Gründung

Das SYNDIKAT wurde von zwanzig der bekanntesten deutschsprachigen Krimiautoren am 2. Februar 1986 aufgrund einer Initiative von Fred Breinersdorfer in Stuttgart gegründet. Ziel der neuen Autorengruppe war es, die deutschsprachige Kriminalliteratur zu fördern, sich gegenseitig über Vertragsbedingungen und Marktchancen zu informieren, gezielte Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben sowie Kontakte zu ausländischen Kolleginnen und Kollegen zu pflegen. Von Anfang an war das SYNDIKAT Mitglied in der A.I.E.P., der internationalen Krimischreibervereinigung.

Der deutschsprachige Kriminalroman

Einladung zur Gründungsversammlung des SYNDIKATSAls es mit dem neuen deutschsprachigen Kriminalroman Mitte der 1960er-Jahre so richtig begann, war die Trennung zwischen E- und U-Literatur weit ausgeprägter als heute. Die Kulturressorts der Medien und der Deutschunterricht in den Schulen klammerten Krimis aus oder stempelten sie als trivial ab. Inzwischen ist das Schubladendenken geschwunden und die Kriminalliteratur hat sich zu einem der beliebtesten und erfolgreichsten Genres der Literatur entwickelt. Krimiautoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden sich regelmäßig auf den Bestsellerlisten.

Mit dem wachsenden Markt einher geht die Bereitschaft von Verlagen, neuen Autorinnen und Autoren eine Chance zu geben. So ist die Quantität der deutschsprachigen Krimiveröffentlichungen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Ebenso wie die Zahl der Krimifestivals, die Begegnungen von Autoren und Lesern ermöglichen. Eines der größten Krimifestivals veranstaltet das SYNDIKAT seit seiner Gründung selbst: die CRIMINALE. Rund 250 der mittlerweile fast 800 Mitglieder des SYNDIKATs treffen sich jedes Jahr an einem anderen Ort, um sich untereinander auszutauschen und dem Publikum einen Querschnitt des deutschsprachigen Kriminalromans zu bieten.

Leitlinien und Strukturen

Das SYNDIKAT ist kein eingetragener Verein, Entscheidungen werden von der Vollversammlung getroffen, die bei der jährlich stattfindenden CRIMINALE zusammenkommt. Im Laufe der Zeit haben sich allerdings einige Strukturen entwickelt:

  • Das Sprecherteam koordiniert die Aktivitäten und nimmt Neumitglieder auf, außerdem kümmert es sich gemeinsam mit den Repräsentanten vor Ort um die Organisation der jeweils anstehende CRIMINALE.
  • Der Schatzmeister ist aus steuerrechtlichen Gründen in einem besonderen Förderverein angesiedelt.
  • Daneben gibt es Sekretariate der GLAUSER-Jurys. Siehe Näheres bei Krimipreise!
  • Der Newsletter, der SYNDIKATs-FUNK erscheint regelmäßig. Er informiert über alles, was man wissen muss, um sich in Branche und Genre orientieren zu können, enthält aber auch Klatsch und Tratsch und Essays mit Reflexionen über Trends und Inhalte.
  • Seit 2008 erscheint das Jahrbuch des SYNDIKATs. Alle Mitglieder erhalten es kostenlos.
  • Seit dem Jahr 2000 existiert auch diese Homepage (www.das-syndikat.com), auf der im öffentlichen Bereich Berichte, Nachrichten und allerlei Wissenswertes über den deutschsprachigen Krimi mitgeteilt wird. Im geschlossenen Geheimbereich gibt es Informationen für die SYNDIKATs-Mitglieder, ein Archiv und vieles mehr.
  • Das SYNDIKAT vergibt jährlich den Friedrich-Glauser-Preis, den Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur in den Sparten Roman, Debüt und Kriminalkurzgeschichte. Der Ehrenglauser wird für das Lebenswerk und die Verdienste um das Genre verliehen. Der Hansjörg-Martin-Preis geht an den besten Kinder- und Jugendkrimi.
  • Die Krimipreise des SYNDIKATs werden auf der jährlich an einem anderen Ort stattfindenden CRIMINALE vergeben. Bisherige Tatorte: Gelsenkirchen, Hamburg, Berlin, Köln, Potsdam, Gießen, Jever, Daun/Eifel, Essen, Mosbach, München, Westerwald, Niederrhein, Hochsauerlandkreis, Koblenz, Deutsche Weinstraße (Pfalz), Wien, Singen, Nordeifel, Niederrhein II, Hochsauerlandkreis II, Bern, Nürnberg/Fürth (2014) und Büsum (2015).
Die CRIMINALE und das SYNDIKAT sind eingetragene Warenzeichen.