von Christine LehmannAriadne Verlag
März 2007
Lisa Nerz und Staatsanwalt Richard Weber sitzen mit Bekannten im Nobelrestaurant, als ein Anruf kommt: Richards Vater, der starrsinnige Martinus Weber, hat soeben mit vierundachtzig Jahren das Zeitliche gesegnet. Richard bricht sofort auf nach Balingen. Lisa lässt es sich nicht nehmen, ihn zu begleiten (schon um wie immer einen prüfenden Blick auf die Leiche zu werfen). Und so entfaltet sich das Panorama einer schwäbischen Familie mit erzkonservativen Akteuren und schwarzen Schafen. Zwietracht herrschte vor allem zwischen Richards Papa und der weißhaarigen Kusine Barbara, die einen Bauernhof besitzt und eine regional berühmte Herde wilder Kühe hält. Noch bei der Aussegnung der Leiche ereilt die Trauernden die Nachricht, dass die Herde wieder mal ausgebrochen ist und die Hauptstraße blockiert. Das kam schon öfter vor und ist ein Stein des Anstoßes im wohlgeordneten schwäbischen Dorfleben.
Trotz engagierter Schadensbegrenzung (bei der Richard Trompete spielen muss und Lisa sich fast aufspießen lässt) wird anderntags eine zertrampelte Leiche gefunden. Lisa wittert einen Fall und sticht ins Wespennest! Ein brandneues actionreiches Krimi-Abenteuer mit Deutschlands bester Hardboiled-Heldin.
| KrimiWelt-Bestenliste Juli, August 2007, 6. Rang |
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| Thomas Wörtche: Ganz stark ist der neue Roman von Christine Lehmann: Allmachtsdackel Lehmann ist notorisch unterschätzt, ihre Bücher um die gendermäßig oszillierende Lisa Nerz aus Stuttgart sind präzise Romane aus der Provinz und über die Provinz, ohne auch nur in die Nähe von “Regionalkrimis” zu kommen. In diesem Buch geht es ganz konzise und konsequent um das, was Religion in Menschen anrichten kann, die dann wiederum Katastrophen an anderen Menschen anrichten. Ein Kommentar zur globalen Situation, situiert im Schwabenland, ohne schein-aktualistischen Bezug. Christine Lehmann kann das, souverän und überzeugend. Thomas Wörtche, in Kaliber .38, Krimis im Internet, Leichenberg 6/2007, |





Mord unter Segeln