Als der Teufel erwachte

Als der Teufel erwachte

Thriller

Emons Verlag

Jutta Stern und Thomas Neumann [2]

432 Seiten
1. Auflage, September 2016
sofort lieferbar
ISBN 9783954519804
12,90 € [D], 13,30 € [A]
     
Packend, erschütternd, brisant und grausam real!
Bei einer Autoreparatur entdecken Mechaniker zwei Leichen im Kofferraum eines Wagens. Die Toten weisen zahlreiche Verletzungen und Narben auf. Die Ermittler Jutta Stern und Thomas Neumann kommen einem Schlepperring auf die Spur, der mit grausamen Methoden arbeitet. Und die beiden Toten sind erst der Anfang ...

Die Fortsetzung des Bestsellers "Als Gott schlief"
Jennifer B. Wind
© Jennifer B. Wind

Jennifer B. Wind

Jennifer B. Wind, in Leoben geboren, im Murtal und in Wien aufgewachsen,
lebt mit ihrer Familie südlich von Wien. Die ehemalige Flugbegleiterin mit
Klavier-, Gesangs- und Schauspielausbildung schreibt für alle Altersklassen,
Romane, Drehbücher, Songtexte, Gedichte, Theaterstücke, Kolumnen und
Kurzgeschichten, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Gleich
ihr Debüt, der Thriller „Als Gott schlief“, wurde zum Bestseller, der
Nachfolger „Als der Teufel erwachte“ ein Achtungserfolg, der von Kritikern
unter anderem als „Fanal für die Menschlichkeit“ gefeiert wurde. „Die Maske
der Gewalt“, der Auftakt einer neuen Thriller-Serie war wochenlang auf der
Bild Bestseller Liste, Band 2 “Die Maske der Schuld” wurde für den Fine
Crime Award 2020 nominiert. sie ist auch als Ghostwriter, Rezensentin und
Sprecherin tätig und unterstützt seit vielen Jahren die Jury des zeilen.lauf
und schreib.art Wettbewerbs. Als Mentorin fördert sie Autor:innen und als
Coachin im Bookerflyclub kümmert sie sich um Nachwuchsautor:innen. Seit
Jahren ist sie aktiv in Sachen Tier- und Umweltschutz unterwegs und setzt
sich gegen Gewalt an Kindern und Frauen ein. In ihrer Freizeit malt,
zeichnet und singt sie und arbeitet ehrenamtlich für diverse Autorenvereine.
Sie ist u.a. Mitglied im Syndikat, bei den mörderischen Schwestern und bei
den österreichischen Krimiautor/innen.

Mehr über die Autorin finden Sie
hier: www.jennifer-b-wind.com

Empfehlung der Woche

Als der Teufel erwachte ist die Empfehlung der Woche der SYNDIKATs-Redaktion vom 03. Oktober 2016.

Kritikerstimmen

Knallhart, dramatisch, actiongeladen! Ein fesselnder Thriller, lebensnah und mitreißend erzählt.
Veit Etzold

Die Dichte dieses Nachfolgewerks übertrifft die des Vorgängers noch um Längen.
Bezirksblätter

Jennifer B. Wind hat einen packenden Thriller geschrieben. Wer sich für die Thematik rundum Schlepper und ihre Machenschaften interessiert, wird mit Als der Teufel erwachte bestens bedient und einen sehr gelungenen, gut recherchierten Roman  lesen. Das Ende ist ein echtes Highlight und lässt auf den nächsten Fall mit dem Team hoffen.
Frauenpanorama

Jennifer B. Wind steht für hochdramatische Thriller, die immer hart an der Realität stehen.
Thomas Jessen, Rezensent und Blogger, Mundolibris Buchblog

Jennifer B. Wind gelingt ein Thriller, der allen Ansprüchen gerecht wird: Packend geschrieben mit einer sofort fesselnden Handlung und zudem einem sauber recherchierten und brandaktuellen Hintergrund.
 Dr. Katrin Scheiding 

Drei Fragen an Jennifer B. Wind

Warum haben Sie sich für ein Leben mit dem Verbrechen entschieden?
Das Dunkle und Abgründige hat mich schon immer fasziniert. Schon als Kind habe ich lieber Horror- und Gruselgeschichten gelesen als lustige Schul-, Pferde- oder Internatsromane, die bei meinen Freundinnen in waren. Da war es zum Krimi nicht mehr weit. Und ich habe sogar einen Mann geheiratet, der das Verbrechen bekämpft. Das schafft einen guten Gegenpol, denke ich, aber auf jeden Fall viele interessante Diskussionen, und es ist zudem sehr praktisch für eine Krimischreiberin.

Was ist Ihre Lieblingstatwaffe?
Außergewöhnliche Waffen, keine alltäglichen, sondern gebastelte oder interessante antike und mittelalterliche Waffen und Folterinstrumente. Manchmal tut es aber auch das gute alte Küchenmesser oder etwas aus dem Garten.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Ein grausames Kindheitstrauma, wie bei fast allen Serienmördern. Aber man darf sich freuen, dass ich meine Mordgelüste nur auf Papier auslebe. Das ist sicher der friedlichste Weg. Würden alle Menschen nur zu fiktiven Waffen greifen, wäre die Erde ein besserer Ort.

Leseprobe

Der Krieg, Syrien, Aleppo
Nesrin-Hayet

Erschöpft lehne ich mich an die nackte Mauer. Die Feuchtigkeit dringt durch meine Bluse. Ich lecke mit der Zungenspitze eine Träne von meinem Mundwinkel. Sozan schluchzt immer noch. Dann auf einmal erbeben die Wände. Mauerwerk bröckelt, regnet auf uns herab. Der Staub pudert unsere Gesichter, färbt unser Haar. Alle im Raum sehen aus wie graue Statuen. Entsetzen macht sich breit. Unser Haus muss getroffen worden sein. Noch ein lauter Knall, weiteres Bröckeln. Alle kreischen durcheinander. Ich hebe Jasim hoch, stehe auf, ziehe an Sozan. »Wir müssen raus hier. Ich glaube, das Haus stürzt gleich ein.«
Beide blicken wir auf Faizah, die von weißem Staub bedeckt am Boden des Kellers liegt. Dann sieht Sozan mich stumm an. Ohne weitere Worte zu verlieren, laufen wir die Treppe hinauf, gerade noch rechtzeitig, bevor die Kellerdecke endgültig einstürzt. Wir klettern über Gesteinsbrocken hinweg, die einmal die Wände des Erdgeschosses gewesen sind. Unser Zuhause existiert nicht mehr. Ich erkenne Splitter von den blauen Badezimmerfliesen in dem Schutt. Ich sehe nach oben, aber da ist nichts mehr zwischen mir und dem Himmel.
Keine Decke, die oberen Zimmer sind weg, das Loch geht über zwei Stockwerke und erstreckt sich beinahe über die ganze Hausfläche. Nur die hintere Wand unseres Wohnzimmers steht noch, die Bilder sind mit einer dicken Staubschicht bedeckt. Doch ich kann die Fotos nicht holen, die Treppe ist weg. Mit bebenden Lippen überlege ich, wie ich an die Fotos kommen soll, als ich eine Drohne höre.
»Runter, Sozan!«
Ich ziehe meine Tochter hinter einen Berg aus Mauerwerk, Fliesenstücken, Tapetenfetzen, Geschirrscherben und Stoffresten. Wir kauern uns ganz dicht auf den Boden. Ich höre das Surren der Drohne draußen auf der Straße.
Still harren wir in unserem Versteck aus, bis ich die Drohne nicht mehr hören kann. Dann kriechen wir hervor.
Aus den Trümmern berge ich einen Rucksack und eine Tasche und beginne wahllos Sachen hineinzustopfen, von denen ich glaube, sie brauchen zu können. Einen Beutel mit Tee, Salz, einen halben Laib Brot, zwei Dosen Bohnen, Wasserflaschen, eine Seife, eine Bürste, Zahnbürsten, Zahnpasta, einen Tiegel Creme, eine Tube Wundsalbe, eine Packung trockene Kekse, Stifte, Papier. Fieberhaft suche ich nach dem Ladekabel meines Handys. Die einzige Verbindung zu meinem Mann und meinem Sohn. Sozan steht mit Jasim in den Armen im Dreck. Ihre Augen sind schreckverzerrt, sie zittert am ganzen Körper. Ahmad nickt mir zu und macht dort weiter, wo er vorhin aufgehört hat: Wühlen im Schutt. Suchen nach den letzten Resten eines verlorenen Lebens, eines Lebens vor dem Krieg, vor dem Schmerz, vor dem Tod.

Leseproben & Dokumente