Tatort Oktoberfest
Tatort Oktoberfestvon Barbara Ludwig
Schardt- Verlag
ISBN 978-3898414708
Preis 12,80 €
Auf der Wies’n geht es hoch her
München im September. Die Vorbereitungen für das Oktoberfest laufen auf Hochtouren. Während Ulla Hönig noch mit ihrem Freund Enno ihren Urlaub in Italien genießt, bekommt ihre Freundin Julia neben ihrem 19jährigen Neffen Ludwig, der aus Berlin anreist, auch Besuch von einem alten Bekannten:
Commissario di Flavio wird von Mallorca nach München beordert, um als Experte in Mafiaangelegenheiten in einem Fall zu recherchieren, hinter dem die Münchner Polizei mafiöse Verbindungen vermutet: Bei einem Medienspektakel um die Wahl eines neuen Wiesn-Wirts konkurrieren die attraktive Italienerin Claudia Fioretti und Wurstfabrikant Ochshammer um die begehrte Trophäe. Schon bald ist von Manipulation und unlauteren Mitteln die Rede – ein Mord geschieht. Da Ludwig unversehens in die Sache verwickelt zu sein scheint, findet sich Julia wieder einmal in einem spannenden Fall wieder, dessen Intrigen- und Ränkespiele wahrlich fernsehreif sind …
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Barbara Ludwig
Nach einem Schicksalsschlag begann ich zu schreiben und entdeckte eine neue Leidenschaft. Im Oktober 2005 veröffentlichte ich den Roman ‘Zum Weinen ist die Zeit zu schade’ (LÜBBE Verlag). Im März 2007 erschien mein erster Krimi ‘Tatort Kalabrien – ein mörderischer Urlaub’, im Herbst 2008 folgt ‘Tatort Mallorca – Die Tote in der Mönchsbucht’ (beide Schardt Verlag). In Arbeit ist ‘Tatort München – Oktoberfest’. Bei “Pegasus” (Verein für kreatives Schreiben e.V.) mische ich im Vorstand mit und bei den “Seitenspinnern” spinne ich ebenfalls Seiten. Die Hör- CD Geschichten am Piano, eine Zusammenarbeit mit dem Pianisten Peter Davidon und dem Schauspieler Andreas Geiss, wartet auf Fortsetzung. Aufgewachsen in Berlin, lebe ich nach Zwischenaufenthalten in Konstanz und Australien jetzt sehr gern in München.
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Drei Fragen an Barbara Ludwig
Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn?
Kriminell wurde ich erst nach meinem ersten Buch, 2007.
Wie viele Verbrechen gehen auf ihr Konto?
Mit dem Morden bin ich eher zurückhaltend, da meine beiden Heldinnen ja im Urlaub unterwegs sind. Aber okay, im ersten zwei Morde und ein Selbstmord, im zweiten ein Mord, im dritten zwei Morde und ein Todesfall.
Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Es passiert halt, dass ich irgendwo unterwegs immer eine Leiche entdecke.
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Pressestimmen
Ein Krimi: süffig wie eine Maß Bier, abenteuerlich wie eine Achterbahnfahrt, mit viel Lokalkolorit, bei dem die Liebe nicht zu kurz kommt. Absolut lesenswert.
Katja Back, Freie Journalistin
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Leseprobe
Sein Herz klopft. Mit dem Ziel vor Augen, noch einmal in diesem Klasse-Auto zu sitzen, am Lenkrad zu drehen, über das Leder zu streichen, den Schaltknüppel in der Hand zu spüren, nimmt er jeweils zwei Stufen auf einmal. Oben angekommen, späht er erst vorsichtig durch einen Spalt und beobachtet einen Moment, wie die Karossen sich, Geisterfahrzeugen gleich, drehen. Kein Mensch befindet sich in ihrer Nähe. Nur das Stimmengewirr schallt hinauf und weit entfernt, durch die Halle unten getrennt wie durch einen Graben, liegt gegenüber die andere Terrasse. Er muß nur schnell genug das Auto erreichen, dann wird kein Mensch ihn bemerken. Wie Patrick vorhin, drückt er sich flach an der Wand entlang, hält dann, nach einem nochmaligen schnellen Rundblick, geduckt auf eines der Autos zu, öffnet blitzschnell die Wagentür und lässt sich auf den Fahrersitz fallen. Sofort hat er das Lenkrad in der einen Hand und den Schaltknüppel in der anderen. Sogar der Schlüssel steckt und er ist versucht, ihn umzudrehen und einfach loszufahren. Bei dem Lärm draußen würde das Motorengeräusch sicher gar nicht auffallen, vor allen Dingen, wenn der Renner wirklich so eine Flüstermaschine hat, wie sie in der Reklame immer behaupten. Bevor er den Zündschlüssel umdreht, schaut er in den Rückspiegel.
Aus seinem Mund würgt sich ein heiserer Schrei. Seine Bewegungen erstarren. Seine Hand fällt, als würde sie ihm nicht gehören, auf seinen Schoß hinunter. Vorsichtig wagt er einen zweiten Blick in den Spiegel. Tatsächlich. Auf der hinteren Autobank sitzt ein Mann. Hat der Mann ihn etwa die ganze Zeit beobachtet? Will er ihn auf frischer Tat ertappen? Wie konnte er nur annehmen, diese tollen Fahrzeuge ständen unbewacht im Gelände. Als Ludwig die Tür öffnen will, um abzuhauen, wird ihm bewusst, dass irgendwas mit dem Mann nicht stimmt. Der Mann sagt kein Wort. Nicht einmal seine Augen scheinen sich zu bewegen. Ludwig dreht sich vorsichtig um. Die Augen starren ihn unentwegt an. Ihr Blick geht durch ihn hindurch. Es sind tote Augen. Der Mann mit diesen Augen ist … ist tot.
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