Der stumme Tod am IJsselmeer
Kriminalroman
Doris Althoff
Gmeiner-Verlag
Taschenbuch
Doris Althoff
Doris Althoff ist Kommunikationswirtin und lebt mit ihrer Familie in der ehemaligen Burg Pungelscheid (Sauerland), in deren Burgkeller sie sporadisch auch Lesungen und musikalische Veranstaltungen durchführt. Sie schreibt seit über 25 Jahren in unterschiedlichen Autorengruppen, gewann mehrere Literaturwettbewerbe mit ihren Kurzgeschichten und Krimis, die in vielen Anthologien erschienen sind.
2017 wurde ihr Kinderbuch veröffentlicht, 2023 ihr Thriller „Mit den Augen des Anderen“ im Luzifer Verlag. 2024 sind der erste Teil („Der stumme Tod am IJsselmeer“) und der 2. Teil („Der mörderische Verrat am IJsselmeer“) im Gmeiner Verlag erschienen. Im Dezember 2025 wurde der 3. Teil ("Die unrechte Vergeltung am IJsselmeer) veröffentlicht.
Fragen der SYNDIKATS-Redaktion an Doris Althoff
Welcher ist dein Lieblingskrimi?
Momentan „Sörensen“ von Sven Stricker, der ist so herrlich schräg, authentisch, empathisch.
Warum bist du im SYNDIKAT?
Antwort: CRIMINALE, Austausch mit Kolleg*innen, Neuigkeiten rund um Bücher und Autoren.
Dein Sehnsuchtsort?
Das IJsselmeer, der größte See der Niederlande, an dem ich ein Chalet besitze und der Ort, an dem meine Krimiserie spielt.
Dein Lieblingsgetränk?
UPS, da gibt es viele! Spanish coffee, Tia Maria, Grand Marnier, Cointreau, Rotwein.
Dein Lieblingsmord?
Der Rätselhafte.
Wo findest du Ruhe?
Am IJsselmeer, am Wasser, mit Hund im Wald, in der Wanne.
Wo Aufregung?
Bei Live-Konzerten, Feiern im eigenen mittelalterlichen Burgkeller, Musik im Allgemeinen, Städtereisen.Rezensionen
„Doris Althoff ist eine Menschenkennerin par excellence, was sie bereits mit ihrem Erstlingswerk bewiesen hat.“
Komplett-Magazin, Sommerausgabe 2024
„Den Namen Doris Althoff sollten sich die merken, die richtig gute, spannende Krimis lesen möchten“
KUDO2V, 22.05.2024 (Ruhr Nachrichten, Dorstener Zeitung, Halterner Zeitung) Ibbenbürener Volkszeitung, Recklinghäuser Zeitung, Waltroper Zeitung, Marler Zeitung, Hertener Allgemeine, Stirnberg Zeitung, Dattelner Morgenpost, Hellweger Anzeiger und Westfälische Rundschau im Kreis Unna, 25.05.2024
„Leichen im Urlaubsparadies: Skurrile Mörderjagd in Holland“
Süderländer Volksfreund, come-on.de, 13.03.2024
Leseprobe
1
EEN
Der tote Mann am Strand
De dode Man op het strand
Er hatte alles hundertmal durchdacht. Aber war das nicht immer so, wenn man etwas tat, das sein Leben verändern würde? Brisk, wie er sich selbst nannte, blickte aus dem Fenster. Es dämmerte. Er starrte auf seine Armbanduhr und wartete darauf, dass die letzten zwei Minuten verstrichen. Vielleicht hatte ihm das sein Leben lang im Weg gestanden. War er zu zögerlich, zu gründlich, zu langsam gewesen? Aber schließlich beging man ja nicht alle Tage einen Mord. Seine Uhr piepte einmal. Brisk verbot sich jeden weiteren Gedanken, schulterte seinen Rucksack und verließ das Haus.
Zwölf Minuten später parkte er seinen Wagen neben vielen anderen auf dem Parkplatz am Oosterdijk, schlug den kurzen Fußweg hinauf zum Strandpaviljoen "De Zoete Zee" ein und bog dann nach rechts ab.
Einige Zeit ging er am Wasser entlang, ließ den Spielplatz rechts liegen und steuerte auf Onderdijk zu. Es war der letzte Tag im August und die Sonne war bereits untergegangen. Einige Badegäste und Spaziergänger kamen ihm mit ihren Strandtaschen in Richtung Parkplatz entgegen. Es wurde leise am IJsselmeer, nur vereinzelt noch drangen dünne Stimmen aus der Ferne zu ihm herüber. Die Bank, die er ansteuerte, konnte er in der Dunkelheit nicht erkennen. Das war auch nicht nötig, denn ein Blick auf seine Uhr sagte ihm, dass es noch gut 1.200 Schritte waren. Und dort würde er bereits sitzen, wie an jedem Dienstag- und Donnerstagabend. Noch bevor er die Stelle erreichte, nahm er den Qualm der Zigarette wahr, die der alte Mann rauchte. Marlboro Gold. Er rauchte immer zwei Zigaretten. Die Kippen entsorgte er in einem kleinen silbernen Aschenbecher, den er dann wieder in seiner Jackentasche verstaute. Danach blieb er immer noch eine Viertelstunde auf das Wasser schauend dort sitzen, bevor er den Rückweg antrat. Brisk blickte sich um, lauschte in die Dunkelheit. Alles war wie in den Wochen zuvor. Leise schlich er in einem großen Bogen zu dem Busch hinter der Bank, öffnete geräuschlos den Reißverschluss seines Rucksacks und nahm zuerst die Handschuhe, dann das mit Chloroform getränkte Tuch aus einer Plastiktüte.
Der alte Mann zuckte nur kurz, bevor seine Arme schlaff herunterhingen, sein Kopf auf die Brust sank und Brisk ein zweites Mal in seinen Rucksack griff, um kurz darauf unvermittelt zuzustechen. Das war der einzige Augenblick gewesen, vor dem er sich ein wenig gefürchtet hatte. Aber am Ende verlief alles nach Plan, und als alle Sachen im Rucksack verstaut waren und die Leiche schließlich bis zur Hälfte im Wasser lag, dachte Brisk, dass es eigentlich keine große Sache gewesen war.
Das SYNDIKATS-Gewinnspiel
Beantwortet folgende drei Fragen, um in die Verlosung zu kommen.
-In welcher Provinz der Niederlande liegt der größte See des Landes?
-Welches Fahrzeug fährt die Protagonistin der Krimiserie von Doris Althoff, die in den Niederlanden spielt?
-In welchem Land werden weltweit die meisten Tulpen gezüchtet?
Wählt, ob ihr Teil 1 „Der stumme Tod am IJsselmeer“ oder Teil 2 „Der mörderische Verrat am IJsselmeer gewinnen möchtet.
Verlost werden drei Exemplare. Schickt eure Antworten bis zum 24.7.25 per E-Mail
