Amartya Sen ist ein indischer Witschaftswissenschaftler und Philosoph, der in seinem Werk, so die Begründung der Jury, Moral und Wissenschaft verbindet.

Die SZ schreibt über Amartya Sen:

"Zu den Gestalten, die der indische Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Amartya Sen in die Welt setzte, gehört der "rational fool", der "rationale Narr", manchmal auch "rationaler Trottel" ("moron") genannt. Er ist, im Positiven, eine Lieblingsfigur der klassischen Ökonomie: der eigennützige Mensch, der, um seines persönlichen, im Grunde genommen gesetzlosen Interesses wegen den gesamten sozialen Verkehr mitsamt Warenwirtschaft und Gewinnstreben hervorbringt.

Immanuel Kant hielt nicht viel von diesem Dummkopf, der seine Umgebung mit den "blöden Maulwurfsaugen der Selbstsucht" anschaut und nichts hervorbringt als eine kleine, von ihm allein bewohnte Insel der Rationalität in einer vom Zufall beherrschten, im Ganzen unvernünftigen Welt. Dieser Narr erlebte in der Welt nach Kant eine steile Karriere. Auch deshalb kommt den wenigen Theoretikern, die ihn bei seinem richtigen Namen nennen, eine Bedeutung zu, die über das jeweilige Werk weit hinausreicht."

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