von Sommerer AmaryllisMilena-Verlag Wien
ISBN ISBN 978 3 85286 195 1
Preis 14,90 €
Eine zu Tode umarmte Vierzehnjährige im Hausflur.Eine trinkende Teilzeitkellnerin als Leichenwäscherin.Ein perfekt geschminkter toter Buchhalter, der entsorgt werden muss.Eine ausgebrannte Fernsehredakteurin, die das Hauptabendprogramm zensiert.Ein Wiener Durchhaus, dessen Tore nach und nach geschlossen werden. ————-”Wunderbar ist, wie Amaryllis Sommerer für die Selbstbeschau der Hauptfigur einen lokal eng begrenzten Rahmen als Spiegelbild gefunden hat. Fast das ganze Buch spielt in den engen Hinterhöfen eines Wiener Mietshauses. Von Außen kommt fast nur das Böse, oder es wird als kitschige, aber unerreichbare Idylle erträumt.Das Buch lässt einen nachdenklich zurück. Auch wenn eine Ausnahmesituation geschildert wird, fragt man sich, wie oft man selbst im Alltag wegsieht. Wie oft entscheidet man sich gegen das Mitgefühl und zugunsten eigener Bedürfnisse? Die Autorin schneidet brutale Themen wie Missbrauch und Vernachlässigung von Kindern an und beschönigt dabei nicht das Verhalten derer, die aus Bequemlichkeit wegschauen. Das Buch, die Theorie, ist also gar nicht so weit entfernt von der alltäglichen Realität, der wir alle begegnen.“ Spunk Seipel – Literaturhaus Wien, 7. Oktober 2010 ————-”Amaryllis Sommerer hat es wieder getan. Einen Krimi geschrieben. Ihr zweiter spielt fast ausschließlich im Hinterhof eines Wiener Mietshauses und dreht sich um fehlende Zivil-Courage im Alltag. Schon ihr Debut “Selmas Zeichen” war viel beachtet und für den Glauser-Krimipreis 2009 nominiert. Die Geschichte der ausgebrannten Fernsehredakteurin Mara, die das Hauptabendprogramm auf Gewalt zensiert und plötzlich auch in ihrem Wohnhaus mit Gewalt konfrontiert wird, ist vor allem sprachlich eine Wucht. Alles in allem: Noch besser als das Debut!”Anna-Maria Wallner – DIE PRESSE – 31. Oktober 2010





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