Spreewaldtod
Christiane Dieckerhoff

Spreewaldtod

Mörderischer Spreewald - Klaudia Wagner ermittelt wieder
Februar 2017
ISBN 9783548287614
     
Ein Toter im Fließ stellt Kommissarin Klaudia Wagner vor eine neue Herausforderung. Dabei ist sie nach ihrem letzten spektakulären Fall noch psychisch angeschlagen und hat Probleme, mit ihrem verhassten Kollegen Demel zusammenzuarbeiten. Erste Spuren führen die beiden zu einem scheinbar korrupten Gurkenbauern, schließlich war der Tote ein Erntehelfer aus Rumänien. Aber bald gibt es eine weitere Leiche. Wer will diese Menschen aus dem Weg räumen? Klaudia droht in einem Strudel aus Intrigen unterzugehen ...
Christiane Dieckerhoff
© Ilona Voss

Christiane Dieckerhoff

Christiane Dieckerhoff lebt mit ihrem Mann, dem Musiker Eckhard Dieckerhoff am nördlichen Rand des Ruhrgebiets. Als Christiane Dieckerhoff schreibt sie vorwiegend Spreewaldkrimis und als Anne Breckenridge historische Romane. Gemeinsam mit ihrem Mann gestaltet sie die Leseshow Mord & Musik mit Texten aus ihren Büchern und dazu passenden Musikstücken. 

Aktuell organisiert Christiane Dieckerhoff als Jurysekretärin den Glauser Krimipreis der Autoren in der Kategorie Debüt. Vertreten wird sie durch die Kölner Agentur Molden. Mehr Informationen über aktuelle Bücher und Lesungstermine finden sich auf der Homepage der Autorin.
www.krimiane.de/

Empfehlung der Woche

Spreewaldtod ist die Empfehlung der Woche der SYNDIKATs-Redaktion vom 22. Mai 2017.

Kritikerstimmen

Spreewaldtod hat es geschafft, mich innerhalb kurzer Zeit an den Handlungsort zu versetzen. Die Spannung wird gekonnt aufgebaut und hat mich mitfiebern lassen. Ich kann Euch das Werk nur empfehlen.
Buchbesprechung Die Rabenmutti

Die Handlung hat mich von Beginn an fasziniert. Wie bereits erwähnt kenne ich den Vorgänger Spreewaldgrab nicht, hatte aber keinerlei Probleme dabei ins Geschehen hineinzukommen. Man verfolgt Klaudia sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Sie muss ermitteln, es baut sich kontinuierlich Spannung auf. Als Leser kann man hier richtig schön „mitermitteln“, man kann sich so seine ganz eigenen Gedanken machen. Als Handlungsort hat Christiane Dieckerhoff den Spreewald gewählt, es ist Sommer. Alles wirkte auf mich anschaulich beschrieben, so dass ich mich mittendrin gefühlt habe.
Buchbesprechung Manjas Buchregal

Der Kriminalfall ist sehr undurchsichtig, Spannung baut sich ab der ersten Seite auf und erst zum Schluss klärt sich alles auf. Ich war zwischendurch auf einer ganz anderen Fährte, aber die Ermittler haben sich nicht hinters Licht führen lassen.
Buchbesprechung Gaby Hochrainer  von "Krimis und mehr"

Drei Fragen an Christiane Dieckerhoff

Warum haben Sie sich für ein Leben mit dem Verbrechen entschieden?
Weil ein Leben ohne literarische Verbrechen kein Leben ist.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Ich wurde angefixt. Schon in meiner Kindheit las ich heimlich die Krimis meiner Mutter und fürchtete mich gar wonniglich.

Was ist Ihre Lieblingstatwaffe?
Da meine Krimis im Spreewald spielen, ist Wasser immer eine gute Waffe.

Leseprobe

Prolog

Hört das Herz eines Menschen auf zu schlagen, ist er nicht sofort in Gänze tot, auch wenn es so scheint. Also war auch der junge Mann noch nicht ganz tot, der in dieser mondhellen Nacht im Fließ trieb. Sein Körper wurde von der sanften Strömung getragen, Fingerknöchel und Fußrücken glitten durch den zähen Schlamm und schreckten Strudelwürmer und Flohkrebse auf. Angelockt durch den Duft seines Blutes setzte sich eine Mücke auf den ungeschützten Nacken des Mannes und stach zu, aber das spürte er nicht mehr. Sein Bewusstsein war mit einem Schlag erloschen, auch wenn seine Hirnzellen noch weitere zwei Minuten leben würden. Sein Herz hatte noch ungefähr acht Minuten, obwohl es schon längst aufgehört hatte, zu schlagen. Die Zellen in der Lunge des Mannes würden noch eine, vielleicht zwei Stunden überleben, auch wenn die Atemwege mit brackigem Flusswasser gefüllt waren. Die Muskelzellen hatten noch acht Stunden und nach einem Tag würden gasbildende Bakterien im Magen-Darm-Trakt anfangen, seine Innereien zu verflüssigen. Sein Sperma würde erst nach drei Tagen zugrunde gehen. Und zwar in einem Kühlfach der Rechtsmedizin in Berlin. Aber noch trieb der Mann im dunklen, trüben Wasser. Er wurde nicht einmal von dem Entenpärchen bemerkt, das auf einem Baumstamm schlief, der das Fließ an dieser Stelle verengte. Eine Schulter des Mannes verfing sich im Gestrüpp der Äste und der Körper drehte sich mit der Strömung, bis er sich an den Stamm schmiegte, so als wolle er Schutz suchen, sich verstecken. Aber es war zu spät. Das Schicksal hatte den jungen Mann bereits gefunden.

Termine

Wann Was Wo
08. Dez 17
18:30 Uhr
KRIMITAG RUHR
Killer, Kerzen, Currywurst
Polizeipräsidium Essen
45131 Essen