Dr. Feist im Fegefeuer
Manfred J. Schmitz

Dr. Feist im Fegefeuer

EWK Verlag
Oktober 2014
sofort lieferbar
ISBN 9783938175897
     

Presse/Medien

"...'Dr. Feist im Fegefeuer' ist eine bitterböse, intelligent gemachte Politsatire, die sich nicht nur darauf beschränkt, Häme über einen Bösewicht auszuschütten. Manfred Schmitz zerpflückt das ganze System, eine Gesellschaft, die, von Wachstumswahn und 'Flobbyismus' getrieben, an den eigenen demokratischen Grundpfeilern sägt..." (Silke Arning, SWR1 Der Abend 21.12.2014)

Manfred J. Schmitz entführt seine Leser in ein Paralleluniversum, das dem unseren zwar sehr ähnlich ist, aber eben doch etwas anders. Das Mordopfer ist der Ministerpräsident von “Südwestland” Dr. Johannes Feist, Mitglied der Erzheiligenpartei und glühender Verfechter eines Bahnprojekts namens “Rossstadt 21″. Mit skurrilem Humor lässt der Autor seinen Dr. Feist, trotz evangelischen Bekenntnisses, im katholischen Fegefeuer läutern. Ein Roman, der sich rings um eine Baugrube entwickelt, so manche giftige Spitze setzt, und von tiefer Sympathie für den zivilen Widerstand getragen ist. (SaarKurier online 12.09.2014)

Schreiben ist für mich Katharsis - Mit ,,Dr. Feist im Fegefeuer" hat Manfred J. Schmitz einen satirischen Roman veröffentlicht

Das Schreiben von Geschichten ist nur eines von vielen Hobbys, die der 72-Jährige pflegt. Seit seinem Eintritt ins Rentenalter hat er schon drei Romane veröffentlicht. Der dritte, eben unter dem Titel ,,Dr. Feist im Fegefeuer" erschienen, ist eine skurrile Satire über ,,Rossstadt 21" , wo ein Kopf- in einen Tiefbahnhof verwandelt werden soll. Ahnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten sind beabsichtigt.

Filz aus Politik und Wirtschaft

Fast vier Jahre, mit längeren Pausen, hat Manfred J. Schmitz, der früher als Rundfunkioumalist und Hörfunkautor in Saarbrücken, bei der BBC London und beim Südwestrundfunk in Stuttgart arbeitete, an ,,Dr. Feist im Fegefeuer" (EWK-Verlag, 14,80 Euro) geschrieben. 'Zwischendurch wollte ich ab und zu aufgeben. Aber die politischen Themen, um die es geht, haben mich nicht losgelassen. Außerdem ist Schreiben für mich Katharsis. Ich schreibe mich frei, es macht Spaß und gute Laune', erzählt der Autor. Neben der Auseinandersetzung mit Aspekten wie dem sinkenden Vertrauen von Bürgern in die Politik, dem Filz aus Politik, Bau- und Immobilienwirtschaft, der um sich greifenden Gier nach Macht und Geld, ausuferndem Lobbvismus und zivilem Widerstand reizen ihn auch seine Figuren: ,'Ich habe sie liebgewonnen. Auch die Bösewichte. Da bin ich wie eine Mutter, die einen missratenen Sohn hat. Es klingt ein bisschen verrückt, aber oft staune ich, was beim Schreiben mit mir und meinen Protagonisten passiert.'
In seinem Beruf als Journalist hatte Schmitz ausgiebig Gelegenheit, Firmenbosse und Vertreter der politischen Elite zu beobachten. Viele solcher Erfahrungen sind eingeflossen in die Geschichte über diesen Dr. Feist, den Schmitz als einen machtgierigen Politiker beschreibt, der seine Position für seine eigenen Zwecke ausnützt. Mit viel Lust auf schwarzen Humor überzeichnet er: 'Dieses satirische Drehen an der Schraube macht mir unglaublich viel Spaß'. Seinen Verleger hat er damit bereits angesteckt: Der ließ sich nach der Lektüre zu einem skurrilen Vorwort inspirieren, in dem ein Baggerfahrer ein Wurmloch ins Paralleluniversum ,,Rossstadt 2l" durchsticht.

Wenngleich Esslingen, wo Schmitz seit vielen Jahren zuhause ist, in diesem dritten Roman als ,,Zwieblingen" eher im Hintergrund bleibt, so finden sich rund um das Rossstädter Tiefbahnhof-Projekt jede Menge lokaler Bezüge und Anspielungen: Eine Kanzlerin mit den Initialen AM, ein Schusswaffen liebender und Porsche fahrender Minister namens Doll und der titelgebende Ministerpräsident Dr. Feist, 'Südwestnapoleon' genannt, der sich als jovialer Landesvater inszeniert und Aktien 'eines südwestländischen Energiekonzerns' zurückkauft. Ihm freilich droht im Buch Schlimmes: Er wird von einem Killer mit smaragdgrünen Augen ermordet, schmort - assistiert durch Hildegard von Bingen, Päpstin Johanna Anglicus und den Heiligen Franziskus - für seine Sünden im Fegefeuer und muss später sogar noch im Paradies büßen.

Während er sich in seinem Berufsleben als Journalist an Fakten halten musste, freut sich der Romanautor, dass er jetzt ,,die Grenzen sprengen darf. Stilistisch kann er mit seinen kurzen, das Tempo beschleunigenden Sätzen den ehemaligen Hörfunkmann nicht verbergen. Die Welt neugierig und kritisch zu betrachten, das ist eine persönliche Eigenschaft, die er auch seinen Figuren mitgegeben hat: 'Ich hinterfrage mich ständig selbst, und auch meine Figuren hinterfragen sich und ihre Handlungen.'" (Gaby Weiß, Eßlinger Zeitung am 03.01.2015)
Manfred J. Schmitz

Manfred J. Schmitz

Geboren am 12. Mai 1942 in Hattingen/Ruhr. Abitur im westfälischen Soest. Studium der Anglistik und Politischen Wissenschaften in Freiburg und London. Programmgestalter beim Saarländischen Rundfunk in Saarbrücken, Redakteur beim Deutschsprachigen Dienst der BBC in London, Autor, Reporter, Moderator, Redakteur und Event Manager beim Süddeutschen Rundfunk bzw. Südwestrundfunk in Stuttgart. Seit 2005 Buchautor. Erstlingskrimi „Wechseljagd“ erschien im November 2007, zweiter Roman „Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist“ kam im März 2010 heraus. Die politische Satire "Dr. Feist im Fegefeuer" erschien im November 2015.