Angst über der Wupper
Andreas Struve
Script Verlag Wolfgang Reif
Jürgen Kreutzer, knallharter, in der DDR und der Sowjetunion spezialausgebildeter Militär, kann nur noch zusehen, wie sein Sohn an einer unbekannten, besonders aggressiven Variante des Ebolavirus stirbt. Als der behandelnde Arzt ihm erklärt, woran sein Sohn erkrankt ist, erinnert sich Kreutzer an ein streng geheimes sibirisches Biowaffenprojekt, an dem er in den siebziger Jahren beteiligt war. Und er ist sich sicher, dass es hier einen Zusammenhang gibt.
Damit sein Sohn nicht umsonst gestorben ist, beschließt Kreutzer, ein Zeichen zu setzen. Er entführt die Wuppertaler Schwebebahn und stellt drei Forderungen. Er will Geld von der EZB. Außerdem will er mit einem Vertreter der WHO und der russischen Botschaft sprechen.
Der etwas behäbige Kommissar Paul Gress kann sich die ungewöhnlichen Forderungen des Geiselnehmers nicht erklären und sieht in der Entschlüsselung des Motivs die einzige Chance, an den Entführer heranzukommen. Da meldet sich der Virologe Dr. Carl Venter, der den Geiselnehmer im Fernsehen erkannt und vor vielen Jahren mit ihm in Sibirien zusammengearbeitet hat. Er bietet seine Hilfe an.
Oberst Petrenko, ein altsowjetischer Apparatschik, war in den Siebzigern für das Programm „Biopräparat“ verantwortlich, dass die Erzeugung eines kampftauglichen Supervirus zum Ziel hatte. Er ist durch die Forderungen des Entführers alarmiert und versucht, im Kongo Spuren zu verwischen, wo seinerzeit das Virus von den Russen an Menschen getestet worden ist. Er vermutet, dass Reste des Virus nach dem Ende der Tests in die falschen Hände geraten sind.
Parallel dazu schickt Petrenko einen Killer nach Wuppertal, um Kreutzer auszuschalten.
Kurz bevor Kreutzer mit dem WHO-Vertreter in Anwesenheit der Medien sprechen kann, schlägt der Killer in der Schwebebahn zu. Schwer verletzt wird der Entführer ins Krankenhaus gebracht. Der Attentäter kann entkommen.
Und plötzlich bietet der russische Botschafter, der vorher eine Kooperation mit den deutschen Behörden strikt abgelehnt hatte, seine Hilfe an. Dies aber nur, um jegliche Beteiligung seines Landes an der Herstellung von Biowaffen zu leugnen und den Geiselnehmer unglaubwürdig zu machen.
Zur selben Zeit erreicht den Krisenstab das beunruhigende Ergebnis der DNA-Untersuchung des Virus. Professor Behrends vom Düsseldorfer Tropeninstitut warnt vor einer bisher unbekannten Virusvariante, bei der offenbar Gensequenzen der Spanischen Grippe und des Ebolavirus miteinander zu einem Supervirus verbunden wurden ...!

© Dr. Andreas Struve
Andreas Struve
Andreas Struve, Jahrgang 1961, Vater, Großvater, Gärtnermeister, Zahnarzt und Autor, interessiert sich durch seinen Beruf als Zahnarzt für Entwicklungen im medizinischen Bereich und deren Folgen. Bedingt durch seine Sozialisation in Deutschland Ost und West beschäftigt er sich mit gesellschaftspolitischen- und Umweltentwicklungen. In der DDR aufgewachsen, verließ er das Land Richtung BRD vor dem Mauerfall. Geprägt durch diese Erfahrungen, ist er auf der Suche nach Antworten auf die wesentlichen Fragen unserer Zeit. Als Wandler zwischen den Welten veröffentlicht er Thriller wie die Methusalemreihe und Krimis. Zudem arbeitet er aktuell auch an einem Kinderbuch.
