Aktuell

Die Buchempfehlung der Woche von der SYNDIKATS-Redaktion: "Johannas Rache" von Jens J. Kramer.

Warum bist du im SYNDIKAT?, fragte die SYNDIKATS-Redaktion.

Jens J. Kramers Antwort: Ich habe Vereine nie gemocht. Bis Nina mich mal zu einer Criminale mitnahm. Ich wusste sofort: das isses! Danach musste ich nur noch einen Krimi schreiben.      

.... Nun ist er ein erfolgreicher Krimi-Autor und auch noch der Vorstandsvorsitzende des SYNDIKATS. So kann es kommen!!!

Im Interview verriet er uns noch einiges mehr.

Das Netzwerk Autorenrechte nimmt deutlich Stellung zu dem angekündigten Konjunkturpaket "NEUSTART KULTUR"

„Mit Wumms aus der Krise“, so hatte Vizekanzler Olaf Scholz das Konjunkturpaket mit 130 Milliarden Euro angekündigt. Davon ist allerdings nur rund eine Milliarde Euro der Kultur- und Kreativwirtschaft zugedacht, und davon lediglich 30 Millionen Euro als Betrag, den sich Galerien, sozio-kulturelle Zentren sowie die Buch- und Verlagsszene aufteilen sollen. 

Das Netzwerk Autorenrechte (NAR) als Zusammenschluss von 14 Verbänden, darunter das SYNDIKAT, mit über 15.500 AutorInnen und ÜbersetzerInnen hat im Sinne des Konjunkturpakets der Bundesregierung einen Aktionsplan erarbeitet, denn die Absage von Veranstaltungen hat für einen Großteil der Autoren und Autorinnen dramatische Auswirkungen.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören u.a. ein ABGESAGT-FONDS, ein COMEBACK-Fonds, ein LITERATUR-ONLINE-Fonds sowie ein LESEN!-Fonds. 

In einem tief beeindruckenden Video setzen sich  Kriminalbeamte des BLKA München persönlich ein, gegen Hass-Posts und Internet-Hetze.

Wir Kriminalschriftteller unterstützen diese bewundernswerte, persönliche Aktion mit ihrer klaren Aussage!

Ein wirklich sehenswertes Video:

https://www.facebook.com/bayerischeslandeskriminalamt

Ein Nachruf

Von Jens J. Kramer

Vor 34 Jahren hatten ein paar Leute eine ziemlich verrückte Idee: Sie gründeten die „Vereinigung der deutschsprachigen Krimiautoren“ und nannten es DAS SYNDIKAT. Einer dieser Gründer war Horst Bieber.

Der 1942 in Essen geborene, promovierte Germanist und Historiker lebte in Hamburg und wirkte dort als Journalist für DIE ZEIT. Nach einigen historischen Sachbüchern veröffentlichte er 1982 seinen ersten Kriminalroman, dem viele weitere folgen sollten. Für den Roman SEIN LETZTER FEHLER erhielt Horst Bieber 1987 den DEUTSCHEN KRIMI PREIS.

Fred Breinersdorfer, der die Gründung des SYNDIKATS initiierte, schreibt über unseren Kollegen:

„Horst war einer der ersten deutschen Kriminalschriftsteller, einer der großen. Für mich ein Vorbild, weil er immer sorgfältig recherchierte und uns auch beigebracht hat, wie man das macht. Davon habe ich mein ganzes Autorenleben profitiert. Seine Geschichten waren ebenso spannend wie kritisch, ebenso tief wie auf unsere Zeit fokussiert. Mit ihm verliert der deutsche Kriminalroman ein Urgestein. Als Mensch habe ich immer seine freundschaftliche Zuwendung und Solidarität erleben dürften, bewundert und geschätzt, wie seine Hilfsbereitschaft und seinen Humor.

Nun ist er nicht mehr unter uns. Er gehört als eine der unvergesslichen Leitfiguren zur Geschichte des Neuen Deutschen Kriminalromans und wird von seinen Freunden auch wegen seiner menschlichen Größe nicht vergessen werden.“

Horst Bieber verstarb am letzten Freitag an Herzversagen in Hamburg. Das SYNDIKAT gedenkt seinem Mitbegründer in bewegter Trauer und Anteilnahme für seine Familie und Freunde.

Eine sehr wichtige Information für uns Autor*innen, für Verlage und Krimi-Interessierte: Lesungen werden wieder möglich - unter Auflagen!

Je Bundesland gibt es unterschiedliche Regelungen bezüglich Zeitpunkt der Lockerungen, Anzahl der Besucher etc.

Die Verwirrung ist derzeit groß, und die SYNDIKATS-Redaktion bemüht sich, Informationen zusammen zu stellen. Nach Bayern bieten wir nun auch Informationsblätter für Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen an.

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