Mörderisches Münsterland
Sabine Deitmer, Kathrin Heinrichs, Norbert Horst, Ralf Kramp, Regula Venske, Peter Godazgar, Gisa Pauly, Ursula Meyer, Judith Merchant

Mörderisches Münsterland

Kurzkrimis von Bocholt bis Warendorf

KBV 2013

Herausgegeben von Jürgen Kehrer, Sandra Lüpkes

Taschenbuch
September 2010
sofort lieferbar
ISBN 9783940077844
10,95 € [D], 11,30 € [A]
Sonderpreis 0,– €
     
Lange galt das Land der Wasserschlösser, Pferdezüchter und Pumpernickelesser als pure Idylle. Doch spätestens seit 'Wilsberg' und 'Tatort' weiß man, dass auch im Münsterland fleißig gemordet wird. Und nicht nur in der Hauptstadt Münster – zwischen der niederländischen Grenze und dem Teutoburger Wald bleibt kaum ein Ort vom literarischen Verbrechen verschont. Dafür sorgen 20 namhafte Krimiautorinnen und -autoren, die den Spuren von Annette von Droste-Hülshoff und Udo Lindenberg folgen, den Nacktbadern am Dortmund-Ems-Kanal zuschauen und die Untiefen von Güllegruben ausloten.
Ralf Kramp, Regula Venske, Peter Godazgar, Judith Merchant, Norbert Horst, Sandra Niermeyer, Stefan Holtkötter, Dorothea Puschmann, André Lütke-Bohmert, Ursula Meyer, Gisa Pauly, Sandra Lüpkes, Jürgen Kehrer, Markus Paßlick, Adam Riese, Kathrin Heinrichs, Eva Maaser, Michael Bresser, Martin Springenberg, Sabine Deitmer und Georg Veit – sie alle liefern im neuen Band der Reihe MORDLANDSCHAFTEN Münsterländer Krimiköstlichkeiten vom Feinsten.
Sabine Deitmer

Sabine Deitmer

Geboren am 21.10.1947 in Jena/Thüringen. Sabine Deitmer wuchs in Düsseldorf auf und studierte in Bonn und Konstanz Anglistik, Romanistik und Literaturwissenschaften. Ihre Magisterarbeit schrieb sie über die Darstellungstrategie des Detektivromans. Nach "Lehr- und Wanderjahren" in Brighton, Bristol, Berlin und am Bodensee lebt sie seit mehr zwanzig Jahren im Ruhrgebiet. Hauptberuflich arbeitet sie in der Erwachsenenbildung. Von 1990-2000 war sie beurlaubt und arbeitete als Autorin.

Sabine Deitmer veröffentlichte ihre ersten Texten in sogenannten "Frauenverlagen". Gemeinsam mit der Autorinnen-Gruppe "Frauen schreiben" verlegte sie die Bücher "Mitten ins Gesicht – weiblicher Umgang mit Wut und Haß", 1984 und "Venus wildert, wenn Frauen lieben", 1985 im Selbstverlag. Mit ihren Mordgeschichten, in denen Frauen lästige Machos lässig und ungestraft ins Jenseits befördern, war sie auf Anhieb erfolgreich und schuf ein Sub-Genre, das in der Folge viele Autorinnen variierten. In ihrem ersten Roman "Kalte Küsse" entwickelte sie die Figur der Kommissarin Beate Stein, privat bindungsscheu und verletzlich, im Beruf kompetent und cool. Für ihren Roman "Dominate Damen" erhielt sie 1994 den Deutschen Krimpreis.
Nach längerer Pause erschien 2004 der vierte Roman mit Beate Stein "Scharfe Stiche", für den sie im Jahr 2005 mit der AGATHE, dem Frauenkrimipreis der Stadt Wiesbaden ausgezeichnet wurde. Beate Steins 5. Fall "Perfekte Pläne" erschien im Februar/März 2007 unter dem Motto "Wer jung bleibt, hat Probleme …"

Sabine Deitmer erhält im Jahr 2008 den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis von den Autoren des SYNDIKAT.

Kathrin Heinrichs
© Sarah Koska

Kathrin Heinrichs

wurde 1970 in einem kleinen sauerländischen Dörfchen geboren, studierte in Köln Anglistik und Germanistik und wohnt heute mit ihrer Familie in Menden. Sie wurde bekannt mit ihren Sauerlandkrimis um Hauptfigur Vincent Jakobs, schreibt außerdem Kurzgeschichten und tritt als Kabarettistin auf.

Norbert Horst
© Joachim Grothus

Norbert Horst

Geboren 8.4.1956 in Bad Oeynhausen. Nach der Schule in den Dienst der Polizei NRW eingetreten. Hier in unterschiedlichen Bereichen gearbeitet, auch in zahlreichen Mord- und Ermittlungskommissionen und der Wirtschaftskriminalität. Nach langen Jahren als Verhaltenstrainer und im Bereich Öffentlichkeitsarbeit arbeitet er heute wieder als Ermittler bei der Polizei in Bielefeld. Er lebt mit einer Familie wieder in Ostwestfalen.

Nach ersten Songtexten in den 70ern und verschiedenen Veröffentlichungen in Anthologien erhielt „Leichensache“ 2004 den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Debüt“ und "Todesmuster" 2006 den Deutschen Krimi Preis.

Ralf Kramp

Ralf Kramp

Geboren 1963 in Euskirchen, lebt heute in der Vulkaneifel. Für sein Debüt "Tief unterm Laub" erhielt er den Förderpreis des Eifel-Literaturfestivals. Seither schrieb er neun weitere Kriminalromane, darunter auch die Reihe um den kauzigen Helden Herbie Feldmann und seinen unsichtbaren Begleiter Julius. Mit der Kölner Agentur "Blutspur" veranstaltet er in der Eifel Krimiwochenenden mit "Live-Mördersuche". 2002 erhielt er den Kulturpreis des Kreises Euskirchen. Er moderiert zahlreiche Krimiveranstaltungen ("Tango Criminale", "Mord an Bord", "Eröffnungsgala Mord am Hellweg") und leitet in Hillesheim mit Ehefrau Monika "Das Kriminalhaus" mit dem "Deutschen Krimi-Archiv(26.000 Bände)" und Deutschlands erstem Krimicafé "Café Sherlock".

Regula Venske
© Isabel Mahns-Techau

Regula Venske

Regula Venske lebt als freie Schriftstellerin in Hamburg. Seit April 2017 ist sie Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland, dessen Generalsekretärin sie zuvor von 2013-2017 war. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Kurzgeschichten, Essays, literaturwissenschaftliche und literaturkritische sowie sprachexperimentelle Texte und wurde u. a. mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, dem Deutschen Krimipreis, dem Hamburger Literaturpreis und dem Lessing-Stipendium des Hamburger Senats ausgezeichnet, ihre Kurzgeschichtensammlung „Herzschlag auf Maiglöckchensauce“ für den Frauenkrimipreis der Stadt Wiesbaden nominiert. 2003 erhielt sie das „Struwwelpippi“- Stipendium des Centre National de Littérature, des Ministère de la Culture und der Stadt Echternach, Luxemburg. Im Januar 2005 folgte ein Tatort-Töwerland-Inselschreiberaufenthalt auf Juist und im Mai 2010 das Trio Mortale- Krimistipendium der Landeshauptstadt Wiesbaden.

„Regula Venske war vier Jahre alt, als man ihr (der Protestantin im katholischen Münster) attestierte, sie habe eine schwarze Seele. Mit 10 fing sie dann an, Krimis zu produzieren und hat sich von da an konsequent in den Olymp der deutschen Krimiautorinnen eingeschrieben.“ Radio Bremen

Peter Godazgar
© Foto: Carsten Koall

Peter Godazgar

Jahrgang 1967, ist in Hückelhoven (NRW) aufgewachsen. Er hat in Aachen Germanistik und Geschichte studiert, anschließend bei der Mitteldeutschen Zeitung volontiert und die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg besucht. Derzeit arbeitet er als stellvertretender Pressesprecher der Stadt Halle (Saale). Zwei Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie "Kurzkrimi" (2017 und 2019).

Veröffentlichungen:

Knockin' on heaven's door' Roman zum Kinofilm (Heyne, 1997), Unter Schweinen (Grafit, 2005), Unter freiem Himmel (Grafit, 2006), Unter schrägen Vögeln (Grafit, 2008), Willst du mein Single sein (2013), 8 (2013, mit Kathrin Heinrichs, Carsten Sebastian Henn, Jürgen Kehrer, Ralf Kramp, Tatjana Kruse, Sandra Lüpkes, Sabine Trinkaus), Der tut nix, der will nur morden (2015), Acht Leichen zum Dessert (2016, mit Kathrin Heinrichs, Carsten Sebastian Henn, Jürgen Kehrer, Ralf Kramp, Tatjana Kruse, Sandra Lüpkes, Sabine Trinkaus).

Außerdem zahlreiche Kurzkrimis.

Gisa Pauly

Gisa Pauly

lebt in Münster (Westf.), ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder. Sie war bis 1993 Lehrerin an einer kaufmännischen Berufsschule, danach Ausstieg aus dem Lehrerberuf, seitdem freie Schriftstellerinn. Im Mai 2019 erscheint "Sturmflut", der 13.Teil der Sylt-Krimi-Reihe um Mamma Carlotta im Piper-Verlag, im August/September der 2. Band der Siena-Reihe bei Pendo. Im März 2019 setzt sich die Kinderbuchreihe mit den "Leuchtturm-Haien" fort. Der 3. Band erschein und im Spätsommer der 4.

Ursula Meyer

Ursula Meyer

Geboren in Königstein/Taunus, lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Wien und Münster. Studium der Romanistik, Geographie und Philosophie in Köln und Wien. Bis zur Übersiedlung nach Wien 1975 als Studienrätin im Einsatz. Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit über die französische Gefängnisschriftstellerin Albertine Sarrazin. Anschließend Recherchen über die französische Sozialutopistin Flora Tristan und mehrere Reisen nach Lateinamerika. Seit 1998 erschienen zehn Kriminalromane im Waxmann Verlag, Münster. Zuletzt „Pferd ohne Reiter" - erscheint am 17. November 2010. Neuester Titel: "Nellys Geister" (Ein Familienthriller aus Münster), erschienen am 26.8.2015, im Waxmann Verlag (Münster)

Judith Merchant

Judith Merchant

Judith Merchant wurde in Bonn geboren und studierte dort sowie in Münster Germanistik mit wechselnden Begleitfächern. In einer Schreibkrise ihrer Doktorarbeit entstanden erste Kurzgeschichten. 2008 erschien der erste Kurzkrimi. Der zweite, „Monopoly“, erhielt den Friedrich-Glauser-Preis 2009. Es folgte 2011 der Friedrich-Glauser-Preis für die Kurzgeschichte "Annette schreibt eine Ballade", 2019 wurde sie erneut nominiert.
Judith Merchant arbeitet als Moderatorin und Dozentin für die Universität Bonn, das Literaturhaus und Bildungseinrichtungen und schreibt für verschiedene Verlage.

Mit dem Debütroman "Nibelungenmord" begann sie 2011 ihre dreiteilige Rheinkrimiserie bei Droemer Knaur. Im Sommer 2019 erschien der Thriller "Atme!" bei Kiepenheuer & Witsch.

Jürgen Kehrer
© Sarah Koska

Jürgen Kehrer

geboren 1956 in Essen, lebt in Berlin. Mit neunzehn Kriminalromanen und etlichen Drehbüchern ist er der geistige Vater des Buch- und Fernsehdetektivs Georg Wilsberg. Neben Kriminalromanen veröffentlicht Jürgen Kehrer auch historische Romane sowie Sachbücher. Seine Gesamtauflage beträgt über 800.000 Exemplare. Zuletzt erschien von ihm "Wilsberg - Ein bisschen Mord muss sein".

Sandra Lüpkes

Sandra Lüpkes, geboren 1971 in Göttingen, verbrachte die längste Zeit ihres Lebens auf der Insel Juist und wohnt nun in Münster, wo sie als freie Autorin und Sängerin arbeitet. Mit ihren 15 bereits erschienenen Kriminal- und Liebesromanen, den Erzählungen, Sachbüchern und Kurzgeschichtensammlungen hat sie bereits eine Gesamtauflage von knapp 600.000 Exemplaren erreicht.

Seit 2014 schreibt sie Drehbücher, u.a. für Warner Bros. und das ZDF.

Als Musikerin ist Mitglied der weltweit einzigen Band, die nur aus Krimiautoren besteht und deren Name streng geheim ist.

Caren Miosga, Kulturjournal, NDR Fernsehen:
»Sandra Lüpkes kann es - und sie kann es gut!«