Ruhrpott-Connection

Ruhrpott-Connection

Hellweg-Krimi

Prolibris-Verlag Kassel

Maike Graf und Max Teubner [5]

335 Seiten
November 2022
sofort lieferbar
ISBN 9783954752430
15,– € [D]
     
Überfall auf eine Antiquitätenhandlung in Unna. Die Inhaberin wird getötet, der zur Hilfe geeilte Kripobeamte niedergeschossen. Quasi vor den Augen seiner Freundin, Hauptkommissarin Maike Graf. Ermitteln darf sie nicht, wegen Befangenheit. Doch während ihr Freund im künstlichen Koma liegt, stellt sie eigene Nachforschungen an. Immer tiefer dringt sie in die Welt des organisierten illegalen Antikenhandels ein. Ihre Recherchen führen sie bis in eine Totenstadt am Nil. Derweil stoßen ihre Unnaer Kollegen Teubner und Reinders bei ihren Ermittlungen auf einen Cold Case. Vor über 30 Jahren wurde die Schwester der ermordeten Antiquitätenhändlerin brutal erschlagen. Gibt es einen Zusammenhang zu dem aktuellen Fall? Und vor allem zu den Nachforschungen von Maike Graf?
Astrid Plötner
© Foto by Christian Baltrusch

Astrid Plötner

 

 Astrid Plötner wurde 1967 am Rande des Ruhrpotts im westfälischen Unna geboren. Ihre Vorliebe zum Schreiben entdeckte sie früh. Nach langjähriger Berufstätigkeit als Kauffrau im Einzelhandel arbeitet sie nun seit einigen Jahren als freie Autorin. Ihre ersten Erfolge verzeichnete sie durch die Nominierung zum Agatha-Christie-Preis der Fischer-Taschenbuch-Verlage in den Jahren 2013 und 2014 mit ihren Kurzkrimis »Ausgemobbt« und »Mordsmasche«. In den folgenden Jahren gelangen mehrere Buchveröffentlichungen, im Besonderen die Kriminalromane mit den Unnaer Kommissaren Maike Graf und Max Teubner. Astrid Plötner ist Mitglied der Autorenvereinigung „Syndikat e.V.“ 

Fragen der SYNDIKATS-Redaktion an Astrid Plötner

Wo schreibst du am liebsten?

Tatsächlich am liebsten in meinem Büro, wo ich Ruhe habe.

Warum bist du im SYNDIKAT?

Ich schätze sehr den Austausch zwischen Schreibtischtätern, das Glas Wein bei der Criminale und die Verbundenheit unter AutorInnen.

Dein Lieblingswort?

Hümmelken.

Dein Sehnsuchtsort?

Die Nordsee, vorrangig die Insel Borkum.        

Dein Lieblingsmord?

Andreas Gruber hat in einem seiner Krimis ein Opfer durch rasant wachsende Bambusstangen getötet. Das fand ich ziemlich krass.          

Wo findest du Ruhe?

Bei Spaziergängen in der Natur mit unserer Hündin Lucy.      

Deine persönlich meist gehasste Frage?

Wer ist der Mörder? Oder: Ich habe auch was geschrieben. Können Sie sich das Manuskript mal ansehen?              

Das SYNDIKAT-Gewinnspiel

Wie heißen die beiden Protagonisten in der Krimi-Serie von Astrid Plötner, die im Ruhrgebiet ermitteln? Kleiner Tipp: Die Initialen der beiden sind M.G. und M.T.

Zu gewinnen gibt es ein Exemplar des Krimis Ruhrpott-Connection. Bitte sendet eure Antworten bis zum 12.01.2023 über das Kontaktformular der Webseite der Autorin

Rezensionen

„Astrid Plötners neuer Krimi begeistert Premierenpublikum. Drei Morde in Unna und der internationale Antikenhandel sorgen für jede Menge Spannung.“
Hellweger Anzeiger zur Buchpremiere vom 14.11.2022

„Ruhrpott-Connection ist keine seichte Regionalgeschichte, sondern ein spannender und manchmal auch knallharter Krimi.“
Hellweger Anzeiger, Rezension zu Ruhrpott-Connection vom 3. Dezember 2022

»Attention please! Passenger Mrs. Jana Helmes. Please report to the information desk. Achtung! Fluggast Frau Jana Helmes. Bitte melden Sie sich an der Information.«

Jana stockte. Man hatte soeben ihren Namen in der Durchsage genannt! Was sollte das bedeuten? War Adil etwas passiert? Ging es ihm schlecht? Panisch schaute sie sich um. Wo befand sich der Informationsschalter? Sie stürmte durch die Flughafenhalle, rempelte mehrere Passanten an, die sich lauthals beschwerten. Ihre Augen irrten gehetzt von links nach rechts. Endlich sah sie jemanden vom Sicherheitspersonal. Ein untersetzter Mann mit dunkler Uniform und düsterem Blick. Jana nahm all ihren Mut zusammen und fragte ihn auf Englisch nach dem Weg zur Information. Als sie ihren Namen nannte, nickte er und zückte sein Funkgerät. Er sprach auf Türkisch, Jana verstand nur ihren eigenen Namen.

»Follow me!«, sagte er mit ernstem Gesicht.

»What happened?« Jana war den Tränen nah. Ging es um Adil? Hatte er einen Unfall? Was war passiert? Das Atmen fiel ihr schwer. Sie bekam kaum noch Luft. Das Asthmaspray befand sich in ihrer Handtasche. Keine Zeit, danach zu kramen. Der Uniformierte hatte sie am Arm genommen und zog sie neben sich her. Jana stolperte und keuchte. »Warten Sie!« Sie brauchte das Spray. Sie blieb stehen. Der Mann sah sie mit hochgezogenen Brauen an. Als sie in ihrer Tasche kramte, griff er zu seiner Pistole. »Hands up!«, brüllte er. Schon fuchtelte er mit der Waffe auf und ab. »Down! Down! Lay down!«

Jana erstarrte. Sie fiel auf die Knie und legte sich flach auf den Bauch. Die Arme streckte sie weit von sich. Sie hörte Menschen um sich herum entsetzt rufen und weglaufen. Der Mann ging langsam neben ihr in die Hocke. Seine Pranke schloss sich schmerzhaft um ihr Handgelenk. Kurz darauf fixierten Handschellen ihre Arme auf dem Rücken und sie wurde auf die Beine gezogen. »Please«, keuchte sie und deutete mit dem Kopf auf ihre Handtasche in seinen Händen, »I need my medicine. My asthma spray.«

Er wühlte in der Tasche, zog das blaue Spray heraus und hielt es ihr an den Mund. Kaum hatte sie daran gezogen, warf er es zurück und zerrte sie neben sich her. Seine Waffe hatte er ins Holster gesteckt. Sie steuerten auf eine grün und rot markierte Zone zu. Dort trat er auf eine Tür mit der Aufschrift »Airport Customs Area« zu. Jana wurde in den Raum gestoßen und man öffnete ihre Handschellen. »Open the suitcase!«

Jana registrierte, dass Adil nicht anwesend war. Sie erkannte ihren Koffer auf einem Tisch und trat langsam darauf zu. Ihre Hände zitterten, als sie am Zahlenschloss drehte und die Riegel entsperrte. Sie wurde zurückgezogen. Ein anderer Uniformierter hob den Deckel und zerrte einige Kleidungsstücke hervor. Dann nahm er zwei in braunes Packpapier gewickelte Gegenstände heraus, die Jana nie zuvor gesehen hatte. Wie in Zeitlupe entfernte der Mann das Papier, bis man erkennen konnte, was sie heimlich in ihrem Koffer transportieren sollte.