SÖLDNER DES GELDES
Peter Beck

SÖLDNER DES GELDES

Emons

Tom Winter Thriller [1]

480 Seiten, Taschenbuch
2. Auflage, September 2013
sofort lieferbar
ISBN 9783954511341
10,90 € [D], 11,30 € [A]
Sonderpreis 0,– €
     
Tote Kunden sind schlecht für das Geschäft: ein verkohlter Scheich im Gebirge stört die diskreten Aktivitäten einer Schweizer Bank. Denn seine Beteiligungen an Atomkraftwerken auf der ganzen Welt interessieren auch die National Security Agency NSA.
Tom Winter, Sicherheitschef der verschwiegenen Privatbank, verfolgt die Spur des Geldes nach Kairo, Bergen, Bosten und zurück in die Schweiz. Gelassen, wortkarg, und mit trockenem Humor. Gemeinsam mit der attraktiven ägyptischen Geschäftsfrau Fatima kämpft er sich durch den blutigen Intrigendschungel. Sie stossen auf explosive Spekualtionen und werden plötzlich selbst gejagt.
Peter Beck

Peter Beck

Peter Beck studierte Psychologie, Wirtschaft und Philosophie, doktorierte in Psychologie und machte einen MBA in Manchester. Er trägt im Judo den schwarzen Gürtel, war Militärradfahrer, in der Geschäftsleitung eines grossen Unternehmens und in mehreren Aufsichtsräten. 

Heute ist Peter Beck sein eigener Chef, unterstützt Firmen bei der Gestaltung ihrer Unternehmenskultur und schreibt an der  Thriller Reihe mit Tom Winter.

ONEWORLD, der Londoner Verlag, der 2015 und 2016 den Man Booker-Preis gewonnen hat, bringt die Reihe im Imprint Point Blank auf Englisch heraus. 

Peter Beck ist auch Mitglied der International Thriller Writers, ITW.

 

In der Tom Winter Reihe sind bisher erschienen:

- SÖLDNER DES GELDES (2013, der erste Thriller mit Tom Winter)

- KORROSION (2017, der zweite Thriller mit Tom Winter)

- DAMNATION (2018, ONEWORLD-Verlag, engl. Übersetzung von SÖLDNER DES GELDES, erhältlich als Hardcover, Paperback sowie als CD oder MP3-Hörbuch)

- DIE SPUR DES GELDES (2019, der dritte Thriller mit Tom Winter)

 

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Vorhölle

Der Araber brennt besser als die Frau. Das muss am Kaftan liegen, dachte Strittmatter. Die Flammen leckten an seinen Beinen. Verzweifelt versuchte er im unwirtlichen Gebirge zu landen. Irgendwo. Der Hauptrotor setzte für eine Sekunde aus. Der Helikopter sackte ab. Noch hatte das Feuer das Familienfoto neben dem Auftragsbuch nicht erreicht.
            Der Auftrag war nichts Aussergewöhnliches gewesen. Seine kleine aber feine »VIP-Helicopter-Transportation-Corporation« flog oft reiche Bankkunden zu spektakulären Landeplätzen in den Alpen. Vor dieser Kulisse liessen sie sich leichter umgarnen. Und für Araber aus der Wüste waren Schnee und Eis besonders speziell.
            Kurz nach dem Sommerregen waren er und die Frau im eleganten Hosenanzug auf die dreiplätzige Rückbank seiner Bell 206 geklettert. Beim Aushändigen der Auftragsbestätigung für den Flug von Zürich zum Gemsstock hatte die junge Frau professionell gelächelt. Eine Spur Schalk in den Augen. Sie hatte das übliche Willkommensgeschenk mit der grossen Schlaufe in den Farben der Privatbank mitgebracht. Eine riesige Schachtel Pralinen.
            Zwanzig Minuten nach dem Start, die Frau hing gerade an ihrem Mobiltelefon, brach das unerklärliche Feuer aus.
            Der Scheich schrie: »Feuer!«
            Die Frau fragte: »Wo ist der Feuerlöscher?« Dringlich aber ruhig.
            Strittmatter antwortete mit seiner Notfallstimme: »Unter dem Mittelsitz.«
            Sie zog den kleinen, grellroten Feuerlöscher hervor, sprengte die Sicherheitsplombe weg und sprühte den weissen Schaum ins Feuer. Es nützte nichts.
            Strittmatter warf einen raschen Blick über seine Schulter. Der Helikopter war aus Leichtbau-Aluminium und die Sitze aus schwer brennbarem Textil. Aber der Kaftan war nicht feuerfest. Der Araber brannte lichterloh. Ein Feuerkranz in den Haaren. Er klebte schreiend in der Ecke. Ausser »Allah!« verstand Strittmatter kein Wort. Vorher hatte der Araber noch Englisch gesprochen. Todesangst wurde in der Muttersprache ausgestanden. Vergeblich hämmerte er mit der Faust gegen das bruchsichere Fenster. Aber nur das Glas seiner antiken, mechanischen Armbanduhr zerbrach.
            Der Feuerlöscher war leer. Voller Angst schrie die Frau: »Landen! Sofort! Wir müssen hier raus.« In seinem Augenwinkel sah Strittmatter, wie sie mit blossen Händen versuchte, die lodernden Flammen auf ihrer weissen Bluse zu ersticken.
            Sie trudelten immer schneller in die Tiefe. Im steilen Gebirge gab es nur Felswände, Geröllhalden und Schluchten.
            Stabilisieren. Langsam stabilisieren. Wo zum Teufel können wir landen?
            Der Helikopter sackte wieder ab, schüttelte sich und warf die Passagiere durcheinander. Er konnte den lädierten Helikopter nicht mehr lange halten. Strittmatter schwitzte und hustete krachend. Schwarzer Schleim. Das synthetische Gewebe des Hemdes brannte sich in sein Fleisch. Das Familienfoto ging in Flammen auf, zuerst die Ränder, die Kinder, dann seine Frau.
            Sie waren noch hundert Meter über dem Boden als das vertraute Motorengeräusch ganz aufhörte.
            Eine Alpweide breitete sich sanft vor ihm aus, mit einer geduckten Hütte, deren zwei kleine, schwach erleuchtete Fenster ihn anschauten. Strittmatter sah die schwarzen Flecken auf der Weide. Kühe! Sie lagen im Gras und verdauten träge. Als der Helikopter um 20:44 Uhr auseinander barst, erschraken die gutmütigen Wiederkäuer. Sie sprangen ungelenk auf und muhten verstört.

„Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin begeistert."   C.F. 

„Ein Thriller der Extraklasse!"   T.G.

„Das Buch muss gelesen werden!“   D.M. 

„Ein grandioser Erstling!"   T.H. Buchhändler

„Bis zum Schluss rasant. Der Lesetip für kalte Tage!“   C.M. 

„Das Buch habe ich verschlungen. Super geschrieben“    D.W.

„Rundum gelungen - und hoffentlich kommt der nächste Winter bald!“   F.G.

„Eine Story, die ich nur empfehlen kann! Rasant und spritzig"   K.S. 

 

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