Das Skript

Das Skript
von Arno Strobel

Fischer (Tb)
ISBN 978-3596191031
Preis 8,99 €

Wenn Bestseller Angst machen – der neue packende Psychothriller von Arno Strobel

Eine Studentin bekommt per Post rätselhafte Botschaften zugeschickt – auf Menschenhaut geschrieben. Die Polizei verdächtigt den früheren Bestsellerautor Christoph Jahn: In dessen Roman schneidet ein Serienkiller jungen Frauen die Haut vom Körper, um darauf den Anfang seines Romans, der von allen Verlagen abgelehnt worden ist, auf grausige Weise neu zu schreiben. So erhofft er sich die Aufmerksamkeit für sein Werk, die es seiner Meinung nach verdient hat. Doch Jahn schiebt die Schuld auf einen geisteskranken Fan, der bereits vor Jahren Verbrechen aus seinen Romanen ›nachgestellt‹ haben soll, aber nie gefasst wurde. Die grausige Geschichte scheint sich zu wiederholen …
Ein Entführungsfall, ein Serienkiller und ein Hauptverdächtiger mit beängstigender Phantasie: Brutal raffiniert erzählt Arno Strobel eine furchterregende Geschichte mit doppeltem Boden.

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Arno Strobel ,
Geboren 1962 in Saarlouis. Lebt mit Frau und 3 Kindern in der Nähe von Deutschlands ältester Stadt Trier. Er studierte Versorgungstechnik mit Ausrichtung IT und ist seit vielen Jahren bei einer deutschen Großbank in Luxemburg angestellt. Mit dem Schreiben begann er erst im Alter von 40 Jahren. Nach zwei Vatikankrimis, die im dtv erschienen, wechselte er zum Fischer Taschenbuchverlag, wo seine Psychothriller “Der Trakt”, “Das Wesen” und im Januar 2012 “Das Skript” erschienen sind.

http://www.arno-strobel.de

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Drei Fragen an Arno Strobel

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn?
Ich fürchte, der Grundstock wurde mir mit in die Wiege gelegt, und ich hoffe daher auf mildernde Umstände.

Wie viele Verbrechen gehen auf Ihr Konto?
Wenn es zu schlimm wird, hört man auf zu zählen, weil der Verstand das grauen sonst nicht mehr bewältigen kann. Ich habe vor Jahren mit dem Zählen aufgehört.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Es macht mir doch Spaß â€¦
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Pressestimmen

„Freunde von wirklich guten Psychothrillern kommen bei diesem Buch von Arno Strobel voll auf ihre Kosten. Und auch mit diesem dritten Thriller hat Arno Strobel eindrucksvoll bewiesen: Er kann es!“ (amazon.de)

„Das Skript“ von Arno Strobel ist ein sehr spannender und mitreißender Psychothriller, den ich innerhalb von knapp 24 Stunden verschlungen habe.“
(Büchermonster)

„Ich war von dieser spannenden und außergewöhnlichen Geschichte, die zwar einige harte Stellen enthält, aber nicht in Brutalität schwelgt, und die mit einem überraschenden Ende aufwartet, begeistert.“ (amazon.de)

„Der Roman ist extrem spannend geschrieben, ich konnte ihn kaum aus der Hand legen. Arno Strobel hat hier ein echtes Meisterwerk vollbracht. Die Story ist eine tolle Mischung aus Grauen; Spannung; polizeilichen Ermittlungen und selbst die persönliche Fehde zwischen Andrea Matthiesen und ihrem Vorgesetzten Stohrmann hat noch ihren Platz. Ein Spitzen-Thriller !!!!!!!!!
(amazon.de)

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Leseprobe

Sie war nackt, und sie fror erbärmlich.
Ihr Körper versuchte in vibrierenden Schüben die Kälte abzuschütteln, die sich wie ein Film auf ihre Haut gelegt hatte. Ihr Atem prallte von der Wand dicht vor ihr ab und schlug ihr, angereichert mit Partikeln aus Moder und Fäulnis, ins Gesicht zurück. In kurzen Abständen drangen wimmernde Laute aus ihrem Mund. Sie hatte Angst. In einer Intensität, die ihr Verstand kaum bewältigen konnte.
In einer Dunkelheit von absoluter Schwärze brauchte es einige Zeit, bis man sich über die Position des eigenen Körpers im Klaren war, zumal, wenn das Denken von nie gekanntem Grauen beherrscht wurde. Sie stand aufrecht an einer Wand. Wenn sie den Kopf ein kleines Stück senkte, um den schmerzenden Nacken zu entlasten, berührte ihre Stirn den kalten Stein. Ihre Arme waren mit Seilen um die Handgelenke wie ein V straff nach oben gebunden, der Unterkörper wurde durch etwas, das in Höhe der Taille über ihren Rücken verlief, fest gegen die Wand gepresst. Jede kleinste Bewegung schmerzte. Ihre Oberschenkel und Waden brannten. Die dünne Schlinge, die eng um ihren Hals lag, musste aus Draht sein. Sie war so kurz, dass sie sich zuzog, wenn sie den Oberkörper auch nur minimal bewegte.
Ihre Gedanken formten das gleiche Wort wie schon hundert Mal zuvor in den letzten Stunden: Mama. Sie konnte sich an keinen Tag, an keine einzige Stunde erinnern, in der sie sich so sehr nach der Geborgenheit ihrer Mutter gesehnt hatte wie in diesem Moment. Nicht einmal in ihrer Kindheit.
Als hinter ihr eine Tür geöffnet wurde, als die Schwärze des Raumes sich mit flackerndem, gelblichem Licht und der Aura eines menschlichen Wesens durchsetzte, schrie sie auf.
Schritte kamen näher. Schnaubend ausgestoßener Atem strich um ihren Nacken. Lange Sekunden.
“Bitte …”, flehte sie. “Bitte, tun Sie mir nicht weh. Ich … ich mache alles, was Sie möchten. Ich …” Ihre Stimme ertrank in Tränen. “Bitte …”
Sie bekam keine Antwort, aber das Schnauben entfernte sich ein wenig. An ihrer rechten Seite entstanden kratzende Geräusche, dann zog sich die Schlinge um ihren Hals weiter zu. Ihr Rücken bog sich schmerzhaft durch, und sie stieß einen gurgelnden Laut aus. Nun konnte sie sich keinen Zentimeter mehr bewegen, ohne sich selbst zu strangulieren. “Bitte …” Sie stöhnte, sie weinte, sie verlor vor Angst den Verstand.
Etwas Dünnes, Kaltes strich über ihr Schulterblatt. Langsam, von links nach rechts und wieder zurück. Sie hielt die Luft an, wurde beherrscht vom dröhnenden Schlag ihres Herzens.
Dann explodierte der Schmerz.

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