Autorinnen und Autoren sind seit jeher eine bedrohte Spezies: Lektoren wollen ihnen an den Wortschatz, Verlage an die Brieftasche ebenso wie das Finanzamt. Wenn es gut läuft, werden sie von Groupies gejagt. Läuft es schlecht, jagt man sie gleich zum Teufel. Sie haben's nicht leicht, die Schreibenden. Aus diesem Grund ist das SYNDIKAT auch eine Art Selbsthilfegruppe. Und hier gibt es die besten Tipps zum Überleben im Buchstabenschungel.

Autorenfoto AJ Schulte kleinHeute: Kurzvita

Ein Autorenleben in 500 Zeichen? Die Kurzvita

Fragt man Kolleginnen und Kollegen, herrscht weitgehend Einigkeit darüber, was zu den Autoren-Basics gehört – Autoren-Basics so nenne ich die (werbetechnische) Grundausstattung für alle, die Bücher und Geschichten schreiben. Immer genannt werden Visitenkarten, Website, Cover des aktuellen Buchs als Bilddatei, ein Autorenfoto und natürlich die Kurzvita. Die Vita ist aus meiner Sicht besonders wichtig, weil sie auch Bestandteil eines Exposés ist.

Vorbei ist es mit der Einigkeit, wenn man nach festen Regeln für eine Kurzvita sucht. Versucht es mal ... Im Brustton der Überzeugung werden im Internet die verschiedensten Vorgaben aufgeführt, zum Beispiel zum Umfang:

Autorenfoto AJ Schulte kleinHeute: Lesungen

Grundsätzliches zum Einstieg


ʺSagen Sie mal, können Sie lesen?ʺ Mir lag schon die Antwort ʺJa, seit dem zweiten Schuljahr sogar recht flüssigʺ auf der Zunge, als ich den prüfenden Blick meines Gegenübers erkannte. Heute, drei Jahre später, weiß ich, warum mir damals diese Frage gestellt wurde: Weil es aus der Sicht eines Veranstalters durchaus berechtigt war, bei einem Debütautoren nachzufragen, wie es um seine Lesefähigkeit steht.

ʺAber Moment mal!ʺ, werdet ihr jetzt vielleicht sagen. ʺIch habe ein Buch geschrieben und veröffentlicht – wie schwer kann es denn sein, daraus vorzulesen? Außerdem will das Publikum mich endlich einmal persönlich kennenlernen, das muss reichen.ʺ

Autorenfoto AJ Schulte kleinHeute: Und ... Action!

Buchmarketing mit Videotrailern

Erinnert ihr euch noch? Anfang 2014? Plötzlich erschütterte ein Beben die Verlagswelt ...

Na ja, kein wirkliches Beben, mehr so ein kleiner Stoß. Das Epizentrum, um im Bild zu bleiben, lag damals in Mainz. Christian Schäfer-Hock und Daniela Hartmann vom Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität hatten in der Fachzeitschrift Communication Today die Ergebnisse ihrer Studie veröffentlicht. In einer Pressemitteilung der Uni hieß es damals: ʺBuchtrailer waren [...] laut der Studie weder in der Lage,, das Leseinteresse stärker zu steigern als ein Klappentext, noch gelang es ihnen, ein Buch spannender erscheinen zu lassen. Nachdem sie einen Buchtrailer gesehen hatten, fiel es den Teilnehmern des Experiments jedoch leichter, das Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen.ʺ

Autorenfoto AJ Schulte kleinHerzlich willkommen zum zweiten Teil unserer Survival-Tipps für Krimiautorinnen und Krimiautoren rund um das Thema "Interview".

Bereits mit der ersten Trainingseinheit Survival-Tipps für Autorinnen und Autoren: Das Interview (Part I) sollten Interviews ihren Schrecken für euch verloren haben. Hier noch einmal, sozusagen zum Warmwerden, die wichtigsten Basics: 

  • Denkt immer daran: Keiner kennt euer Buch besser als ihr selbst.
  • Es ist euer Interview! Oder anders gesagt: Nur ihr entscheidet, ob, wann und was ihr sagt.

und vor allem:

  • Ihr wisst, dass es für eure Antworten die PEKKI-Regel gibt. PEKKI steht für: PErsönlich, kompetent, knackig, interessant.

Mit diesen Basics im Hinterkopf wollen wir uns jetzt den Feinheiten der Interviewvorbereitung widmen.

Willkommen im Survival-Camp für Autorinnen und Autoren!

Im Dickicht des Literaturbetriebs zu überleben, dafür gibt es den einen oder anderen Trick.

In unserer heutigen Survival-Lektion geht es um eine Situation, in der sich selbst gestandene Profis noch zum Deppen machen können: um das Interview.

Wozu muss ich das lernen, ich will doch nur schreiben ...

Krimi schreiben, Verlag finden, veröffentlichen und fertig? Von wegen!