Ostermorde I
Patricia Holland Moritz

Ostermorde I

Des Hasen letzte Zigarette

edition krimi

Ostermorde

210 Seiten, Taschenbuch
Februar 2018
sofort lieferbar
ISBN 9783946734192
13,– € [D]
     

Ostern würde Heiner anstelle von Eiern einfach mal sich selbst verstecken... Karfreitag. Fünfunddreißig Jahre lang hatte die Mutter ihren Sohn glauben lassen, er habe sein Leben einer unbefleckten Empfängnis zu verdanken. Vom Vater keine Spur, kein Name, kein Wort. Es gab nur einen Vater, und das war der Vater von allen und allem. Und nun saß sie da, an einem gedeckten Tisch, umgeben von ihren Lieblingen, die aus gläsernen Augen stupide auf die leeren Teller glotzten, mit ihren lächerlichen Schleifen im Haar und den verstaubten Kleidern aus Tüll und Spitze. Heiner beschloss, dass es nun an der Zeit war, sein eigenes Leben zu leben. Und der Osterhase, dieses lächerliche Resultat einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, das täglich im Hinterhof vom "Rossmann" herumlungerte, bekäme nun endlich eine sinnvolle Aufgabe.

Patricia Holland Moritz
© Michaela Philipzen. photoecken

Patricia Holland Moritz

die auf ihren Buchcovern den nervenden Bindestrich weglässt, wurde 1967 in Karl-Marx-Stadt (der Stadt mit zwei Bindestrichen) geboren und sagt das auch so, weil „geboren in Chemnitz“ hieße Jahrgang vor 1953 oder nach 1990.

War Buchhändlerin in Leipzig, Speditionskauffrau in Paris, Kaltmamsell in diversen Irish Pubs und begann erst in Berlin damit, Krimis zu veröffentlichen.

Geschrieben hat sie schon immer, weil schon die Frage „Bist du verwandt mit Renate Holland-Moritz?“ den Anstoß gab, die eigenen Schreibgene freizulegen.

Erste Lesungen noch ohne Veröffentlichung und einfach auf ihrer Behauptung „Ich bin Schriftstellerin!“ basierend. Lohn der Angst waren das Berliner Autorenstipendium für den Roman „Zweisiedler“ (unter Verweigerung von Schubladendiskussion mit Verlagen trotzig selbst veröffentlicht bei BoD, 2012) und die Freundschaft zum Leipziger Pfarrer Christian Führer, dem Mitinitiator der Friedlichen Revolution 1989, einem Gottesmann, für den sie zum Ghostwriter wurde: „Und wir sind dabei gewesen. Die Revolution, die aus der Kirche kam“ (Ullstein, 2009).

Seitdem hat sie bloggen, twittern und facebooken und einen Buchtrailer drehen gelernt, 6 Kurzkrimis in Anthologien des Verlages edition krimi Leipzig (2013 – 2017) veröffentlicht und Berlin-Krimis um das „Chamäleon“ Rebekka Schomberg bei Gmeiner: „Die Einsamkeit des Chamäleons“ (2014) und „Kältetod“ (2015). Ihr erster Botanik-Krimi bei Gmeiner erscheint im März 2018, und auch diese "Mordzeitlose" hat ihre bösen Wurzeln in Berlin.


Wird auf 50 – 100 Lesungen pro Jahr gesichtet, vom Wave-Gothic-Fest bis zum Sofalesen neben Hakan Nesser, Arne Dahl und Ulrich Wickert.

Autorenfoto (c) Michaela Philipzen. photoecken

Termine

Wann Was Wo
23. Sep 18
12:00 Uhr
"Mordzeitlose" - der botanische Krimi
zum Krimifest Hannover
Herrenhäuser Gärten
30419 Hannover