Thomas Kastura Plätzchen Punsch und PsychokillerThomas Kastura2017 Thomas Kastura Genug ist genug
in: Plätzchen, Punsch und Psychokiller (Knaur)

Fred Dennert, ein Autor dreißig unveröffentlichter Romane, kommt durch einen Sturz von einer Leiter in seiner Bibliothek ums Leben. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, erweist sich als kaltblütiger Mord. Wer hat diesen auf den ersten Blick so bescheidenen Autor umgebracht, der doch nur im Stillen wirken wollte? Staatsanwalt Brandeisen, zugleich der beste Freund des Autors, macht sich auf Spurensuche. Facettenreich und sprachmächtig erzählt Thomas Kastura eine unterhaltsame, spannende und irrwitzige Geschichte voll skurriler Einfälle. Überraschende Wendung am Schluss inbegriffen.

Außerdem nominiert aus 136 eingereichten Titeln waren:
Raoul BiltgenHelden – ein Wiener Mosaik, in: Tatort Hofburg (Falter Verlag)
Peter GodazgarSicherheit ist planbar, in: Handwerk hat blutigen Boden (kbv)
Petra IvanovDas Geständnis, in: Mord in Switzerland, Band 2 (Appenzeller Verlag)
Ella TheissSehnsucht, in: Suche Trödel, finde Leiche (kbv)

Die Jury: Christiane Geldmacher (Preisträgerin 2015)Michael HerzigRobert PreisSabine TrinkausFenna Williams

Juryorganisation: Gerald Hagemann


 

Bild & Musik: Ingo Buranaseda
Sprecherin: Nadine Buranaseda


Boandliris leister kurz2016 Iris Leister – Der Hias
in:
 BoandlKramer & andere Geschichten aus dem Bayerischen Wald (Edition Golbet, HePeLo Verlag)
Michis kleiner Bruder, der geistig behinderte Hias, ist ein "Kaputtmacher". Zuerst ist ein Kätzchen tot, am Ende ein Mädchen aus der Nachbarschaft. Und Michi will nichts weiter, als dass der Hias verschwindet. "Kinder sind grausam", heißt es. Was damit gemeint ist, das illustriert Iris Leister mit ihrer abgründigen Geschichte aus dem provinziellen Kosmos des Bayerischen Waldes – äußerst treffend erzählt im Idiom des Landstrichs und der ganz eigenen, trotzig-verletzten Sprache der kindlichen Hauptfigur.

Außerdem nominiert aus 178 eingereichten Titeln waren:
Christiane Dieckerhoff – Hechte der Nacht, in: Flossen hoch 3.0 – Jetzt erst recht (Leda Verlag)
Laura Müller-Hennig – Wenn sie da ist, in: Mordlichterglanz (Leinpfad Verlag)
Friederike Schmöe – Das nackte Licht, in: Glühweinopfer und Lebkuchenleichen. Ein fränkischer Adventskalender in 24 Kurzkrimis (ars vivendi)
Roland Spranger – C, in: Tatort Franken No. 6,(ars vivendi)

Die Jury: Brigitte GlaserSunil MannAlexander Pfeiffer (Preisträger 2014)Horst ProschSusanne Schubarsky

Juryorganisation: Susanne Kliem

 


Bild: Daniel Carinsson
Musik: Ingo Buranaseda
Sprecherin: Nadine Buranaseda


Online ins JenseitsChristiane Geldmacher2015 Christiane Geldmacher – Fanpost
in: online_ins_jenseits (Grafit Verlag)

Eine empfindsame Philosophenseele sucht eine andere – so scheint es jedenfalls am Anfang. Der Wittgenstein-Exeget Metz schreibt einen Fanbrief an den Journalisten Houbein. Doch der Tonfall des Briefs wird immer drängender, aufdringlicher, sein Inhalt immer distanzloser und unverschämter. Tatsächlich ist der Brief Beilage eines psychiatrischen Gutachtens, mit dem Houbein entlastet werden soll. Der hat eine nicht näher spezifizierte Bluttat an Metz begangen, dessen Annäherungsversuche quasi in einem Strudel des Irrsinns enden. Christiane Geldmacher thematisiert in Fanpost nicht ohne Humor die fatalen Versuchungen einer kranken Seele im digitalen Zeitalter. Dabei erzählt sie in raffinierter Form und mit intellektuellem Anspruch.

Außerdem nominiert aus 195 eingereichten Titeln waren: 
Klaus Berndl – Bad Herzenwerder, in: Heute hier, morgen Mord (S. Fischer Verlag)
Roger M. FiedlerKillshot-App, in: online_ins_jenseits (Grafit Verlag)
Elke Pistor Ziegengeschwister, in: Ebbe, Flut und Todeszeiten (kbv)
Horst Prosch – Süß klangen die Glocken nie, in: RauschGiftEngel (ars vivendi verlag)

Die Jury: Wolfgang BortlikGitta EdelmannAnne KuhlmeyerRegina SchleheckGünther Thömmes

Juryorganisation: Susanne Kliem


2014 Küche Diele MordAlexander PfeifferAlexander PfeifferAuf deine Lider senk ich Schlummer
in: küche, diele, mord (kbv)

"Wenn man in unserem Job anfängt, Tagebuch zu schreiben, dann ist das der Anfang vom Ausstieg", weiß der namenlose Ich-Erzähler. Sein Job ist der des Dealers, der Ausstieg das erklärte Ziel. Ob der einsame Protagonist den Ausstieg schafft, enthüllt der Text nicht. Doch den Weg dahin zeichnet Pfeiffer beinahe beiläufig in mosaikartig angeordneten Szenen eines nächtlichen Großstadtdschungels. Eine Geschichte wie ein Film Noir, die sofort berührt, ihre Geheimnisse aber erst nach und nach preisgibt. Und eine Figur, die lange nachhallt.

Außerdem nominiert aus 184 eingereichten Titeln waren:
Raoul Biltgen – Zwang heilt die Natur, in: Berner Blut (Gmeiner)
Beatrix Kramlovsky – Dreimäderlhaus, in: küche, diele, mord (kbv)
Barbara KrohnTotentanz in Regensburg, in: Regensburger Requiem (kbv)
Franz ZellerKarottinger, in: Tatort Rathaus (Falter)

Die Jury: Mischa Bach, Helmut Maier, Judith Merchant, Gerd J. Merz, Clementine Skorpil

Juryorganisation: Susanne Kliem


2013MordskücheRegina Schleheck Regina SchleheckHackfleisch
in: Mordsküche (Der Kleine Buch Verlag)

Eine gestresste Mutter, mitten in den Vorbereitungen zum Mittagessen. Routiniert, pragmatisch, mit der verzeihlichen Ungeduld überforderter Frauen. Ein kleiner Junge, der nicht ahnt, dass er als Bote des Bösen missbraucht wird. Der Dialog über den Verbleib der großen Schwester während des Hackfleischknetens: fast beiläufig. Aber dann: Nachfragen. Begreifen. Panik. Der Beginn unendlicher Trauer und Seelennot einer Mutter, die ihr eigen Fleisch verliert. Mitten im Alltag, diesem banalen Alltag, der auf einmal zum verlorenen Paradies wird. Regina Schleheck hat auf viereinhalb Seiten ein Universum des endlosen Grauens aufgefaltet. Starke Bilder, kein Wort zu viel. Eine Geschichte mit großem Nachklang. 

Außerdem nominiert aus 160 eingereichten Titeln waren:
Gunter GerlachLügen in Lünen, in: Kalendarium des Todes (Grafit)
Peter ProbstDas Wunder von Werne, in: Kalendarium des Todes (Grafit)
Elmar Tannert Unter dem Apfelbaum, in: Tatort Garten (ars vivendi)
Sabine Trinkaus Agnus Dei, in: Schöner Morden im Norden (Pendragon)

Die Jury: Christine Brand, Christiane Höhmann, Nina George, Stefan Valentin Müller, Franz Zeller

Juryorganisation: Romy Fölck


2012 Nina George Das Spiel ihres Lebens
in: Scharf geschossen (kbv) 

Außerdem nominiert aus 208 eingereichten Titeln waren:
Michel Birbæk Surfen, in: Berlin Blutrot (Köln.-Preuß.Lektoratsanstalt)
Lucie Flebbe Weg zur Hölle, in: He Shot Me Down (Rotbuch)
Kai Hensel Frühling des Herzens, in: Berlin Blutrot (Köln.-Preuß. Lektoratsanstalt)
Stephan Pörtner Blaue Liebe, in: He Shot Me Down (Rotbuch)

Die Jury: Zoë Beck, Jacqueline Gillespie, Alexander Köhl, Henner Kotte, Heinrich Stefan Noelke

Juryorganisation: Romy Fölck


2011 Judith Merchant Annette schreibt eine Ballade
in: Mörderisches Münsterland (kbv) 

Außerdem nominiert aus 177 eingereichten Titeln waren:
Zoe Beck Rapunzel, in: Märchenmörder (Köln.-Preuß. Lektoratsanstalt)
Anne Chaplet – Countdown in Selm, in: Mord am Hellweg V (Grafit)
Anke Laufer – Die Abweichung, in: Wie fühlt es sich an ein Tier zu sein (Swiridoff)
Sybille Zimmermann – Kleiner Tod, in: Die lange Tote vom Münsterplatz (Wellhöfer)

Die Jury: Eva Almstädt, Christoph Badertscher, Mona Misko, Claudia Puhlfürst, Günther Thömmes

Juryorganisation: Romy Fölck


2010 Zoë Beck Draußen
in: München blutrot (Köln.-Preuß. Lektoratsanstalt)

Außerdem nominiert aus 203 eingereichten Titeln waren:
Angela Eßer – 6 Uhr 23 – Guten Morgen, München, in: München blutrot (Köln.-Preuß. Lektoratsanstalt)
Herbert Friedmann – Drei Wünsche, in: Schneeflöckchen, Mordsglöckchen (edition karo)
Nina George – Das Licht von Dahme, in: Endstation Ostsee (kbv)
Stefan Valentin Müller – März am Teilungswehr, in: 13 Morde hat das Jahr (Heyne)

Die Jury: Sabina Altermatt, Jan Beinßen, Wolfgang Burger, Romy Fölck, Judith Merchant  

Juryorganisation: Hildegunde Artmeier


2009: Judith Merchant Monopoly
in: Money. Geschichten von schönen Scheinen (Verlag Johannes Heyn)

Außerdem nominiert aus 140 eingereichten Titeln waren:
Sebastian Fitzek – Alles für Bergkamen, in: Mord am Hellweg IV (Grafit)
Sandra Lüpkes – Das Gewissen von Werl, in: Mord am Hellweg IV (Grafit)
Jörg Juretzka – Die Matratze von Uentrop, in: Mord am Hellweg IV (Grafit)
Hans Forster – Himmel und Hölle, in: Im Kreis der Familie (S. Fischer Verlag)

Die Jury: Bernhard Jaumann, Kathrin Heinrichs, Annette Petersen, Rudolf Jagusch, Guido Seyerle

Juryorganisation: Hildegunde Artmeier


2008: Bernhard Jaumann Schnee an der Blutkuppe
in: Zum Sterben schön (Wunderlich)

Außerdem nominiert aus 141 eingereichten Titeln waren:
Hippe Habasch – Der Hut des Präsidenten, in: ADAC, Bodensee (ADAC)
Gisa Klönne – Spaghetti nach Hurenart, in: Pizza, Pasta und Pistolen (Langen-Müller)
Amaryllis Sommerer – Patsy Power, in: In aller Freundschaft (Fischer)
Carsten Sebastian Henn – Mord im Kühlschrank, in: Henkers Tropfen (Emons)

Die Jury: Hildegunde Artmeier, Carola Clasen, Arnold Küsters, Sabina Naber, Ulrike Rudolph

Juryorganisation: Ina Coelen


2007: Sabina Naber Peter in St. Paul
in: Mörderisch unterwegs (Milena)

Außerdem nominiert aus 159 eingereichten Titeln waren:
Anne Chaplet – Liebe und Tod in Hattingen, in: Mord am Hellweg III (Grafit)
Horst Eckert – Wege zum Ruhm, in: Blutgrätsche (Grafit)
Bernhard Jaumann – Nacht über Unna, in: Mord am Hellweg III (Grafit)
Jan Costin Wagner – Sonnenspiegelung, in: Spiegel-Spezial, Bücher 2006 (Spiegel)

Die Jury: Oliver Buslau, Anke Cibach, Jürgen Ehlers, Ulla Lessmann, Heidi Rehn

Juryorganisation: Ina Coelen


2006: Jürgen Ehlers  Weltspartag in Hamminkeln
in: Mords-Feste (Leporello)

Außerdem nominiert aus 144 eingereichten Titeln waren:
Almuth Heuner – Der lange Schatten der Schwanenburg, in: Tödliche Torten (Leporello)
Beatrix Kramlovsky – Ein Jegliches hat seine Zeit, in: Tödliche Torten (Leporello)
Sandra Niermeyer – Die Wohnung, in: Das Magazin (Kurznachzehn Verlag)
Michael Rossié – In Süchteln läßt der Tod sich Zeit, in: Mords-Feste (Leporello)

Die Jury: Thorsten Beck, Anne Chaplet, Klaus Dewes, Ina Coelen, Gunter Gerlach

Juryorganisation: Ina Coelen


2005: Gunter Gerlach  Die Hochzeit in Vörde
in: Mord am Niederrhein (Grafit)

Außerdem nominiert aus 159 eingereichten Titeln waren:
Anne Chaplet – Wem die Stunde schlägt in Königsborn, in: Mehr Morde am Hellweg (Grafit)
Horst Eckert – On the Road, in: Juwelen am Hellweg (Grafit)
Doris Gercke – Der Richter von Unna, in: Der Richter von Unna oder: Von Glück und Tod (Grafit)
Sandra Lüpkes – Klackklack-Klackklack, in: Morden im hohen Norden (Heyne Verlag)

Die Jury: K.-J. Frahm, Rebecca Gablé, Nina George, Carmen Korn

Juryorganisation: Ina Coelen


2004: Carmen Korn Unter Partisanen
in: Du sollst nicht töten (Grafit)

Außerdem nominiert aus 125 Einsendungen waren:
H. P. Karr – Wofür halten Sie mich?, in: Mordslust (Scherz Verlag)
Carmen Korn – Unter Partisanen, in: Du sollst nicht töten (Scherz Verlag)
Beatrix M. Kramlovsky – Die Seidenstraße, in: Liebestöter (Scherz Verlag)
Sandra Niermeyer – Morstiege, in: Stadt und Stattliches (Geest-Verlag)

Die Jury: Monika Buttler, Anke Cibach, Gunter Gerlach, Sandra Lüpkes, Eva Maaser

Juryorganisation: Ina Coelen


2003: Gunter Gerlach  On the road: von Lippstadt nach Unna
in: Mord am Hellweg (Grafit)

Außerdem nominiert aus 89 eingereichten Titeln waren:
Martina Bick – Heringstod, in: Brillante Morde (Leporello)
Christl Greller – Ovid muss sterben, in: Schattenwerfen (Resistenz)
Thomas Kredelbach – Gefährliche Freundin
Christiane Schwarze – Tonerde

Die Jury: Nessa Altura, Klaus Dewes, Thomas Pfanner, Dorothea Puschmann, Inge Schumann

Juryorganisation: Sandra Lüpkes


2002: Nessa Altura  Der Burschl aus Tirol
in: Tatort Berg (Vertigo)

Außerdem nominiert aus 132 eingereichten Titeln waren:
Mischa Bach – Vollmond, in: Teuflische Nachbarn (Scherz Verlag)
Dieter Bromund – Die Geschichte des Alan McLeod, in: Mordlichter (Leda)
Stephan Pörtner – Schwachkopf, in: Brillante Morde (Leporello)
Gabriele Wolff – Unter Palmen so grün, in: Mord im Grünen (Gerstenberg)

Die Jury: Andrea C. Busch, Peter Gerdes, Tatjana Kruse

Juryorganisation: Ina Coelen


Der Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Kurzkrimi" wird vom SYNDIKAT seit 2002 vergeben.