Spreewaldgrab
Christiane Dieckerhoff

Spreewaldgrab

Kriminalroman

Ullstein Taschenbuch Verlag

Taschenbuch
Januar 2016
sofort lieferbar
ISBN 9783548287607
11,– € [D], 11,40 € [A] , SFr. 12,50 [CH]
Sonderpreis 0,– €
     
Christiane Dieckerhoff
© Ilona Voss

Christiane Dieckerhoff

Christiane Dieckerhoff lebt mit ihrem Mann, dem Musiker Eckhard Dieckerhoff am nördlichen Rand des Ruhrgebiets. Als Christiane Dieckerhoff schreibt sie vorwiegend Spreewaldkrimis und als Anne Breckenridge historische Romane. Gemeinsam mit ihrem Mann gestaltet sie die Leseshow Mord & Musik mit Texten aus ihren Büchern und dazu passenden Musikstücken. 

Aktuell organisiert Christiane Dieckerhoff als Jurysekretärin den Glauser Krimipreis der Autoren in der Kategorie Debüt. Vertreten wird sie durch die Kölner Agentur Molden. Mehr Informationen über aktuelle Bücher und Lesungstermine finden sich auf der Homepage der Autorin.
www.krimiane.de/

Empfehlung der Woche

Spreewaldgrab ist die Empfehlung der Woche der SYNDIKATs-Redaktion vom 17. Januar 2016.

Kritikerstimme

Die Sprache: Außergewöhnlich. Die Handlung: Verstörend. Die Figuren: Undurchsichtig. Alles an diesem Buch macht Lust auf mehr.
Arno Strobel

Fünf Fragen an Christiane Dieckerhoff

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn?
Meine kriminelle Laufbahn begann Anfang des neuen Jahrtausends mit einem schlecht (übersetzten?) Krimi. 

Wie viele Verbrechen gehen auf Ihr Konto?
Es läppert sich und in meinen Hirnwindungen lauern noch einige.

Warum haben Sie sich für ein Leben mit dem Verbrechen entschieden?
Weil es kein anderes gibt.

Was ist Ihre Lieblingstatwaffe?
Das Leben mit all seinen Möglichkeiten. Es ist erstaunlich wie viele Mordmöglichkeiten es gibt.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Ich war ein guter Mensch und ich brauchte einen Ausgleich. 

Leseprobe

Prolog
Montag 27. Mai

Grelles Licht. Bleilider. Ein Wasserfleck. Erinnerungen:
Der italienische Stiefel. Treppe. Telefon. Die Frau
schluckt. Galle steigt ihr in die Kehle. Weiter. Nicht auf-
geben: Das Haus am Fließ. Das Haus der alten Frau. Ihr
Haus. Sie ist zu Hause. Liegt im Schlafzimmer. Ihrem
Schlafzimmer. Auf dem Bett. Ihrem Bett. Ist gefesselt.
Zäh wie Schlick schwappen die Erinnerungen durch ih-
ren Schädel. Ihr Zwerchfell zieht sich zusammen. Wieder
füllt sich ihr Mund mit dem fauligen Inhalt ihres Magens.
Diesmal gibt es kein Zurück. Sie kann nicht schlucken,
kann nicht atmen. Ihr Herzschlag stolpert. Sie wirft sich
auf die Seite, die Fesseln zerren an ihren Gelenken.
Schweiß brennt in ihren Augen. Sie würgt und kotzt und
würgt und keucht: Luft. Atmen. Ihr Herz pumpt gegen
den Druck in ihrer Brust an, bis nur noch einzelne
Schläge in ihren Schläfen widerhallen. Schlieren wabern
vor ihren Augen, nehmen ihr die Sicht. Dunkelheit.
Schwärze. Tod. Panisch reißt sie die Augen auf. Sieht die
Rose. Angst. Ein Knarren. Die Tür öffnet sich. Ein Mann
stolpert in den Raum. Er ist nackt.
Nicht Uwe, gellt eine Stimme im Inneren der Frau.