Donnerstag, 03. Mai 2018

Das SYNDIKAT stellt sich vor

Mord in Bewegung - Verbrechen in Roman und Film - wie groß ist der Unterschied?

Uhrzeit: 14:00 - 15:00 Uhr

Dormero Hotel
Leipziger Straße 76
06108 Halle (Saale)

Das SYNDIKAT stellt sich vor
Mord in Bewegung
Verbrechen in Roman und Film - wie groß ist der Unterschied?

Talk mit Drehbuchautoren

Erfahrene Fernsehkrimi-Autoren geben Einblicke in ihr Handwerk und erzählen vom Überleben im Haifischbecken Film- und Fernsehindustrie, in dem der Urheber der Taten ganz am Ende der Nahrungskette steht.

Es diskutieren die Krimi- und DrehbuchautorInnen Dina El-Nawab, Matthias Herbert, Andreas Izquierdo und Markus Stromiedel

WANN: Do, 3. Mai 2018, 14:00 bis 15:00 Uhr
WO: Hotel Dormero, Leipziger Straße 76, Halle
Eintritt frei

Dina El-Nawab

Schon als Studentin der Germanistik und Sozialpsychologie zog es sie zum Film wie zum Krimi – ihre Abschlussarbeit analysierte den suspense in Alfred Hitchcocks "Psycho". Nach einer Zwischenetappe als Cartoonistin, freie Filmkritikerin und Wissenschaftliche Beraterin in der niedersächsischen Landesmedienstelle wechselte sie zum Fernsehen: zuerst zum Bayerischen Rundfunk, wo sie die Familienserie "Aus heiterem Himmel" redaktionell betreute, danach zum SWR, für die langlaufende Serie "Die Fallers". 1999 übernahm sie die WDR-Krimi-Serie "Der Fahnder" und deren Relaunch, der für den deutschen Fernsehpreis nominiert wurde. Seit 2001 arbeitet sie als freie Dramaturgin, Drehbuch-Consultant und als Autorin, u.a. für die ARD-Krimi-Serien „Großstadtrevier“ und "Morden im Norden" sowie für "Notruf Hafenkante" im ZDF. Seit neuestem ist sie auch weniger kriminell unterwegs: mit einem Buch für Kinder, Jugendliche und junggebliebene Erwachsene, das im Sommer 2016 im Ueberreuter-Verlag erscheinen wird.

Dina El-Nawab

Matthias Herbert

Geboren in Darmstadt, wählte als Jugendsünde den Beruf des Ordnungshüters, fing dort mit dem Schreiben an und quittierte demoralisiert und depressiv den Polizeidienst 3 Jahre später.
Schlug sich in der Folgezeit als Bäcker, Installateur, Buchbinder, Heizungsbauer, Druckereigehilfe, Buchclubwerber, Fensterputzer, Gewächshausverkäufer, Bewässerungsanlagenplaner und Kraftfahrer durch´s Leben, während er versuchte, Germanistik, Publizistik und Buchwesen zu studieren. Ließ es bleiben und schrieb stattdessen Prosa und Theater. Nach einem unbedeutenden Literaturpreis und ein paar Veröffentlichungen in überregionalen Publikationen packte ihn der Wahn, Schriftsteller zu werden und davon leben zu können. Verhungerte im Anschluss fast, bis er anfing, für die Yellowpress mit großem Erfolg Kurzkrimis zu schreiben. Bewarb sich 1988 für ein Seminar der Bertelsmann Stiftung für Nachwuchs Drehbuchautoren im Genre Spannungsfilm, wurde eingeladen, fiel nachdrücklich auf, landete beim ZDF, schrieb seinen ersten 'Fall für zwei' und das war der Anfang. Hat seit 1989 über 300 Drehbücher für Serien und Einzelfilme verfasst, überwiegend im Krimi-, Thriller und auch Actionbereich, diverse Serien konzipiert und als Headwriter betreut, Autoren geschult (macht er nie wieder, warum die eigene Konkurrenz züchten ...) und es ist ihm gelungen, trotz Container-, Quiz-, Casting-, Dokusoap-Krisen, die alle immer ein weiteres Stück vom Fictionkuchen fressen, wenigstens halbwegs noch im Geschäft zu bleiben und nicht ganz dem Vergessen anheim zu fallen.
Schreibt zum Ausgleich vom TV-Stress inzwischen Romane zu einem ambitionierten Fantasy-Zyklus namens MEMIANA.
2015 erschien sein Thriller "Scheiße bauen", mit dem er erstmals auch literarisch mordet.

 

Matthias Herbert
© Rebecca Hammer beckstage

Andreas Izquierdo

ANDREAS IZQUIERDO, geboren 1968, Sohn einer spanischen Krankenschwester und eines deutschen Ingenieurs, ist Schriftsteller und Drehbuchautor.

Neben dirversen Kriminalromanen veröffentlichte er u. a. den Roman „König von Albanien“ (2007), der mit dem Sir- Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, sowie den Roman „Apocalypsia“ (2010), der den Lovelybooks-Leserpreis in Silber für das beste Buch 2010 erhielt und zum Buch des Jahres bei Vorablesen.de gewählt wurde. 

„Das Glücksbüro“ und „Der Club der Traumtänzer“ erschienen im Kölner DuMont-Verlag. Der neue Roman "Romeo & Romy" erscheint im April 2016 bei Suhrkamp/Insel.

Daneben diverse Sitcom- und Serienbücher für RTL, ZDF, SAT 1 und WDR.

Markus Stromiedel

... ist als Krimiautor "Vater" einiger höchst erfolgreicher Kinder: Aus seiner Feder stammt die Figur des Kieler Tatort-Kommissars Klaus Borowski, gespielt von Axel Milberg, sowie des ZDF-Staatsanwaltes Bernd Reuther, gespielt von Rainer Hunold. Nach seinen Anfängen als Journalist (FR, Die Zeit), als Dramaturg und Chefdramaturg (Bavaria-Film) sowie als Writing-Producer (Columbia TriStar, Studio-Hamburg) schreibt Stromiedel seit vielen Jahren als Drehbuchautor, an seinem Schreibtisch entstanden Bücher u. a. für den "Tatort", für "Ein starkes Team", "Stubbe", "SOKO" und "Großstadtrevier". Als Prosa-Autor schuf er für seine Politthriller-Trilogie die Figur des Berliner Hauptkommissars Paul Selig sowie die Science-Fiction-Thriller "Die Kupel" und "Zone 5" (Droemer-Veralg) . Seit einigen Jahren schreibt Markus Stromiedel auch Bücher für Jugendliche: Seine Jugendbuch-Reihe "Der Torwächter" ist außerdem Teil des Leseförderprojektes "Kopf-Kick" - www.kopf-kick.de

Markus Stromiedel
© Jörg Schwalfenberg