Das Ende aller Geheimnisse
Stefan Keller

Das Ende aller Geheimnisse

Heidi Kamembas erster Fall
Januar 2017
sofort lieferbar
ISBN 9783499272493
9,99 € [D], 10,30 € [A] , SFr. 13,50 [CH]
Sonderpreis 0,– €
     
Erschossen. Verbrannt. Versteckt.

Heidi Kamemba ist neu bei der Kripo Düsseldorf, und sie fällt auf: Sie ist die erste schwarze Kriminalkommissarin in Deutschland. Ginge es nach ihr, wäre ihre Hautfarbe kein Thema, doch leider sehen die meisten das anders. Als an ihrem ersten Arbeitstag in einem Waldstück eine verkohlte Leiche gefunden wird, nimmt sie die Ermittlungen auf, aber nicht alle im Team unterstützen sie. Während der Mörder noch gesucht wird, geben Kamembas Kollegen ihr zunehmend Rätsel auf. Es heißt, ihr Vorgänger habe sich mit seiner Dienstwaffe erschossen. Doch war es wirklich Suizid?

Packend und politisch - ein Krimi mit Tiefgang!
Stefan Keller

Stefan Keller

Stefan Keller ist Schriftsteller und Dozent. Aktuell ist 2017 sein Krimi "Das Ende aller Geheimnisse" bei Rowohlt erschienen. Im Gmeiner Verlag erschienen bislang sechs Kriminalromane und ein Stadtführer. Seit 2005 gibt Keller Schreibseminare an der Universität zu Köln.
Daneben hat der ehemalige Wirtschaftsjournalist und Theaterdramaturg Hörspiele, Fernsehshows, Drehbücher, Bühnenstücke, Kurzgeschichten, Lyrik, Presse- und Werbetexte geschrieben. Zudem lektorierte er für Filmproduktionen und Fernsehsender.

Empfehlung der Woche

Das Ende aller Geheimnisse ist die Empfehlung der Woche der SYNDIKATs-Redaktion vom 27. Februar 2017.

Kritikerstimmen

Stefan Keller hat einen schönen, spannenden , gesellschaftlich und politisch höchst brisanten Roman geschrieben. Wer gerne Tatort schaut, wird dieses Buch sicherlich mit Vergnügen und Betroffenheit lesen. Neue Ermittlungen von Heidi Kamemba sind zu erwarten. Wunderbare Aussichten für den gepflegten Krimileser!
Susanne Laschet, Aachener Zeitung, 14.2.2017

Das Ende aller Geheimnisse ist kein Actionreißer. Sondern ein klassischer Kriminalroman, jederzeit nachvollziehbar, mit interessanten Charakteren. Es gibt einige Spuren, der Leser kann mitdenken. Dass die Geschichte in und um Düsseldorf spielt, sorgt für zusätzliche Erkennungseffekte. Der Roman soll der Start einer Serie sein. Der 1967 in Aachen geborene Stefan Keller weiß, wie man eine Grundstory aufbaut, die viele Möglichkeiten lässt. Da gibt es nicht nur die Kollegen, die sich noch weiter entwickeln können, sondern auch den Freund und den Vater Heidis. Keller erfindet nicht den Kriminalroman neu, hat aber eine souveräne, locker zu lesende und hintergründige Geschichte mit einer sehr sympathischen Heldin geschrieben.
Stefan Keim, WDR 4

Während sich an der Flüchtlingsfrage in Deutschland die Geister scheiden, hat Stefan Keller das Thema Fremdsein/Anderssein auf ganz andere Art und Weise aufgegriffen. Er hat einen Kriminalroman geschrieben – und seine Hauptperson, Kriminalkomissarin Heidi Kamemba, zur ersten schwarzen Kriminalkommissarin in Deutschland ernannt. Sei es mal dahin gestellt, ob es tatsächlich bis heute in ganz Deutschland keine schwarze Kriminalkommissarin gibt, das Thema ist der Autor elegant angegangen. Für seine Ermittlerin ist ihre Hautfarbe kein Thema – in Deutschland geboren und aufgewachsen, tickt die Tochter eines Kongolesen und einer Deutschen so deutsch, dass sie schon in der Ausbildung spöttisch "Die Deutsche" genannt wird. Anderssein und Fremdenfeindlichkeit in einen span-nenden Roman verpackt, der mit einer schlüssigen Handlung und einer ansprechenden Personage punktet: So geht Lesespaß.
Lübecker Nachrichten, 12.2.2017

Fazit: Rundum gelungener Start! Spannend, abwechslungsreich und fesselnd bis zur letzten Seite! Volle Punktzahl!
Mordsbuch

Der Kriminalroman Das Ende aller Geheimnisse wird, kaum auf dem Markt, schon als Geheimtipp gehandelt und ich kann dies nur bestätigen. In sehr angenehmer Sprache und mit einem klaren Ausdruck lässt Stefan Keller den Leser flüssig durch die Seiten gleiten. Sein Blick nach rechts und links rundet ein Kapitel nach dem anderen harmonisch ab und damit zaubert er ein interessantes Gesamtpaket und schreibt sich in mein Leserherz. Blumige Sprache oder Detailverliebtheit sucht man vergebens und dennoch ist das Geschriebene des Drumherums besonders ansehnlich.
Nisnis Bücherliebe

Drei Fragen an Stefan Keller

Warum haben Sie sich für ein Leben mit dem Verbrechen entschieden?
Weil mich interessiert, was Verbrechen anrichtet. Alle  meine Krimis kreisen um die, die zurückbleiben – Eltern, Freunde, Kinder. Im aktuellen Fall sind es die Kollegen, Polizeibeamte.

Was ist Ihre Lieblingstatwaffe?
Die Aufklärung.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Was sollte ich sagen? Ich bin unschuldig.

Leseprobe

„So, zu Hauptkommissar Westphalen!? Und was willst du von dem?“
Er klang, als spräche er mit einem Kind.
Einem sehr dummen Kind.
„Du kannst nicht einfach hier hereinspazieren und durch die Flure schleichen. Das ist das Polizeipräsidium der Landeshauptstadt Düsseldorf, nicht irgendein …“
„Ich schleiche nicht. Mein Name ist Heidi Kamemba und ich habe um 8 Uhr einen Termin mit Hauptkommissar Westphalen. Dienstantritt.“
Heidi klappte die Ledermappe auf und zog den Brief des Innenministeriums heraus, in dem ihr mitgeteilt worden war, dass sie ab heute als Kriminalkommissarin im Kriminalkommissariat 12 der Düsseldorfer Polizei arbeiten würde. Dienstbeginn 01.03.2016, 8:00 Uhr. ‚Bitte melden Sie sich pünktlich bei Ihrem Dienststellenleiter und Vorgesetzten, HK Bruno Westphalen.’ Jetzt war es 7 Uhr 57. Sie reichte die Klarsichthülle mit dem Brief dem Polizisten, der ihn las, sie anschaute und ihn wieder las.
„Haben Sie einen Ausweis?“ Er ließ nicht locker.
Genervt zog sie ihn aus der Tasche. Sinnlos, Ärger zu machen. Nicht kurz vor dem großen Ziel: Kriminalkommissarin!
Aufmerksam studierte der Kollege Heidis Ausweis, blickte von dem Namen auf dem Brief zu dem Namen, den ihm Heidi vor die Nase hielt. Sie sah förmlich, wie es hinter seiner Stirn arbeitete. Es musste traurig in einem Kopf zugehen, der von ein bisschen Hautfarbe überfordert war.
„Würden Sie mich jetzt bitte zu meinem Arbeitsplatz bringen, Herr Kollege?“