Hansjörg-Martin Preis 2012

Die für den Hansjörg-Martin Preis 2012 nominierten Bücher

Das SYNDIKAT empfiehlt in dieser Woche die Bücher, die für den Hansjörg-Martin-Preis 2012 nominiert sind:

Brigitte Glaser -
Fremde Fracht. Ein Fall für Anja Kraft (Sauerländer)

Nach einem Streit mit ihren Eltern haut Jule zu Niklas auf dem Rheinfrachter seines Vaters ab. Doch dort findet sie statt romantischer Zweisamkeit dunkle Geheimnisse, einen Toten und unerwartete Gefahren – und das ohne jede Ausweichmöglichkeit, denn das Schiff setzt unermüdlich seinen Weg flussaufwärts fort …
Brigitte Glaser gelingt das Kunststück, ebenso glaubwürdig wie authentisch von den Ängsten und Sehnsüchten ihrer jungen Protagonisten zu erzählen und sie zugleich in einen brisanten, oft auch überraschenden Kriminalfall zu verstricken.
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Agnes Hammer -
Nacht komm! (skript5)

Lissy Winterhart, notorische Schulschwänzerin, muss in einem Altersheim Sozialstunden ableisten. Als ihre Kollegin Nele tot aufgefunden wird, verdächtigt man sie zuerst – sie ist vorbestraft und hat ein Motiv. War es aber nicht doch der eifersüchtige Sunnyboy Daniel, in den Lissy sich verliebt hat? Oder jemand ganz anderes? Agnes Hammer ist ein Thriller gelungen, der Spannung und Emotionen zeigt. Ein Buch das man nicht einfach so beiseitelegen kann, und das ein Ende verspricht, mit dem niemand rechnet!

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Kirsten Reinhardt –
Fennymores Reise (Carlsen)

Fennymores Eltern sind verschwunden. Seitdem lebt er allein. Aber er hat Freunde, auf die er sich verlassen kann: Sein Fahrrad, das sich für ein Pferd hält und Fizzy, die sich mit ihm auf den Weg macht, das Rätsel um seine Eltern zu lösen. Dass es in diesem Buch auch um Fennymores Tante Else geht, die jeden Sonntag ein Gericht namens „Dackel im Salzmantel“ bereitet, sei nur deshalb erwähnt, weil man beim Lesen von Kirsten Reinhardts ungewöhnlichem Kinderbuch seilstarke Nerven braucht und auch sonst ziemlich cool bleiben muss.

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Ulrike Rylance -
Villa des Schweigens (dtv)

Nina will endlich ein eigenes Leben führen. Deshalb zieht sie hinaus in die Welt und in eine WG, in der sie mit anderen jungen Leuten wohnen wird. Doch was sich zunächst als munteres Gemeinschaftsleben darstellt, erweist sich schon bald als bloße Kulisse.
Immer häufiger wird Nina von grässlichen Dingen überrascht. Will man sie mobben, aus der WG vertreiben? Und wer sind diese anderen Jugendlichen wirklich, mit denen sie in dieser irgendwie verwunschenen Villa wohnt? Als eines Tages sogar ein Mord geschieht, droht nicht nur Ninas Leben aus den Fugen zu geraten. Ulrike Rylance hat Themen des Erwachsenwerdens mit einer spannungsgeladenen Handlung zu einem wunderbaren Jugendkrimi verwoben.
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Maja von Vogel -
Nachtsplitter (dtv)

Eine fallende Weinflasche, die einen tödlichen Unfall auslöst. Eine 16-Jährige, die in einem fremden Auto erwacht und sich nur bruchstückhaft an die letzte Nacht erinnern kann. Was ist auf dem Festival geschehen, das sie mit Freunden besuchte? Allmählich beschleicht Jen der Verdacht, dass jemand aus ihrem Bekanntenkreis für den Autounfall verantwortlich ist, bei dem ein Mensch zu Tode kam … Maja von Vogels raffiniertes Spiel mit den Erinnerungssplittern ihrer Protagonistin fesselt und verstört bis zur überraschenden Auflösung.

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Für den Hansjörg-Martin-Preis 2012, den Preis für den besten Kinder- und Jugendkriminalroman, konnten deutschsprachige Kriminalromane von Verlagen eingereicht werden, die im Jahr 2011 erstmals erschienen sind (Originalausgaben).

Es wurden 53 Titel bei der Jury eingereicht.
Die Juroren waren:
Mischa Bach, Hans-Ullrich Krause, Marlene Röder, Christine Spindler,
sowie die Jugendjury
Steven Miers, Lisa Schaffer, Saskia Kus, Mary Ann Bernefsky und Bao Loc Tran

Alle eingereichten Bücher finden Sie hier >>

Der Hansjörg-Martin-Preis ist mit 2.500 € dotiert.

Die Preisträgerin wird auf dem „Tango Criminale“, der großen Abschlussgala bei der CRIMINALE 2012 im Hochsauerlandkreis am Samstag, den 28. April 2012 verkündet und geehrt.
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