StrandgutBenjamin Cors CW Markus Kirchgessner2016 Benjamin Cors – Strandgut (dtv)
Benjamin Cors erzählt abwechslungsreich und spielt gekonnt mit der Erwartungshaltung des Lesers. Sprachlich überzeugend schafft er es, ihn auf zwei Zeitebenen in die Geschichte hineinzuziehen. Strandgut ist ein Frankreichkrimi, der sich den gängigen Klischees entzieht, aber trotzdem mit der Mentalität der Region spielt. Die Figuren sind nicht alltäglich, ohne dabei überzeichnet zu sein. Mit seinem melancholischen Helden Nicolas Guerlain schafft Cors eine Figur, die zwischen toughem Personenschützer und empathischem Ermittler changiert und von der man sich ungern am Ende des Buches trennt.

Außerdem nominiert aus 115 eingereichten Titeln waren:
Vera Buck – Runa (Limes)
Carsten Germis – Sayonara Bulle (rororo)
Iris Grädler – Meer des Schweigens (Dumont)
Clara Weiss – Milchsblut (Goldmann)

Die Jury: Eva AlmstädtHarald Gilbers (Preisträger 2014)Christian KlingerKathrin Lange

Juryorganisation: Christiane Dieckerhoff



Bild: Daniel Carinsson
Musik: Ingo Buranaseda
Sprecherin: Nadine Buranaseda


Die Wahrheit und andere Lügen

Sascha Arango2015 Sascha Arango – Die Wahrheit und andere Lügen (C. Bertelsmann)
Sascha Arango gelingt in Die Wahrheit und andere Lügen die verstörend fundierte Beschreibung eines Psychopathen. Die außergewöhnliche und manipulative Sprache zieht den Leser in die abgründige Welt des erfolgreichen Schriftstellers Henry Hayden. Wem kann man trauen, wenn die Lüge glaubhafter ist als die Wahrheit?

 
Außerdem nominiert aus 121 eingereichten Titeln waren:
Angelika Felenda – Der eiserne Sommer (Suhrkamp Nova)
André Georgi – Das Tribunal (Suhrkamp)
Dirk van Versendaal – Die Engel warten nicht (btb)
Charly Weller Eulenkopf (kbv)

Die Jury: Bernhard AichnerNadine BuranasedaMarc-Oliver BischoffSonja UllrichArno Strobel

JuryorganisationChristiane Dieckerhoff


2014Harald Gilbers Harald GilbersGermania (Knaur)
Atmosphärisch dicht, spannend und mit sehr glaubhaft gezeichneten Charakteren führt uns Germania in das Berlin des Jahres 1944. Fast beiläufig präsentiert Gilbers einen durchweg überzeugenden Kriminalroman, der wie nebenbei gekonnt Historie und Dramaturgie verknüpft. Düster. Beunruhigend. Beklemmend. Ein Debüt mit bleibender Wirkung.

 
Außerdem nominiert aus 60 eingereichten Titeln waren:
Cyrus Darbandi – Das Licht der Toten (Aufbau)
Gesa Gauglitz – Stirbwohl (kbv)
Nora LuttmerSchwarze Schiffe (atb Aufbau)
Mortimer M. Müller – Kabine 14 (Berenkamp)

Die Jury: Myriane Angelowski, Lena Avanzini, Iny Lorentz, Sunil Mann, Franz Zeller 

Juryorganisation: Elke Pistor


2013Tödliche FortsetzungMarc Olvier Bischoff Marc-Oliver Bischoff Tödliche Fortsetzung (Grafit) 
Martin Kanther ist Bestsellerautor – gewesen. Vor 20 Jahren machte sein Debüt „Drachentöter“ Furore, vor allem deswegen, weil jemand es als Vorlage für eine grausame Mordserie verwendet hat. Damals war Kanther selbst verdächtig – heute ist er ein Wrack: fett, alkoholsüchtig und immer in Geldnot. Bis er ein lukratives Angebot erhält: Ein Unbekannter bittet ihn, ein Manuskript zu lektorieren. Damit beginnt das Grauen von Neuem: Das anonyme Manuskript setzt nämlich nicht nur Kanthers eigenes Debüt fort, sondern auch das blutige Morden geht weiter … Tödliche Fortsetzung verwebt geschickt Fiktion und Realität. Mit beängstigender Zwangläufigkeit und einem großen Blick für Details treibt Marc-Oliver Bischoff die Handlung voran. Er spielt mit den alkoholbedingten Erinnerungslücken seines Helden und der Unsicherheit seiner Leser: Ist Kanther tatsächlich ein Mörder oder nicht? Kanther gegenüber stellt Bischoff zwei weitere, starke Charaktere: Da ist Kanthers Jugendfreund Siegfried, einst Vorbild für das Romandebüt. Nach 20 Jahren Haft in Asien fordert er nun seinen Anteil an Kanthers Bucherfolg. Und da ist Nora Winter, die Polizeipsychologin, die dem Täter immer näher kommt. Zu nahe?

Außerdem nominiert aus 93 eingereichten Titeln waren:
Jan Hellstern – Kinder des Bösen (Kein & Aber)
Katharina Höftmann – Die letzte Sünde (atb aufbau)
Mechthild LanfermannWer im Trüben fischt (btb)
Stephan Ludwig: Zorn – Tod und Regen (Fischer)

Die Jury: Veit Bronnenmeyer, Petra Busch, Carmen Korn, Iris Leister, Elke Pistor

Juryorganisation: Jan Beinßen 


2012 Lena AvanziniTod in Innsbruck (Emons)

Außerdem nominiert aus 89 eingereichten Titeln waren:
Heike Denzau – Die Tote am Deich (Emons)
Tom Hillenbrand – Teufelsfrucht (Kiepenheuer & Witsch)
Carolin Römer – Die irische Meerjungfrau (Conte)
Tanja Weber – Sommersaat (Aufbau)

Die Jury: Christiane Dieckerhoff, Petra Gabriel, Günter Neuwirth, Heiger Ostertag, Beate Sommer

Juryorganisation: Alexander Pfeiffer 


2011 Petra BuschSchweig still, mein Kind (Knaur)

Außerdem nominiert aus 99 eingereichten Titeln waren:
Johanna Alba und Jan Chorin – Halleluja (rororo)
Lukas Erler – Ölspur (Kein & Aber)
Rita Falk – Winterkartoffelknödel (dtv)
Tanja Griesel – Rothard (Hoffmann und Campe)

Die Jury: Mischa Bach, Almuth Heuner, Christiane Höhmann, Rudolf Jagusch, Michael Kibler


2010 Andreas Föhr Der Prinzessinnenmörder (Knaur)

Außerdem nominiert aus 64 eingereichten Titeln waren:
Ilja Bohnet und Ann-Monika Pleitgen – Freitags isst man Fisch (Ariadne)
Stephan Brüggenthies – Der geheimnislose Junge (btb)
Thomas Hoeth – Herbstbotin (Silberburg)
Jörg Maurer – Föhnlage (Fischer)

Die Jury: Christiane Franke, Lucie Flebbe, Henrike Heiland, Helge Thielking, Thomas Askan Vierich


2009 Lucie KlassenDer 13. Brief (Grafit)

Außerdem nominiert aus 78 eingereichten Titeln waren:
Oliver Pötzsch – Die Henkerstochter (Ullstein)
Jochen Rausch – Restlicht (KiWi)
Linus Reichlin – Die Sehnsucht der Atome (Goldmann)
Amaryllis Sommerer – Selmas Zeichen (Milena Verlag)

Die Jury: Oliver Buslau, Carlo Feber, Jutta Profijt, Thomas Raab, Ingrid Schmitz

Juryorganisation: Beate Maxian


2008 Rainer Gross – Grafeneck (Goldmann)

Außerdem nominiert aus 78 eingereichten Titeln waren:
Katharina Gerwens und Herbert Schröger – Stille Post in Kleinöd (Piper)
Manfred Köhler – Schreckensgletscher (Gmeiner)
Thomas Raab – Der Metzger muss nachsitzen (Leykam Verlag)
Sibil Volks – Café Größenwahn (Jaron Verlag)

Die Jury: Nessa Altura, Kai Engelken, Thomas Kastura, Beate Maxian, Andrea Maria Schenkel 

Juryorganisation:
Heidi Rehn


2007 Andrea Maria SchenkelTannöd (Nautilus)

Außerdem nominiert aus 62 eingereichten Titeln waren:
Klaus Erfmeyer – Karrieresprung (Gmeiner)
Sebastian Fitzek – Die Therapie (Knaur)
Derek Meister – Rungholts Ehre (RM)
Thomas Askan Vierich – Tödliche Delicatessen (Neuer Europa Verlag)

Die Jury: Michael Molsner, Astrid Paprotta, Thomas Prinz, Sybille Schrödter

Juryorganisation: Thomas Przybilka


2006 Leonie Swann – Glennkill (Goldmann)

Außerdem nominiert aus 54 eingereichten Titeln waren:
Jürgen Ehlers – Mitgegangen (kbv)
Gisa Klönne – Der Wald ist Schweigen (Weltbild)
Linda Stif – Kingpeng (Deuticke Verlag)
Holger Wuchold – Sein Anteil (Piper)

Die Jury: Anke Gebert, Richard Lifka, Paul Ott, Stefan Slupetzky, Christoph Spielberg

Juryorganisation: Thomas Przybilka


2005 Stefan Slupetzky Der Fall des Lemming (rororo)

Außerdem nominiert aus 41 eingereichten Titeln waren:
Susanne Ayoub – Engelsgift (Diana Taschenbuch)
Mischa Bach – Der Tod ist ein langer, trüber Fluss (Brandes & Apsel)
Birgit Lautenbach/Johann Ebend – Das Kind der Jungfrau (Prolibris)
Christian Schünemann – Der Frisör (Diogenes)

Die Jury: Klaus Dewes, Dorle Gelbhaar, Norbert Horst, Marcus Starck, Gabriele Wolff

Juryorganisation: Thomas Przybilka


2004 Norbert HorstLeichensache (Goldmann)

Außerdem nominiert aus 37 eingereichten Titeln waren:
Peter J. Kraus – Geier (Droemer Knaur)
Kerstin Rech – Das fünfte Geschlecht (Leda Verlag)
Dirk Schmidt – Letzte Nacht in Queens (Rowolth Taschenbuch)
Karola Weibezahl – Das Herbstkind (btb)

Die Jury: Richard Birkefeld, Nina George, Göran Hachmeister, Reinhard Jahn, Bernhard Jaumann, Barbara Krohn 

Juryorganisation: 
Thomas Przybilka


2003 Birkefeld/Hachmeister – Wer übrig bleibt, hat recht (Eichborn)

Außerdem nominiert aus 33 eingereichten Titeln waren:
Gert Anhalt – Tote mögen keine Sushi (Droemer Knaur)
Holger Biedermann – Von Ratten und Menschen (Fischer Taschenbuch)
Carlo Schäfer – Im falschen Licht (Rowolth Taschenbuch)
Sobo Swobodnik – Altötting (dtv)

Die Jury: Roger M. Fiedler, Peter Gerdes, Thomas Glavinic, Gisela Lehmer-Kerkloh, Christoph Spielberg

Juryorganisation: Thomas Przybilka


2002 Christoph SpielbergDie russische Spende (Piper)

Außerdem nominiert aus 43 eingereichten Titeln waren:
Helmut Frangenberg – Trümmer (Emons)
Roman Pohl – Dr. Kurons letzte Woche (Dittrich)
Hanne Tügel – Projekt Schlaraffenland (Droemer Knaur)
Udo Ulfkotte – Gencode J (Eichborn)

Die Jury: Uli Aechtner, Karin Ebeling, Horst Eckert, Andreas Izquierdo, Reiner M. Sowa 

Juryorganisation: 
Thomas Przybilka


Der Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Debüt" wird vom SYNDIKAT seit dem Jahr 2002 vergeben.