Das SYNDIKAT sagt JA



Das SYNDIKAT, die Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur, spricht sich nachdrücklich für den weltweiten Schutz geistigen Eigentums aus. Dies gilt insbesondere für das Medium Internet, in dem dieser Schutz immer häufiger missachtet wird.
Das SYNDIKAT protestiert insbesondere gegen Bestrebungen von Politikern, wie etwa aus den Reihen der Piraten und dem Bündnis 90/Die Grünen, aber auch anderer Parteien, die das geltende Urheberrecht schwächen wollen. Die technischen Möglichkeiten des Internets erfordern keine Reform des Urheberrechts, sondern eine faire Anpassung von Nutzungs‐ und Verwertungslizenzen.
Das SYNDIKAT wird sich für Aufklärung einsetzen, um bei Nutzern und Lesenden den Respekt, das Verständnis und die Achtung gegenüber den Leistungen der urhebenden SchriftstellerInnen zu stärken.

+++ Das Syndikat für Urheberrechte +++

Was kostet die Kunstwelt? Am liebsten nichts, wenn es nach den Netzpolitkern der großen Parteien geht:
Nicht erst seit ACTA ist das geltende Urheberrecht in Deutschland sowie Österreich unter medialem Beschuss durch “Netzpolitiker” der Parteien sowie eine bestimmte Unterstützergruppe aus der digitalen Netzgemeinde.
Tenor von (Netz)Politik und dieser User-Gruppe: Das geltende Urheberrecht müsse “reformiert” werden.
Bei genauerem Hinsehen auf die konkreten Forderungen zeigt sich, dass diese “Reform”, vereinfacht ausgedrückt, ausschließlich Urheber zu diversen Solidaropfern zwingen, ihr Einkommen beschneiden und ihnen das Recht nehmen soll, mit ihrem Werk zu tun und zu lassen, was sie wollen.

Freiheit für alle – aber nicht für UrheberInnen?
Geistiges Eigentum wird als nicht existent betrachtet, soll abgeschafft werden, das traditionelle Verlags/Buchgeschäft gilt unter Urheberrechtsangreifern als untragbar.
Piratenpartei und Bündnis 90/ Die Grünen wollen z.B. das Urheberrecht auf Lebenszeit (Die Grünen) oder auf zehn Jahre nach Veröffentlichung (Piratenpartei) verkürzen, um Werke schneller gemeinfrei ( = umsonst) elektronisch zu verbreiten; soll der Urheber doch zusehen, wie er am Ende des Lebens zurechtkommt. SPD und CDU sehen nicht durchdachte Geschäftsmodelle wie Zwangsabgaben auf Kultur – pardon: „Kulturflatrates“ –, sowie freiwillige Spenden statt ordnungsgemäßer Honorierung oder wenig faire Fair-Use-Abkommen von Autoren mit Nutzern, als Weg. Die FDP befürwortet die kostenlose Selbstbedienung aus bestehenden Kulturinhalten aus „kulturellen, politischen und edukativen Gründen“.

Ein Überblick zu den verschiedenen netzpolitischen Parteiaussagen bietet die jüngste Interviewreihe der Süddeutschen Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/digital/peter-tauber-cdu-zum-urheberrecht-wir-brauchen-ein-recht-auf-digitale-privatkopie-1.1288873

Alles nur, um im Internet einfacher, möglichst kostengünstig und weniger illegal an Kulturinhalte zu kommen?
Werte Politik, werte Kulturnutzende: Das geht auch anders. Fairer. Mit weniger Kreativneid. Und mit mehr Wissen. Zum Beispiel darüber, dass Verwerter keine Mafiakonzerne sind. Und Künstler keine Genialisten, die nur auf der Couch liegen.
Dafür muss man nicht gleich ein Recht zerstören, für das die Weltgesellschaft seit dem Mittelalter gekämpft hat.

Die Initiative JA ZUM URHEBERRECHT ist für faire Anpassung von Nutzungs‐ und Verwertungslizenzen – und für das Wohlverhalten zwischen Politik, Kulturschaffenden und Kulturnutzenden

Der wachsende, länderübergreifende Zusammenschluss aus SYNDIKAT, Autoren­gruppen, UrheberInnen und Verbünden aller Kultursparten, Verlagen, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels sowie der österreichischen IG Autorinnen Autoren und und der von ihr mitgetragenen Initiative “Kunst hat Recht”, www.kunsthatrecht.at
befürwortet:
1) den Schutz des geistigen Eigentums weltweit
2) den Schutz des Urheberrechtes nicht zuletzt auch als Persönlichkeitsrecht
3) gegenseitiges Wohlverhalten zwischen Kulturschaffenden und Kulturnutzern
4) faire Anpassung der Nutzungsrechte in der digitalen Welt unter demokratischen Prinzipien
5) Anerkennung und Honorierung der Leistungen der Kulturschaffenden

Wir wollen insbesondere informieren, unterhaltsam aufklären und praktische Hilfestellung in alltäglichen Fragen zum Umgang mit Urheber- und Nutzungsrechten bieten.

Informieren Sie sich wöchentlich über Facebook über Neuigkeiten und Diskussionen
https://www.facebook.com/ja.zum.urheberrecht

Und ab Ende März:
www.ja-zum-urheberrecht.com
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Facebook-Button für UnterstützerInnen:
http:// www.picbadges.com/www-ja-zum-urheberrecht-com/2511304/