Mörderisches Puzzle
Mörderisches Puzzlevon Elke Schwab
Solibro
ISBN 978-3932927379
Preis 9,95 €
Leichenpuzzle
Die Kriminalkommissare Lukas Baccus und Theo Borg bekommen es mit einem äußerst schwierigen Fall zu tun, der ihnen im wahrsten Sinne des Wortes nahe geht. Als Postpakete mit Körperteilen eines noch lebenden Opfers auftauchen beginnt ein Nerven strapazierender Wettlauf gegen die Zeit.
„Alles war vorbereitet.
Der Raum eignete sich perfekt für das, was mit dem Opfer geschehen sollte. Eine Freude würde es sein – eine langandauernde, morbide Freude. Lust würde es bereiten. Und Schmerz.
Stimmte es, dass manche Menschen erst bei Schmerz Lust empfanden?
Diese Frage würde bald beantwortet sein.
Denn das Opfer würde nackt sein. Das war die Grundvoraussetzung. Nur so würde sich unverhüllt zeigen, ob Schmerzen wirklich eine libidinöse Wirkung haben konnten.
Ein Lachen erfüllte den Raum, den nur eine Bahre und ein Tisch voller medizinischer Instrumente zierte …“
Saarbrücken heute. Die Polizeibeamten Lukas Baccus und Theo Borg bekommen es mit einem äußerst schwierigen Fall zu tun: Erwin Frisch, Chefredakteur der führenden Saarländischen Tageszeitung, verschwindet spurlos. Kurze Zeit später treffen Postpakete bei den Ermittlern ein, obwohl sie nichts bestellt haben. Diese Pakete beinhalten abgetrennte Körperteile eines Mannes, die der Pathologe dem Vermissten zuordnen kann. Weiterhin stellt er zum Entsetzen aller fest, dass das Opfer noch leben muss.
Damit beginnt für Baccus und Borg ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Polizisten hoffen, das Opfer noch lebend zu finden. Doch schon bald verschwindet ein zweiter Mitarbeiter der „Neuen Zeit“. Und abermals trifft ein menschlicher Körperteil bei der Kriminalpolizei ein. Die Untersuchungen ergeben, dass es sich um mehrere Täter handeln muss. Damit entwickelt sich der Fall zu einem echten Leichenpuzzle.
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Elke Schwab,
wurde 1964 in Saarbrücken geboren und ist im Saarland aufgewachsen. Nach dem Gymnasium arbeitete sie im Sozialministerium im Ressort Altenpolitik. Heute lebt sie als freie Krimiautorin im Krummen Elsass in einem 250-Seelen-Dorf. Inzwischen hat sie neun Bücher, zwei Hörbücher und mehrere Ebooks auf den Markt gebracht – und es werden noch mehr.
http://www.elkeschwab.de
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Drei Fragen an Elke Schwab
Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn?
Meinen ersten fiktiven Mord habe ich vor sehr langer Zeit begonnen. Dabei würde ich meine Laufbahn nicht als kriminell bezeichnen, denn ich versuche doch stets, Gerechtigkeit walten zu lassen.
Wie viele Verbrechen gehen auf Ihr Konto?
Da ich zu den Wiederholungstäterinnen aus Überzeugung gehöre, habe ich aufgehört zu zählen.
Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Nichtschuldig bis zum Beweis des Gegenteils
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Pressestimmen
Mörderisches Puzzle in der Gerichtsmedizin
Das war eine Buchpräsentation mit Seltenheitswert: Die Schriftstellerin Elke Schwab stellte am Dienstabend ihren neuesten Krimi „Mörderisches Puzzle“ im Institut für Rechtsmedizin auf dem Campus des Homburger Universitätsklinikums vor …
So war der Sektionsraum die Kulisse für den ersten Teil der Lesung aus dem neuen Krimi …
Dem Leser begegnen die Saarbrücker Kriminalkommissare Lukas Baccus und Theo Borg, die Spürsinn ebenso auszeichnet wie ein loses Mundwerk. Sie müssen sich mit dem Verschwinden von Chefredakteurs Erwin Frisch befassen. Sie erhalten makabre Pakete, in denen sich nacheinander ein menschlicher Fuß und eine menschliche Hand finden. Angetrieben werden sie zusätzlich durch die Erkenntnis, dass der arme Kerl noch lebt, dem man das Schlimme angetan hat. Das ruft auch den Gerichtsmediziner Dr. Stemm auf den Plan.
Der Leser erfährt, wie die Kommissare fieberhaft versuchen, das Opfer zu finden, um das Schlimmste zu verhindern, unterstützt durch den Doktor der Gerichtsmedizin. Das Geschehen spielt sich im Saarland, hauptsächlich in Saarbrücken ab. Einzig der Titel der Zeitung, deren Chefradakteur vermisst wird, ist erfunden, heißt „Neue Zeit“
Parallelen zeichnen sich ab zu den bekannten Eifel-Krimis von Jacque Berndorf. Das Saarland kann als Schauplatz guter Krimis genauso bekannt werden, sagten die Leute, die das Duo Baccus/Borg kennen und den neuen Fall mit Spannung erwartet haben …
Saarbrücker Zeitung, am 15. September 2011, Michael Schneider
Mörderische Zeugnisse:
Irgendwann entscheidet es sich, und sei es beim Abitur, ob man Humankapital oder Personalchef wird. Verständlich, dass ein Lehrer, der einem den Durchschnitt versaut, nicht gerade beliebt ist. Aber im Falle des Bertram Andernach wurde übertrieben. Der Pädagoge für Deutsch baumelt nämlich im Lichthof eines Gymnasiums in Saarlouis und wird von seinen Schülern eifrig fotografiert. Als noch ein weiterer Lehrkörper, die Historikerin Mathilde Graufuchs, das Pensionsalter verfehlt, läuft das aus Saarbrücken geholte Ermittlungsteam auf vollen Touren.
Inmitten des Kollegiums hockt gross und grau die Angst: Wer ist als nächster dran? Andererseits scheint die Mördersuche, nachdem Kollegen und Bekanntschaften nicht mehr in Frage kommen, reine Routine zu sein. Es muss ein früherer Schüler gewesen sein, der sich gekränkt fühlte und aus nachtragender Verbitterung die Taten begann. Dann mal her mit dem genetischen Fingerabdruck. Auf dem Kommissariat vor Schnur sitzt müde und eingefallen Fred Recktenwald, der es am geachteten Max-Planck-Gymnasium nicht bis zur mittleren Reife schaffte. Schnur zweifelt, dass er in diesem Mann, an dem „alles verloren“ wirkt, der mit gebückten Schultern und gesenkten Kopf vor ihm hockt, jemals Spuren von Energie, Planung und Härte finden wird, die für einen Mord unerlässlich sind. Nur Schweigen und dabei sein, bis der Recktenwald von sich aus anfängt zu reden. Da platzt Dieter Forseti, der Vorgesetzte hinein, der dynamische Talkshowschwätzer und quasselt los von Motiv, Kausalkette und Analyse. Das sind genau jene hochfahrenden, keinen Widerspruch duldenden Worte, die Recktenwald in der Schule hörte, und jene sprachen, die ihm das Abitur vermasselten und in den grossen Villen wohnen. Sofort kapselt Recktenwald sich in seine Welt ein. Bedrückt, nicht weil er blamiert wurde, sondern einen wichtigen Informanten verlor, geht Schnur aus dem Zimmer. Er entsinnt sich eines alten Kollegen, der sich lieber auf Einfühlungsvermögen und Atmosphäreschnuppern verlässt, denn auf DNA und Datenabgleich…
Saarländische Online-Zeitung, am 22.7.2011, Buchvorstellung von Stefan Glaser, „Galgentod auf der Teufelsburg“
Nostalgische Altstadt
Vergnügen bereiten können Ferien, die man daheim im Saarland verbringt, ebenso wie Krimis, die im Saarland spielen. Wer eine Kombination aus beidem möchte, kann sich bei der Krimi-Autorin Elke Schwab bedienen. Jetzt hat sie ein neues Buch vorgelegt. Es heißt „Das Skelett vom Bliesgau“. Schauplätze sind neben dem Bliesgau auch Saarlouis und Saarbrücken und in bisschen Dillingen.
Eine Hauptfigur lebt in Saarlouis, wohin der Handlungsstrang auch des Öfteren führt. In die Saarlouiser Altstadt zum Beispiel: „Aus dem Nebeneinander dieser verschiedenen Gebäudeformen hatte sich eine nostalgisch verbrämte Altstadt gebildet. In die Häuser waren Lokale eingezogen, die einen gastfreundlichen Charme versprühten. Bernhard fühlte sich, als betrete er eine andere Welt. Menschen saßen auf den Terrassen. Sie genossen die letzten warmen Sonnenstrahlen, des Jahres“. Später treffen wird die Kriminalisten an einem kleinen See am Segelflugplatz in Diefflen. An dem, verrät Elke Schwab, habe sie literarisch einfach nicht vorbeigehen können, so gut habe er ihr gefallen.
Schwabs sechster Krimi im Saarland ist zugleich auch ein Krimi übers Krimischreiben im Saarland. Er spielt zu großen Teilen im Autoren-Milieu …
Saarbrücker Zeitung, am 5. August 2010, Johannes Werres
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Leseprobe
Ein Donner grollte, der Erwin Frisch erschrocken zusammenzucken ließ. Dieses verdammte Gewitter … Hätte es nicht warten können, bis er mit der scharfen Brigitte im warmen, kuscheligen Bett lag? In trauter Zweisamkeit, nackt aneinander reibend und dabei Sekt schlürfend? So konnte ein Gewitter etwas wahrhaft Wunderbares sein. Aber er befand sich noch auf dem Weg zu seinem Liebesabenteuer. Klitschnass würde er nicht unbedingt die beste Figur abgeben. Und mit panischer Angst in den Augen, wann der nächste Blitz die ganze Stadt erleuchten würde – wie genau in diesem Augenblick -, wollte er sich auch nicht zu ihr legen.
Er blieb kurz stehen und atmete tief durch. Er musste sich beruhigen, sich ausmalen, was ihn gleich erwartete – die Gedanken an ein wildes Schäferstündchen sollten ihn doch von diesem Unwetter ablenken.
Er schaute sich um. In was für einer finsteren Ecke wohnte diese Brigitte bloß? Hier war er noch nie gewesen. Hierhin hatte er höchstens mal einen seiner Mitarbeiter geschickt, um einen Bericht über die Unterprivilegierten der Stadt zu schreiben. Aber zu denen gehörte doch diese heiße junge Frau nicht!
Eine Windböe traf ihn so unvorbereitet, dass er sich den starken, schweren Holzstiel seines Schirms an den Kopf schlug. Das fehlte noch – eine Beule auf der Stirn. Er rieb sich darüber und merkte, wie die Stelle rasch anschwoll. Und mit ihr seine schlechte Laune.
All seine Bemühungen, dem Gewitter zu trotzen, gerieten ins Wanken. Erneut erhellte ein greller Blitz die hässliche Wohngegend, kurz darauf folgte der nächste Donner und mit ihm eine Finsternis, die Frisch daran zweifeln ließ, dass es Mitten am Tag war – und dazu noch im Sommer!
Plötzlich hörte er ein Kichern. Eine Gänsehaut kroch ihm über den Nacken. Er lauschte, konnte aber außer dem platschenden Regen nichts vernehmen.
„Wer ist da?“, rief er.
Keine Antwort.
Seine Knie fühlten sich mit einem Mal butterweich an. Er schaute sich um. Sah er dort die Silhouette eines Mannes? Oder was schimmerte da in der Dunkelheit so bedrohlich? Vorsichtig näherte er sich der Stelle und fand sich plötzlich vor einer geöffneten Garageneinfahrt. Irritiert ließ er seinen Blick durch die Straße wandern. Wohin er auch blickte, überall glaubte er, verdächtige Schatten zu erkennen. War hier nicht erst vor Kurzem ein Drogendealer erstochen aufgefunden worden? Hatte er nicht selbst einen Bericht über diesen Vorfall geschrieben? Worauf hatte er sich nur eingelassen?
Für ein paar Sekunden überlegte er, ob Brigitte Felten wirklich die Frau war, die sie vorgab zu sein? Doch die Erinnerung an die attraktive und intelligente Frau ließ alle Zweifel in ihm schnell wieder verfliegen. Sie war jung. Sie war sexy. Sie wollte einen Job bei seiner Zeitung. Und sie wartete in ihrer Wohnung auf ihn. Und das sicher nicht nur zum Kaffeetrinken!
Mit beherzten Schritten setzte Frisch seinen Weg fort, steuerte sein Ziel an. Er passierte die nächste offenstehende Garage. Ins Innere konnte er nicht hineinsehen, weil dort alles in Schwärze versank.
Plötzlich spürte er einen Ruck. Sein Schirm wurde ihm aus der Hand gerissen. Er schaute sich um und sah nur noch, wie der schwere, massive Holzstiel auf seinen Kopf niedersauste.
* * *
Frühere „Empfehlungen der Woche“ finden Sie hier >>





Totenstimmung