Das Römer-Grab
Christina Bacher

Das Römer-Grab

Bolle und die Bolzplatzbande

Emons Verlag

März 2017
ISBN 9783740800390
7,95 € [D]
     

Für Laura geht ein Traum in Erfüllung, als sie in den Sommerferien auf den Hund ihrer Nachbarin aufpassen  darf. Der kleine Pudel entpuppt sich als der perfekte Spürhund – und stößt auf ein leeres Römergrab. Doch was bedeutet die Warnung, die jemand mit Graffiti an die Wand gesprayt hat: CAVE CANEM – Warnung vor dem Hunde? Der neue Fall führt die Bolzplatzbande zurück in die Zeit des alten Rom – und in so manche brenzlige Situation...

Christina Bacher

Christina Bacher

ist nach Lehr- und Wanderjahren in Kaiserlautern, Marburg, Bonn, Prag, und Montpellier in Köln gelandet. Als Journalistin und Autorin betreibt sie seither „Bachers Büro“, eine Schmiede für Texte aller Art. Sie ist Chefredakteurin des Kölner Straßenmagazins DRAUSSENSEITER und Redakteurin der NIRI-NEWS, einer Zeitung für chronisch nierenkranke Kinder. Bekannt geworden ist sie u.a. als Autorin der Kinder- und Jugendkrimireihe „Bolle und die Bolzplatzbande“ und als Autorin der Ratekrimis für die Sendung DOMINO auf hr2. Im Jahr 2013 hatte sie das Stipendium "Tatort Töwerland" inne und war für zwei Jahre Stipendiatin von Antoniterkirche und Kölner Kulturamt. Ganz aktuell ist sie als Herausgeberin für die CRIMINALE-Anthologie SOKO MARBURG-BIEDENKOPF zuständig, die anläßlich der Criminale 2016 im KBV-Verlag erscheint. Christina Bacher lebt mit ihrer Familie in Köln.

Empfehlung der Woche

Bolle und die Bolzplatzbande – Das Römer-Grab ist die Empfehlung der Woche der SYNDIKATs-Redaktion vom 27. November 2017.

Kritikerstimme

Der neue Krimi für Pänz (ab acht Jahren) von Christina Bacher ist bis zur letzten Seite hochspannend, hält er doch immer wieder überraschende Wendungen bereit. Dazu gibt es viel Kölner Lokalkolorit und viele aktuelle Bezüge. Und auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Westdeutsche Zeitung vom 09.04.2015 zu "Bolle und die Bolzplatzbande – Hai-Alarm"

Drei Fragen an Christina Bacher

Wann begann Ihre kriminelle Laufbahn?
Im Jahr 2006 ist mein erster Kinderkrimi erschienen, im Verlag Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher. Aber ich müsste lügen, dass ich nicht vorher schon mörderische Gedanken hatte. Seit 2003 habe ich Krimikalender und -jahrbücher bei Pendragon, Daedalus und editions treves herausgegeben. Und mich so nach und nach in das Genre verliebt.

Wie viele Verbrechen gehen auf Ihr Konto?
Unzählige.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
Ich finde, man sollte da genießen und schweigen. Solange mich also kein echter Kommissar fragt, verweigere ich die Aussage.

Leseprobe

 

Die Kinder hören plötzlich ein Geräusch, das sie beide aufschrecken lässt. Ein Rascheln und Knurren. Glas, das zerspringt und ein Hecheln, das Laura irgendwie bekannt vorkommt. Der kleine Dackel kommt unter einem Berg Decken hervor – mit wedelndem Schwanz – sie hat offenbar richtig viel Spaß beim Entdecken von all dem Neuen hier.
„Da!“ Wladi springt panisch auf den Sessel. Entsetzt zeigt er auf Conchita. „Da ... ist ... ein Hund!“
Schon hat er sich eine Wolldecke über beide Ohren gezogen. Laura fragt sich wirklich, was mit dem Jungen los ist, der sonst doch immer die Ruhe selbst ist. „Ein Hund! Hilfe!“ kommt es dumpf unter der Decke hervor.
„Ist er noch da?“, wimmert es jetzt unter der Decke hervor.
„Klar. Conchita ist aber ganz lieb“, versucht Laura ihren Freund zu beruhigen. „Wo ist dein Problem, Mann?“
Wladis Hand taucht unter der Decke auf. Der zitternde Zeigefinger deutet auf die Wand hinter Laura, die sich daraufhin langsam herumdreht. Auch Conchita folgt ihrem Blick, sie ist eben gut erzogen und tut, was man ihr befiehlt. „Da!“ sagt Wladi unter der Decke. „Lies!“
Laura starrt auf die Backsteinwand. Keiner hat sich in all den Jahren mal die Mühe gemacht, ihr mal einen Anstrich zu verpassen. Doch heute sieht die graue Wand verändert aus. Mit schwarzer Farbe hat da Jemand eine Botschaft an die Wand geschmiert. Riesig große Buchstaben tanzen vor Lauras Nase herum, es dauert eine Weile, bis sich ihr Blick einen Fokus gesucht hat. Jetzt liest sie langsam und laut vor, was da steht:
CAVE CANEM
„Cave Canem“. Wenn sie nicht alles täuscht, handelt es sich um eine Botschaft auf Latein. Aber Laura hat sich in der Schule für Französisch entschieden, was sie gerade bereut. „Was bedeutet das?“
Wladi blinzelt unter der Decke hervor und lässt dabei den Pudel nicht aus den Augen. „Heisst: Warnung vor dem Hund!“