Plötzlich verlangsamte er seinen Lauf und stieß einen Fluch aus. Der Weg endete an einem Steilhang. Das Rauschen des Flusses drang an sein Ohr. „Habe ich dich!“, ertönte eine keuchende Stimme in seinem Rücken. Jaroslaw drehte sich um und sah seinem Verfolger direkt in die Augen. Der Junge war gut – das musste er ihm lassen. 8 „Beaufort, schön, Sie hier zu sehen“, scherzte Jaroslaw, während sein Hirn auf Hochtouren arbeitete. „Die Hände schön nach oben, damit ich sie sehen kann“, erwiderte der Angesprochene und richtete seine Pistole auf ihn. Beide Männer schwitzten und atmeten heftig. In der kalten Morgenluft konnte man die Atemwolken sehen.

Jaroslaw sah, dass die Waffe ruhig in der Hand seines Gegners lag, während er selbst nach Luft schnappte. Er hätte keine Chance, den Mann zu entwaffnen. Der Vorteil der Jugend, dachte er schwermütig, und eine innere Ruhe breitete sich in ihm aus. „Noch kannst du die Seiten wechseln, Beaufort. Überlege doch mal: Was kann dir England schon bieten?“ Jaroslaw versuchte, seiner Stimme einen väterlichen Klang zu geben. „Mütterchen Russland sorgt für seine Männer. Man würde einem Agenten wie dir viel Geld bieten, schöne Frauen, ein riesiges Haus …“ „Spar dir die Worte“, antwortete der junge Mann und lauschte. Entferntes Hundegebell war zu hören. „Wo sind die Papiere?“ „Papiere?“ – Jaroslaw lächelte matt. „Ich weiß nicht, wovon du sprichst.“ „Lass die Spielchen!“, fuhr der Mann ihn an und hob die Pistole ein Stück, sodass sie auf Jaroslaws Kopf zielte. 9 Wütendes Hundegebell hallte durch den Wald. „Ach Beaufort, du musst noch viel lernen, obwohl du gut bist für dein Alter. Glaubst du wirklich, ich würde wichtige Dokumente mit mir herumschleppen? Das, was du suchst, liegt sicher in meinem Büro. Ich kann es dir gerne zeigen.“ „Du Mörder wagst es wirklich, mir so ein Angebot zu unterbreiten!“ Beaufort spuckte auf den Boden. „Ich werde dich nach England bringen, und dort wird man dir den Prozess machen.“

Ein Schuss ertönte. Hunderte Vögel flatterten auf. Beaufort war kurz abgelenkt – das nutzte Jaroslaw. Er wirbelte herum und war mit einem großen Schritt am Rand des Felsens angelangt. Stumm ließ er sich vornüberfallen. Beaufort schoss sofort. Er sah, dass er getroffen hatte. Mit einem Satz war er am Rand, blickte hinab – doch von Jaroslaw keine Spur. Unten rauschte der Fluss. Fluchend steckte Beaufort die Waffe weg und machte sich auf den Rückweg. Das Hundegebell kam näher. Er musste seinen Informanten aufsuchen und dieses Land schnellstmöglich verlassen. Das Geheimnis über die Entwicklung einer fürchterlichen Waffe hatte Jaroslaw mit ins Grab genommen. Der dichte Wald verschluckte ihn. Die Sonne stieg höher und tauchte den Felsen in milchiges Licht. Wenig später traf eine Gruppe Jäger ein. Sie sahen Spuren 10 im Schnee, ahnten aber nicht, was sich hier eben abgespielt hatte. Sie machten Rast, teilten Wodka und lachten – nichtsahnend, dass an diesem Ort gerade ein Leben geendet hatte.