Von Mord zu Mord

Von Mord zu Mord
von Ernst Reinhard Schöggl

Bibliothek der Provinz
ISBN 978-3900000752
Preis 15,00 €

Eine kriminelle Wanderung durchs schaurige Mühlviertel

CECIDIT ARBOR CAESA CADENSQUE CECIDIT CADENTEM
Es fiel der gefällte Baum und fällte im Fallen den Fäller
Lateinischer Spruch
 

Mordsroute

Perg – Windhaag – Rechberg – St.Thomas am Blasenstein – Klam – Dornach bei Saxen – Grein – Waldhausen

Da behaupte noch jemand, es tue sich nichts im Nordosten Oberösterreichs, im Strudengau, es sei tote Hose in dieser ach so friedlichen, erholsamen Gegend. Tote Hose ja, aber in ganz anderem Sinne : Ununterbrochen läutet das Sterbeglöcklein, Tote und Lebende verschwinden, bleiben wie vom Erdboden verschluckt.
Und auf der Suche nach Täter und Motiv wandern unzählige Neugierige auf touristischen Pfaden gleichsam von Mord zu Mord.
Es gibt eine Menge zu enthüllen von Perg bis Waldhausen, wenn die Märzensonne die Schneedecke wieder schmelzen lässt und die Schmelzwässer so manches verborgen gewesene Geheimnis an die Oberfläche spülen.
Nur Mut! Kommen und entdecken Sie! Man kann Ihre Hilfe gut gebrauchen im geheimnisumwitterten Mühlviertel.

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Ernst Reinhard Schöggl,
Studium der Altphilologie und Germanistik an der Universität Salzburg, Mag. phil., Professor i.R., verheiratet, 2 Töchter, Fußballtrainer, Reiseleiter, österreichischer Schriftsteller, Mitglied des P.E.N.-Clubs, der IG Autorinnen und Autoren, der Plattform österreichischer Kriminalschriftstellerinnen und -schriftsteller sowie des Syndikats. Veröffentlichungen im Verlag Bibliothek der Provinz: ‘Stammtisch’ – Betrachtungen (Satiren 2005), ‘Wer ist Franz?’ – Gartenzwerge nach Trinidad (Satiren 2006), ‘Das Waldhaus’ – Kriminalroman (2007), ‘Mit Strindberg zur Hölle’ – Kriminalroman (2008); sowie ‘Wolf im Katzenpelz’ – Satyresken (2008) und im Juni 2009 ‘Clamlinde’ – Kriminalroman (2009).

http://www.erschoeggl.at

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Drei Fragen an Ernst Reinhard Schöggl

Warum haben Sie sich für ein Leben mit dem Verbrechen entschieden?
Ich konnte nicht anders – die Gene, die mörderisch strenge Erziehung im Internat, das schaurige Mühlviertel …

Was ist Ihre Lieblingstatwaffe?
Gift, weil ich mich nicht schmutzig machen will.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Ich bin ja sonst ganz friedlich und irgendwelche Fehler hat wohl jeder.
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Leseprobe

Mordsroute

Wir beginnen unsere Route in Perg, der Schokoladenstadt im Unteren Mühlviertel, von Linz mit dem Auto in weniger als dreißig Minuten leicht erreichbar. Perg war schon in der Nachkriegszeit des vorigen Jahrhunderts ein bei den Linzern beliebtes Absteigequartier für süße Stunden, schon allein wegen der zahlreichen einsamen und lauschigen Plätzchen, sei es in den Augebieten des Machlandes, im romantischen Tal der Naarn oder im waldreichen Hügelland nördlich der Stadt.
Aber auch die Perger waren nie ein Volk von Traurigkeit, ob es ein Kreuz-und Quer-Klub war, wie die Perger das hinter vorgehaltener Hand nannten, oder ein ganz normaler Seitensprung. Die Perger galten eben nicht nur am Tag als fleißig und einfallsreich. Und wenn die erste Geschichte auch erfunden ist und man in den Schokobrunnen nicht hineinspringen kann: Perg ist und bleibt eine süße Stadt, werden doch hier die in der ganzen Welt berühmten Mannerschnitten hergestellt.
Übrigens: Es gibt tatsächlich einen Verein „Pro Schokobrunnen“ und einen öffentlich zugänglichen Schokobrunnen vielleicht bald auch …
               

Mordsroute

Perg – Kuchlmühle

Von der Bezirkshauptstadt Perg geht es zu Fuß oder mit dem Auto weiter, hinein ins romantische Tal der Naarn. Vorbei an mächtigen Granitblöcken, gelangt der Wanderer nach gut einem Kilometer zur Kuchlmühle, dem nächsten Schauplatz der Mordsreise.
Auch diese Geschichte ist frei erfunden, obwohl in dieser Gaststätte tatsächlich Vorbereitungskurse für die Jagdprüfung abgehalten werden.
           

Mordsroute

Kuchlmühle – (Windhaag bei Perg) – Rechberg – St. Thomas am Blasenstein

Es gibt zwei Möglichkeiten, zu den nächsten Tatorten in Rechberg und St. Thomas zu gelangen. Entweder fährt man das Naarntal weiter, überquert nach circa 10 Kilometern bei der Schartmühle die Naarn und fährt in Serpentinen noch 2 km hinauf nach Rechberg, oder man wählt die Höhenroute über Windhaag bei Perg, die ungefähr gleich lang ist (13 km).
In Rechberg bieten sich eine Wanderung vom Zentrum am See zum Schwammerling an (30 Minuten), eine Wanderung zum Freilichtmuseum Großdöllnerhof (15 Min.) und zum Teufelsstein (30 Minuten). Zum Tatort St. Thomas benötigt man durch eine faszinierende Landschaft, in der es bergauf und bergab geht, von Rechberg aus zu Fuß eine gute Stunde (7 km). Von St. Thomas hat man einen herrlichen Ausblick nach Süden bis zu den Alpen.
                

Mordsroute

St. Thomas – Klam

Fährt oder wandert man von St. Thomas den Berg hinunter Richtung Süden, gelangt man bald zu einer großen Kreuzung. Links geht es nach Pabneukirchen und weiter nach St. Georgen am Walde, rechts nach Münzbach und Perg. Zum nächsten Tatort aber geht es gerade aus über die Kreuzung hinein ins „Stille Tal“. Eine kurze Wegstrecke nach einem Ausflugsgasthaus, welches bekannt ist für seine Forellenspezialitäten, gelangt man auf die Landesstraße, die links nach Bad Kreuzen führt (Kneipp Kurort mit einer mächtigen Burg, Wandermöglichkeiten durch die Wolfsschlucht).
Wir aber halten uns zuerst rechts, bevor wir dann links nach Klam abbiegen. Von weitem schon grüßt die romantische Burg, Schauplatz der nächsten Geschichte. Diese beginnt mit einer wahren Begebenheit, geht später aber in reine Fiktion über. Keine Angst! Der Herr Graf ist nicht verschwunden, wenigstens bis jetzt noch nicht.

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