avanzini lena 704Lena AvanziniKinder: wichtig, weil Zukunft. Bücher: wichtig, weil Bildung. Preise für fabelhafte, spannende Kinder- und Jugendbücher also: ultrawichtig. Aber wieso sitzen nicht nur Kinder und Jugendliche in der Jury für den Hansjörg-Martin-Preis, sondern auch alte Schabracken wie diese Avanzini? Weil auch in einer alten Schabracke eine kleine Lena verborgen ist, die mit Lesestoff versorgt werden will. Weil die alte Schabracke selbst Bücher schreibt und durch das viele Lesen (hoffentlich) dazulernt. Außerdem kriegen alte Schabracken kaum Post und freuen sich daher auf überdimensionale Bücherpakete. Und last but not least: Man gönnt sich ja sonst nichts, schon gar nicht als alte Schabracke.





Berta Berger Autorenfoto Copyright privatTamina BergerAls diplomierte Sozialpädagogin begleite ich Kinder und Jugendliche seit über fünfundzwanzig Jahren in ihren Leben zum Erwachsenwerden. Immer schon war es mir ein großes Anliegen, bei den von mir betreuten Kindern Begeisterung für das Lesen zu wecken. Allein schon deshalb beschäftige ich mich viel mit Kinder- und Jugendliteratur, denn ich bin überzeugt davon, dass mit den richtigen Büchern der Grundstock für einen lesenden Erwachsenen gelegt wird. Das, was Kinder und Jugendliche lesen wollen, so habe ich die Erfahrung gemacht, darf sich ruhig mit Problemen oder schwierigen Themen befassen, aber eines dürfen Bücher für Kinder und Jugendliche nie: langweilen. Diesen Grundsatz habe ich mir bei meinen eigenen Jugendthrillern verinnerlicht, und darauf hoffe ich auch bei allen Einsendungen für den Hansjörg-Martin-Preis des SYNDIKATs.



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Alexandra Fischer-Hunold (Preisträgerin 2017): Als Autorin schreibe ich am allerliebsten Krimis. Seit Kalle Blomquist bin ich ihnen verfallen. "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett", heißt es so schön und so geht es mir auch. Ich liebe Kinder- und Jugendbücher, und ich liebe alles, was spannend ist. Deshalb kann man mich häufig in der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Münsteraner Buchhandlungen auf der Suche nach einem richtig guten Krimi antreffen. Dabei dürfen sie mal lustig, mal traurig, mal nachdenklich, mal kritisch sein. Aber eines müssen sie alle schaffen: dass ich richtig darauf brenne, sie wieder zur Hand zu nehmen und weiterzulesen. Und genau deshalb ist die Arbeit in der Jury genau das Richtige und eigentlich gar keine Arbeit für mich. Denn jetzt kann ich noch mehr Kinder- und Jugendkrimis lesen und entdecke dabei hoffentlich gaaanz viel Schätze, die mich morgens total verpennt, aber gut unterhalten am Frühstückstisch auftauchen lassen!

ErichWeidinger Copyright Karl Ploberger

Erich Weidinger (Juryorganisation): Als Pädagoge, Autor und Buchhändler beschäftige ich mich schon seit über zwanzig Jahren mit Kinder- und Jugendliteratur. Ich sehe den Kinder- und Jugendkrimi als wichtigen Bestandteil der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur. Meine zahlreichen Lesungen in österreichischen Schulen bestätigen mir immer wieder, dass der Kinder- und Jugendkrimi eine hervorragende zielgerichtete Leseförderung sein kann. Durch seine Spannung, sein soziales Engagement und seinen Humor geht er weit über den normalen Unterhaltungswert hinaus. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit in der Jury und auf die kommenden Bücher, das wird für mich mindestens so spannend wie ein guter Kriminalroman.




Die jungen Mitglieder der Kinder- und Jugendjury sind: Lars Albrecht, Faye Aussem, Ellen Cludzicki, Leo Friedrichs, Stephanie Graeber, Julian Paul Kemmler, Marleen Lichtenberg, Sophie Röbke, Marius Schick, Clara Uhlig, Niklas Volkmuth und Adrian Wald, allesamt von der Gesamtschule Rodenkirchen.

HJM Jugendjury2019 sw

V. l. n. r. hintere Reihe: Faye, Niklas, Marius, Clara, Marleen, Ellen, Sophie
V. l. n. r. vordere Reihe: Adrian, Julian, Leo

Nicht dabei sein konnten: Stephanie und Lars.