Scharf geschossen: Die Krimi-Anthologie zur Frauen-Fußball-WM 2011

Scharf geschossen
von Gablé und Hoeps (Hg.)

KBV
ISBN 978-3942446105
Preis 8,90 €

Ein blutiges Sommermärchen

Die deutsche Krimi-Nationalmannschaft der Frauen lässt es in 12 spannenden Kurzkrimis rund um das Thema Frauenfußball so richtig krachen.
Teamchefin Rebecca Gablé und Teammanager Thomas Hoeps sind in die Katakomben der Krimiwelt hinabgestiegen, um in den Autorinnenkabinen die Besten der Besten zu nominieren und eine Mannschaft zu schmieden, die noch den ärgsten Fußballmacho vor Schreck erbleiben lässt.
Aufgestellt sind Nessa Altura, Petra Busch, Sabine Deitmer, Christiane Franke, Nina George, Brigitte Glaser, Kathrin Heinrichs, Carmen Korn, Tatjana Kruse, Judith Merchant und Susanne Mischke.

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Rebecca Gablé,
Jahrgang 1964, studierte Literaturwissenschaft und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin. Ihr erster Kriminalroman “Jagdfieber” wurde 1996 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Ihre Mittelalterromane wurden Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Rebecca Gablé lebt mit ihrem Mann in Mönchengladbach. Sie ist Mitglied des SYNDIKAT, dem sie drei Jahre als Sprecherin vorstand, und des Autorenkreises historischer Roman „Quo Vadis“.

http://www.gable.de
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Drei Fragen an Rebecca Gablé

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn?
1995 bin ich erstmals aktenkundig geworden.

Wie viele Verbrechen gehen auf ihr Konto?
Wenn man die kleineren Delikte mitzählt, so etwa zehn.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Verbrechen macht süchtig. Einmal auf die schiefe Bahn geraten, kann man einfach nicht mehr damit aufhören.

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Pressestimmen

Die Frauenfußball-Weltmeisterschaft verspricht vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 über dreißig spannende Spiele. Hochspannend ist auch das Buch „Scharf geschossen“, das zwölf Kriminalkurzgeschichten zur FIFA Frauen-WM 2011 enthält und seit Mai im Handel erhältlich ist.
„Scharf geschossen“ ist eine kurzweilige Krimisammlung, die für jeden Geschmack die richtige Fußballstory parat hält. Das Werk ist somit genau der richtige Lesetipp für die langen Fahrten zwischen den einzelnen WM-Spielorten im Sommer.
Oliver Zimmermann, Framba.de
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Leseproben

Nina George – Das Spiel ihres Lebens:
Wer zuerst die Idee hatte, das Mädchen lebendig zu begraben, bleibt für immer in der schwülen Nacht des Mangrovenwaldes verborgen.

Tatjana Kruse – Sven-Olaf krallt sich die Mädels von Nadeshiko Japan:
„Te o agero!”, murmele ich, „ugoku na!”
Das heißt „Hände hoch und keine Bewegung” auf Japanisch. Hab’ ich extra gegoogelt. Die anderen waren ja der Ansicht, die fetten Pumpguns würden für sich sprechen und das weltweit.

Sabine Deitmer – Marie-Lyn s’engage:
Ich heiße Marie-Lyn, bin 32, und wohne in Clairefontaine-en-Iveline, einem kleinen Ort 50 km südöstlich von Paris.

Carmen Korn – Schnelle Schnitte:
Sechzig Leute auf der Treppe, die zum vierten Stock des Altbaus in der Kantstraße führte. Ein Mensch pro Quadratmeter Wohnung, dachte Hanne, als sie sich an das Ende der Schlange stellte.

Judith Merchant – Herbie, mein Herbie!:
Bochum, ich komm aus dir! Am liebsten würde ich bis in alle Ewigkeit hier wohnen und sogar hier begraben werden, aber vorher muss ich erst aus dieser Zelle raus, und dann geht es mit dem Herbie bis ans Ende der Welt oder mindestens nach London.

Susanne Mischke – Falsche Tür:
„Schau dich um, Daudi! Geteerte Straßen! Fast in der ganzen Stadt. Hast du das gesehen?“
Natürlich habe ich es gesehen. Das, und die Baustellen. Ganz Malabo ist eine einzige Baustelle, über der die Mittagshitze dumpf und feucht brütet wie eine riesige Henne.

Kathrin Heinrichs – Liebe Silvie:
Liebe Silvia,
„Immer wieder montags“, sagte meine Mutter vorhin, als ich sie fragte, ob sie meinen Brief durchschauen könnte. Immer wieder montags schreibe ich Ihnen. Wissen Sie eigentlich, wie lange schon?

Nessa Altura – Touareg:
„Ups, sie hat‘s schon wieder getan!“
„Was?“
„Na, einen abgeschossen!“

Brigitte Glaser – Ballkontakt
„Von wegen den Ball flach halten, drück auf die Tube!“, fleht meine Mutter und knallt die Autotür zu. „Oder willst du, dass sie der Kleinen den Finger abschneiden?“

Christiane Franke – Gleiches mit Gleichem:
Heut ist ein besonderer Tag. Ich hab mich im Supermarkt nach der Arbeit gleich mit Chips, Bier und Pizza Diavolo eingedeckt, damit ich den Abend richtig genießen kann.

Rebecca Gablé – Das Wunder von Preston:
„Li-ly, Li-ly!“, skandierte die Menge.
„Zur Halbzeit im Weihnachtsspiel der Preston North End Ladies gegen die Dick Kerr Ladies steht es zwei zu drei!“

Petra Busch – Marzipanhonig:
Ich habe verspielt. Mich ins Aus gekickt – wie Sie wollen. Natürlich habe ich mich gewehrt. Mit Händen und Füßen, sogar gebissen und gekratzt habe ich.

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